ESV 1927 Regensburg

bunker ladies

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Bunkerladies und Nürtingen teilen sich erneut die Punkte

Nach einem echten Handballkrimi trennten sich die Zweitligahandballerinnen des ESV 1927 Regensburg von der TG Nürtingen am Samstagabend mit einem 28:28(15:12)-Unentschieden. Wie schon im Hinrundenmatch im Oktober teilten sich die Tabellennachbarn die Punkte. Dadurch bleibt auch das Tableau unverändert und die Bunkerladies halten ihren starken fünften Platz im 16er-Feld.

Unentschieden kommen im Handball deutlich seltener vor als im Fußball, in den Zweitliga-Duellen zwischen dem ESV 1927 Regensburg und der TG Nürtingen scheinen sie dagegen an der Tagesordnung. Schon das Hinrundenmatch im Oktober endete in einem Herzschlagfinale und einer Punkteteilung (30:30), das Gleiche passierte nun auch im zweiten Vergleich der Tabellennachbarn.

Der Fünfte aus Regensburg fand besser in die Partie und gegen die aggressive 3:2:1-Deckung viele gute Lösungen. Wie schon in der Vorwoche beim Auswärtserfolg in Lintfort hatten die Oberpfälzerinnen aber Pech mit Holztreffern: Allein Rechtsaußen Nicole Schiegerl traf bis zur vierten Spielminute zweimal krachend das Gehäuse. Als die Gastgeberinnen beim 12:7 nach rund 20 Minuten schon fast enteilt waren, stellte Nürtingens Trainer Simon Hablizel auf eine 6:0-Deckung um, die in der Schlussphase des ersten Durchgangs für den ESV deutlich schwerer zu überwinden war. Im Angriff spielten und sperrten die Schwäbinnen Hauptangreifern Kerstin Foth, zweitbeste Werferin der Liga, immer wieder gekonnt frei. So konnten die Gäste trotz eines vergebenen Siebenmeters zumindest auf den 15:12-Halbzeitstand verkürzen.

Nach dem Seitenwechsel wurde die Partie spannender und die Zuschauer im halbgefüllten, aber stimmungsvollen Bunker kamen voll auf ihre Kosten. Nürtingen wechselte in der Offensive häufig die Torhüterin zu Gunsten einer zusätzlichen Feldspielerin aus. Vor allem das Kreisläuferspiel war erfolgreich und sehr effektiv. In der Offensive missfiel Csaba Szücs die Abkehr vom erfolgreichen Tempospiel und auch der Rückraum nahm sich für den Geschmack des ESV-Coaches in dieser Phase zu wenig Würfe. So fand Nürtingen wieder in die Partie: In der 48. Minute gelang der elffachen Torschützin Kerstin Foth der Ausgleich zum 22:22. Der nächste Treffer der Partie bedeutete das 100. Saisontor für ESV-Halblinks Amelie Bayerl.

Der Wurf ins verwaiste Tor war Grund genug für TG-Coach Hablizel eine Auszeit zu nehmen. Kurioserweise glückte Bayerl dies direkt nach dem Time-Out nach einem Steal gleich noch einmal. In der weiteren Phase hatte die zehnfache Torschützin Franzi Peter zweimal Pech mit Holztreffern nach Durchbrüchen, während Nürtingen einige Male bei eigentlich schon abgefangenen Bällen mit Fortuna im Bunde war und so die zweite Wurfchance nutzen konnte. Drei TG-Tore in Serie brachten die Gäste knapp drei Minuten vor Ultimo mit 28:26 in Front. Mit großem Kampf und dem verkörperten puren Willen, Franzi Peter, gelang den Bunkerladies aber noch der Ausgleich. Der letzte Ballbesitz sollte ebenfalls den Oberpfälzerinnen gehören, doch der Passversuch auf Außen klappte nicht. Der 28:28-Endstand war für die meisten Beteiligten und Beobachter leistungsgerecht.

Csaba Szücs hatte ein „klassisches Unentschieden“ gesehen: „Wenn man den letzten Ball hat, möchte man gewinnen, aber kurz vor dem Ende waren wir auch zwei Treffer zurück.“ Mit dem fünften Unentschieden im 20. Spiel festigten die Bunkerladies ihren Ruf als „Remisköniginnen“ der Liga. Durch die Punkteteilung hielten die Regensburgerinnen Nürtingen erst einmal auf Abstand und belegen weiterhin den starken fünften Tabellenplatz. Während zahlreiche Konkurrenten am kommenden Wochenende Partien nachholen müssen, freuen sich die ESV-Spielerinnen auf einen sehr seltenen spielfreien Wochenausklang. Am 12. März geht es dann im Heimspiel gegen den SV Werder Bremen wieder um Punkte.

ESV 1927 Regensburg:

Tor: 

Natalia Krupa, Norá Mestyán (n. e.)

Feld: 

Franziska Peter 10/3, Amelie Bayerl 7, Johanna Brennauer 3/1, Nicole Lederer, Nicole Schiegerl, Carina Vetter je 2, Julia Drachsler, Anna Fuhrmann je 1 sowie Franziska Höppe, Sara Mustafic, Diana Stefan (n. e.), Melanie Kapser (n. e.) und Julia Smidéliusz (n. e.).