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Nächstes Heimspiel

ESV wirft sich Frust von der Seele:

36:23-Sieg über Schlusslicht Holzheim

Nach einem suboptimalen Saisonverlauf und zuletzt zwei bitteren Niederlagen, bei denen jeweils eine Halbzeitführung nicht über die Ziellinie gerettet werden konnte, wollten die Drittliga-Handballerinnen des ESV 1927 Regensburg gegen das Schlusslicht Holzheim endlich wieder ein Erfolgserlebnis feiern.

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Der in Göppingen beheimatete Gegner hatte im Laufe der Woche bekanntgegeben, dass er auch im unwahrscheinlichen Fall des sportlichen Klassenerhalts in der kommenden Runde auf seinen Drittliga-Startplatz verzichten würde. Die Schwäbinnen konnten also ohne Druck in die Oberpfalz reisen und versuchen, beim Tabellennachbarn den ersten Saisonsieg einzufahren. Die Gastgeberinnen mussten auf Franzi Peter (Nationalmannschaftslehrgang) verzichten, ansonsten waren bei der Mission „Pflichtsieg“ bis auf die langzeitverletzten Mirela Negrutiu-Chirila und Sarah Stephan alle Spielerinnen an Bord.

Zu Beginn sah es alles andere als gut für das Heimteam aus, denn die „Eisenbahnerinnen“ scheiterten mit drei vergebenen „Hundertprozentigen“ (zwei Konter und ein Siebenmeter) an ihren Nerven und der starken Gästekeeperin. Nach dem 3:4-Rückstand brachten aber ein energischer Durchbruch von Spielmacherin Nikola Kubesova und ein Dreher von Linksaußen Sara Walzik die Führung und die Sicherheit zurück.

Die Deckung konnte an ihre gute Form der Vorwoche beim Auswärtsspiel in Korb anknüpfen. „Wir haben die Kreisanspiele Holzheims sehr gut verteidigt. Das ist ihre stärkste Waffe und der haben wir sie beraubt“, lobte ESV-Trainerin Judith Pimpl ihre Hintermannschaft. Zu der gehörten auch zwei auf ganzer Linie überzeugende Torhüterinnen Ines Flesch und später Chiara Zellner.

Gab es doch einmal einen Gegentreffer, wurde der nur wenige Sekunden später mit der schnellen Mitte über die wieselflinke englische Nationalspielerin Anna Fuhrmann wettgemacht. Überhaupt waren Spielfreude und -tempo der Gastgeberinnen an diesem Abend eine echte Augenweide. Der Ball lief exzellent durch die Reihen und mit Lavina Albescu (9 Feldtore) und Sarah Walzik (8) waren neben Fuhrmann (6) noch zwei weitere Spielerinnen in Torlaune.

Die erneute Halbzeitführung (19:11) war an diesmal auch kein schlechtes Omen, denn die Regensburgerinnen knüpften nach Wiederanpfiff nahtlos an die ersten 30 Minuten an und warfen sich den Frust von der Seele. Obwohl sie an diesem Abend keine Chance hatten und, muss man auch vor den Gästen den Hut ziehen: Der TV gab sich nie auf, feierte jedes Tor und präsentierte sich trotz der sportlichen Perspektivlosigkeit als echte Einheit. Aber Regensburg hatte sich in einen Rausch gespielt und der Vorsprung wurde kontinuierlich ausgebaut.

Am Ende stand ein 36:23-Erfolg auf der Anzeigetafel, der viel mehr als der geforderte Pflichtsieg war: eine tolle Mannschaftsleistung und ein deutliches Lebenszeichen im Abstiegskampf. Durch den Erfolg zog der ESV nach Pluspunkten mit dem Tabellenzehnten aus Waiblingen gleich und kann sich nun zwei Wochen lang auf das wichtige nächste Heimspiel vorbereiten.

ESV 1927 Regensburg : TV Holzheim 36:23(19:11)

Spielfilm: 2:1, 3:4, 6:5, 8:6, 11:7, 13:10, 17:10, 19:11 – 20:14, 22:16, 25:17, 28:18, 31:19, 33:21, 36:23. Strafwürfe: 4/2 – 4/2. Strafminuten: 4 – 10. Tore ESV: Albescu 9, Walzik 8, Fuhrmann 6, Kubesova 4/1, Baumgardten 3/1, Vlachova, Bestle je 2, Mooser, Rektorschik je 1.