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Nächstes Heimspiel

Willensleistung sichert Bunkerladies Platz 5

33:31 gegen Mainz

Das Heimfinale der Saison 2021/22 in der 2. Handball-Bundesliga hätte für den ESV 1927 Regensburg nicht besser laufen können: Ein motivierter Gegner, ein spannendes Spiel, viele Tore und eine stimmungsvolle Kulisse bildeten den passenden Rahmen für einen Sieg und die Verabschiedung der scheidenden Spielerinnen.

Der 1. FSV Mainz 05 hatte drei Tage vor Anpfiff sein Nachholspiel beim SV Werder Bremen mit 29:28 gewonnen und die Ausgangssituation im Kampf um den Klassenerhalt enorm verbessert. Um sicher zu sein und dem zweiten Abstieg in Serie zu entrinnen, muss der Ex-Bundesligist nochmal punkten. Dementsprechend motiviert gingen die „Meenzer Dynamites“ in die Partie. Die Gastgeberinnen wollten aber keine Geschenke verteilen und das letzte Heimspiel siegreich gestalten. 

Gegenüber der Vorwoche und dem 39:21-Kantersieg gegen Schlusslicht Aldekerk waren Amelie Bayerl und Anna Fuhrmann zurück im Kader, auch Melanie Kapser und Julia Smidéliusz standen zur Verfügung. 

Besonders viel vorgenommen hatte sich Nicole Lederer, die für vier der ersten fünf ESV-Treffer verantwortlich zeichnete. In der Deckung hatten die Bunkerladies jede Menge Arbeit zu verrichten, da Mainz aus dem Rückraum und über den Kreis sehr gefährlich war. Im Angriff gab es viel Kontakt von den Bundesliga-erfahrenen Mainzerinnen, doch die Oberpfälzerinnen ließen sich nicht abkochen. 14:13 führten die Regensburgerinnen zur Pause und es war klar, dass es nach Wiederanpfiff spannend bleiben würde.

Im zweiten Durchgang sollte die Partie noch torreicher werden. Der ESV hatte gegen die wechselnden Abwehrformationen der Mainzerinnen immer eine Antwort, allerdings standen weiteren Torerfolgen die eingewechselte Keeperin Nina Kolundzic und einige Male auch der Pfosten im Weg. In der Deckung hatte das Heimteam mit den offensivstarken Gästen so seine Probleme und bei drei abgefälschten Bällen auch viel Pech. Dadurch gelang es Mainz, in der 50. Minute mit 26:25 in Führung zu gehen – der erste Vorsprung seit dem 6:7 in der 11. Minute.

Nach zwei vergebenen ESV-Strafwürfen zuvor übernahm die überragende Franzi Peter die Verantwortung von der Linie und glich aus. In dieser Phase waren auch zwei Treffer der eingewechselten Linksaußen Melanie Kapser entscheidend, dass Regensburg nicht abgehängt wurde. Eine Willensleistung von Amelie Bayerl sorgte dann in der 55. Minute für den Führungswechsel und eine Zeitstrafe für die rechte Rückraumspielerin des FSV, Melanie Grawe. Angetrieben von den Zuschauern – die aufgrund des Kaiserwetters und dem Volksfest nicht so zahlreich erschienen waren wie es sich die Bunkerladies verdient gehabt hätten, aber dennoch für viel Stimmung sorgten – hatte Regensburg in der Schlussphase etwas mehr zuzusetzen. So sicherte sich der ESV einen knappen, aber verdienten 33:31-Erfolg und vorzeitig Rang fünf im Endklassement. „Was die Mädels in dieser Saison geleistet haben, ist sensationell. Davor kann ich – mal wieder – nur den Hut ziehen“, war Coach Csaba Szücs genauso glücklich wie stolz auf seine Truppe.

„Dass es heute gegen einen Gegner, der im sportlichen Überlebenskampf steckt und viel Qualität im Kader hat, ein schwerer Gang werden würde, war klar. Ich freue mich sehr darüber, dass die Mädels sich durchgebissen und sich selbst den perfekten Heimabschluss geschenkt haben“, sagt der Sportliche Leiter Robert Torunsky. Auch Abteilungsleiter Dieter Müller, der die scheidenden Spielerinnen Natalia Krupa, Melanie Kapser und Julia Smidéliusz verabschiedete und sich für deren Einsatz bedankte, war stolz auf die Leistung des Teams und den erstmaligen Zweitliga-Klassenerhalt in der über 90-jährigen Abteilungshistorie. Am kommenden Samstag geht es zum Saisonabschluss gegen einen weiteren Ex-Bundesligisten: Der ESV gastiert dann beim Tabellensechsten Kurpfalz Bären Ketsch. 

ESV 1927 Regensburg:

Tor: Natalia Krupa, Norá Mestyán

Feld: Franziska Peter 10/1, Nicole Schiegerl 7/1, Nicole Lederer 6, Johanna Brennauer 5/2, Melanie Kapser, Amelie Bayer, Anna Fuhrmann, Sophia Peter je 1 sowie Franziska Höppe, Julia Drachsler, Sara Mustafic, Carina Vetter und Julia Smidéliusz.