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Bunkerladies sind gewarnt vor Schlusslicht Aldekerk

Drei Spieltage hat der ESV 1927 Regensburg in seiner Premierensaison in der eingleisigen 2. Handball-Bundesliga der Frauen noch zu absolvieren: Mit zwei Siegen können sich die Bunkerladies aus eigener Kraft den aktuellen fünften Tabellenplatz im 16er-Feld absichern. Der erste soll am Samstag in eigener Halle gegen der TV Aldekerk 07 erfolgen, auch wenn die Gastgeberinnen vor dem Schlusslicht gewarnt sind.

Beim dritten Aufeinandertreffen des ESV 1927 Regensburg mit dem TV Aldekerk 07 innerhalb von zwölf Monaten gibt es am Samstag eine Premiere: Erstmalig ist das Duell der beiden Aufsteiger kein Geisterspiel, die „Bunker“ genannte ESV-Sporthalle an der Dechbettener Brücke darf komplett ausgelastet werden. Eine volle Heimspielstätte hätten sich die Gastgeberinnen für ihre erste Saison in der eingleisigen 2. Handball-Bundesliga der Frauen in jedem Fall verdient:

Der Aufsteiger hat drei Spieltage vor Ultimo sensationelle 31:23 Punkte gesammelt und ist den sich auf den Abstiegsplätzen befindenden Mitaufsteigern MTV Heide (14., 14:40) und eben Aldekerk weit enteilt (16., 3:49). Während Heide im Fernduell mit Mainz noch eine Chance auf den Klassenerhalt besitzt, hat Aldekerk angesichts der aussichtslosen Tabellensituation als einziger Verein im 16er-Feld keine Lizenzunterlagen für die 2. Liga eingereicht.

Unterschätzen darf man das Team der Ex-Nationalspielerin Yvonne Fillgert aber auf keinen Fall. Die junge Mannschaft spielt einen schnellen Ball und hat nichts zu verlieren. Die Spielerinnen wollen die letzten Begegnungen in der zweithöchsten deutschen Spielklasse genießen und die ein oder andere sich empfehlen. In der Aufstiegsrunde mussten sich die Regensburgerinnen nahe der holländischen Grenze mit 23:24 geschlagen geben und auch im Hinrundenvergleich in Kerken hatte der ESV große Mühe: Nach einem 14:16-Halbzeitrückstand behielt das Team von Trainer Csaba Szücs letztlich mit 27:24 die Oberhand.

„Wir müssen kompakter stehen als in weiten Teilen des Hinspiels, als uns besonders Svenja Rottwinkel mit ihren Wurftäuschungen einige Male düpiert hat“, fordert Szücs. Gleichzeitig werde sein Team versuchen, wieder über 30 Treffer zu werfen und damit die Siegwahrscheinlichkeit deutlich zu erhöhen. Tore wären Balsam für die Seele einiger Spielerinnen, die bei der 19:31-Niederlage bei Spitzenreiter Waiblingen vor Wochenfrist deutlich unter ihren Möglichkeiten geblieben waren. Mit der Unterstützung der Fans soll es diesmal wieder deutlich besser laufen. Im ersten und bis auf Weiteres erstmal letzten Heimspiel gegen Aldekerk sollen die beiden Punkte in Regensburg bleiben.  

Livestream: 

Da das Übertragungs-Team sich am Samstag an den Aufstiegsfeierlichkeiten der Eisbären Regensburg erfreuen darf, wird es diesmal leider keinen Livestream aus dem „Bunker“ geben. Die Fans und Sportinteressierten sollten daher die vorletzte Gelegenheit in der Saison 2021/22 nutzen, die Bunkerladies in der Halle zu unterstützen.

Personalia: 

Foto: H.C. Wagner

Franziska Höppe wird auch in der kommenden Saisons das Trikot der Bunkerladies tragen. Die 24-Jährige stieß während der Runde vom SV Allensbach zum ESV 1927 Regensburg und hat das Team in der Defensive enorm verstärkt. „Franzi passt zu unserer Mannschaft wie die Faust aufs Auge. Man hat den Eindruck, dass sie schon seit Jahren für den ESV spielt“, freut sich der Sportliche Leiter Robert Torunsky über die Zusage der Nummer 9. „In der Deckung ist Franzi mit ihrer Kampfkraft und Spielintelligenz ein ganz wichtiger Baustein. Dass sie es auch offensiv kann, hat sie unter anderem mit drei Treffern gegen Waiblingen bewiesen. Hier wird sie noch mehr Sicherheit bekommen, wenn sie ihre erste Saisonvorbereitung unter Csaba absolviert hat.“ Auch Franziska Höppe freut sich über mindestens noch eine weitere Spielzeit beim ESV. „Ich bin den Mädels dankbar, dass sie mich so toll aufgenommen haben. Wir spielen eine starke Saison und haben uns auch als Mannschaft weiterentwickelt.“ Die Studentin sieht den Entwicklungsprozess noch nicht abgeschlossen und traut dem Team zu, auch 2022/23 eine gute Rolle zu spielen.