Freundschaftsspiel

ESV 1927

13.08.22

16:00

HC Rödertal

Kommende Spiele 2. Liga

Nächstes Heimspiel

Fünfter Auswärtssieg in Folge bringt Rang vier in der 2. Bundesliga

Die Bunkerladies des ESV 1927 Regensburg haben ihren Lauf in fremden Hallen fortgesetzt und am Samstagabend die Partie bei Mitaufsteiger TV ALdekerk 07 nach einem 14:16-Halbzeitrückstand gedreht. Mit dem 27:24-Erfolg sichert sich Bayerns einziger Frauen-Bundesligist einen sensationellen vierten Platz im 16er-Feld der 2. Handball-Bundesliga.

Mit dem Schwung des 26:26-Unentschieden gegen den damaligen Spitzenreiter VfL Waiblingen aus der Vorwoche sowie der Empfehlung von vier Auswärtssiegen in Folge wollten sich die Oberpfälzerinnen für die 23:24-Niederlage an gleicher Stelle im Mai revanchieren. Der Auftakt verlief auch verheißungsvoll: Angetrieben von der bärenstarken Amelie Bayerl führten die Gäste nach knapp drei Minuten mit 3:1. In der Folgezeit hatten die Regensburgerinnen aber etwas Pech bei einigen Holztreffern und den ein oder anderen Ballverlust zu viel. Die quirligen Gastgeberinnen, die in zwölf Spielen noch keinen Punkt einfahren konnten, wollten den Bock vor der Mini-Weihnachtspause endlich umstoßen und gingen hochmotiviert zu Werke.

Das Team von Ex-Nationalspielerin Yvonne Fillgert spielte einen schnellen Ball und ging konsequent auf die Nahtstellen. Auch von den Außenpositionen fanden die Aldekerkerinnen den Weg vorbei an ESV-Keeperin Natalia Krupa. Die Regensburgerinnen hätten die Schwierigkeiten in der Defensive im Angriff mit einem Wettballern durchaus kompensieren können, doch die gut herausgespielten Möglichkeiten wurden zu häufig vergeben. Sinnbildlich waren drei vergebene Strafwürfe im ersten Durchgang. Die logische Konsequenz: ein 14:16-Rückstand zur Pause.

Die Halbzeit kam Csaba Szücs sehr gelegen, denn gerade mit der Defensivleistung konnte der Coach nicht zufrieden sein. Die Hereinnahme von Franziska Höppe sollte sich nach Wiederanpfiff als stabilisierender Faktor erweisen. Fortan agierten die Halbverteidiger offensiver und setzten die jungen Gastgeberinnen stärker unter Druck. In der Vorwärtsbewegung wurden die Ballgewinnen aber einige Male unnötig verloren, sodass der 18:18-Ausgleichstreffer erst in der 40. Minute fiel. Eine Zeitstrafe gegen Aldekerk nutzte der ESV dann wenig später – trotz des vierten vergebenen Strafwurfs – dann durch einen Doppelschlag zur 21:19-Führung. Diese sollten die Gäste auch nicht mehr hergeben, da die Deckung im Verbund mit der gut parierenden Krupa vom TV immer seltener auszuhebeln war.

Die Vorentscheidung wurde dann einige Male verpasst. Neben dem fünften vergegebenen Siebenmeter – eigentlich im bisherigen Saisonverlauf eine Stärke der Regensburgerinnen – blieben auch weitere Hochkaräter ungenutzt. Aldekerk hatte in der Schlussphase dann einige Ballverluste zu viel, um die Partie zu drehen und die Bunkerladies fuhren letztlich ohne großes Zittern einen 27:24-Arbeitssieg ein.

“Das war nicht einfach einfach heute, da wir uns durch die vielen vergebenen Möglichkeiten das Leben selbst schwer gemacht haben. Mich macht aber die Entwicklung stolz, denn vor einigen Monaten hätten wir die Partie wohlmöglich noch verloren.”

ESV-Trainer Csaba Szücs war nach dem Schlusspfiff erleichtert

So stand der fünfte Auswärtssieg in Serie zu Buche, der einen für einen sensationellen Rang vier im 16er-Feld für 2. Handball-Bundesliga sorgte. Damit machte sich die Mannschaft selbst da schönste Weihnachtsgeschenk.

Das Vorrücken hängt auch mit der Spielabsage der Füchse Berlin zusammen, doch das schmälert die Leistung der Bunkerladies nicht. Nach 13 Begegnungen hat der Aufsteiger aus der Oberpfalz nun 17:9 Punkte gesammelt und tatsächlich erst dreimal verloren. Nach einer kurzen Weihnachtspause wartet erneut eine Auswärtspartie auf den ESV: Am 8. Januar beginnt das neue Handballjahr mit dem Kräftemessen bei Bundesliga-Absteiger 1. FSV Mainz 05.     

ESV 1927 Regensburg:

Tor: Natalia Krupa, Norá Mestyán

Feld: Amelie Bayerl 8, Franziska Peter 6, Anna Fuhrmann 4, Nicole Lederer 3, Johanna Brennauer, Nicole Schiegerl je 2, Julia Drachsler, Sara Mustafic je 1 sowie Franziska Höppe, Carina Vettter, Lea Röhrl und Diana Stefan.