Zwei tolle Tage in Pilsen

Damen 1 bestritten ein Trainingslager in der Partnerstadt von Regensburg

Das von den beiden ESV-Spielerinnen Andrea Vlachova und Kristyna Vdrsperkova „perfekt organisierte“ – Mannschaft und Trainer Stefan von Frankenberg zollten den beiden das höchste Lob – Trainingslager war eindeutig das Highlight der Vorbereitung: Am frühen Samstagmorgen ging es für die Regensburger Drittliga-Handballerinnen in die Heimatstadt Filip Jichas.

Nach einer morgendlichen Trainingseinheit und dem Einchecken ins Hotel gab es einen leckeren Nudelsalat und den legendären Kuchen von Oma Vlachova. Anschließend stand ein zweistündiger Spaziergang durch die Altstadt von Pilsen auf dem Programm. Dann ging es sportlich weiter gegen das Team von Sokol Pisek, das in der höchsten Spielklasse MOL, einer gemeinsamen Spielklasse mit der Slowakei, antritt. In der ersten Viertelstunde sah von Frankenberg „einen offenen Schlagabtausch mit wechselnden Führungen“, danach konnten sich die Oberpfälzerinnen absetzen.

„Wir haben unsere Schnelligkeitsvorteile ausgespielt“, so der Coach, der mit dem Auftreten und der 19:10-Führung zur Pause sehr zufrieden war. Ein Sonderlob gab es für den Mittelblock, der viele Bälle abwehren konnte und Gegenstöße einleitete. Nach Wiederanpfiff wechselte von Frankenberg viel durch und gab auch den Nachwuchsspielerinnen viel Einsatzzeit, doch der Sieg war ungefährdet. Wermutstropfen war die Verletzung von Nicole Lederer, die sich in der ersten Hälfte die Nase brach und noch vor Ort in einem Krankenhaus behandelt wurde.

Typisch Handballerin war der Neuzugang beim Abendessen und dem späteren Teambuilding schon wieder dabei. Am Sonntagmorgen stand eine lockere Trainingseinheit auf dem Programm und nach einer längeren Pause – gestärkt mit weiterem frisch gebackenem Kuchen – der zweite Test an. Gegner HC Pilsen hatte laut von Frankenberg „unteres Bayernliga-Niveau“, trotzdem konnte man am Feinschliff arbeiten und sich weiter einspielen.

Auch hier klappte Vieles sehr gut und der Torhunger war auch nach der wiederholten Kuchen-Aufnahme noch nicht gestillt. Die Einsatzzeiten wurden auf alle zur Verfügung stehenden Schultern – Kreisläuferin Sara Mustafic wurde aufgrund einer Kapselverletzung größtenteils geschont – verteilt und am Ende gab es einen 40:17-Erfolg zu bejubeln. Die zwei tollen Tage in Pilsen waren zu Ende, schreien aber definitiv nach einer Wiederholung.