Waiblingen nimmt ESV Punkte ab

29 Treffer reichen den Regensburgerinnen nicht zum Heimsieg

Regensburg. Wie im Vorjahr haben die Handballfrauen des ESV 1927 Regensburg im ersten Heimspiel eine Drittliga-Niederlage gegen den VfL Waiblingen kassiert. Während noch vor zwölf Monaten – damals war es der erste Spieltag – beim 25:32 (13:18) nie eine Siegchance bestand, war die Crew von Trainerin Judith Pimpl am Samstagabend beim 29:30 (14:15) drauf und dran, mit Handfestem in die Saison zu starten.

Fast komplett – das Spielrecht von Neuzugang Katerina Kucerova (CSAV Annecy, 2. Liga Frankreich) fehlt noch – reichten elf Treffer von Junioren-Nationalspielerin Franzi Peter nicht. Entscheidend war eine viereinhalbminütige Torflaute am Ende, als die bis dahin durchspielende Linkshänderin entkräftet auf der Bank Luft holte und erst beim letzten Angriff wieder zu Kräften gekommen war.

Einlaufen mit Spot, eine neue Anzeigetafel, dem Klang förderliche, an der Decke hängende Boxen und jungfräuliche Trikots: Alles war neu an der Dechbettener Brücke. Außerdem lief die Mannschaft vor einer prächtigen Kulisse auf, was vor dem Anwurf für Stimmung sorgte. Der Rahmen hätte für die neue Saison nicht besser sein können.

Gepasst haben auch die personellen Voraussetzungen: Natascha Weber, Laura Ehlis, Andrea Vlachova und Mirela Negrutiu-Chirila meldeten sind nach langer Abstinenz zurück und sind quasi als Neue zu werten. Trainerin Pimpl hatte demnach personellen und taktischen Handlungsspielraum. Lediglich die durchwachsene Saisonvorbereitung passte nicht ins Bild. Ein Manko, das am Ende durchschlagen sollte.

Überraschend stand von Beginn an die trainingsfleißige Chiara Zellner im Tor. In der Starting-Six liefen – nicht unbedingt zu erwarten – nach zweijähriger Verletzungspause Ehlis und auf dem linken Flügel die junge Sophia Rektorschik auf. Auf Rechtsaußen gab es endlich wieder eine Linkshänderin: Negrutiu-Chirila.

Der Start verlief nicht nach Wunsch. Die Gäste legten den Finger in die auffälligen Wunden der ESV-Abwehr, die über 60 Minuten augenscheinlich waren. Mit zweiter Welle (zum 0:2, 3.), Anspiel an den Kreis (1:4, 5.) und Wurf aus zweiter Reihe (4:5, 9.) startete Waiblingen. Weil VfL-Torfrau Tünde Nagy kaum einen Ball zu fassen bekam, blieb der ESV Regensburg knapp dran. Pimpl nutzte die Breite ihres Kaders und wechselte bis auf Peter durch.

14317503_1296669000344615_4642088265305904265_nNach der Pause begann dann die beste Phase des ESV: Die nun entschlossener das Tor suchende Anna Fuhrmann sorgte mit dem 17:16 (33.) für die erste Führung. Die Abwehrreihen erzwangen nun hüben wie drüben angezeigte Zeitspiele. Da zeigte sich der Gegner schließlich effektiver – ein weiterer Pluspunkt für Waiblingen.

 

Spielfilm: 1:4, 4:5, 6:7, 7:8, 9:10, 11:12, 13:14, 14:15 – 17:16, 18:19, 21:20, 22:23, 25:24, 27:25, 28:27, 29:29, 29:30. 

Strafwürfe: 3/2 – 10/8. 

Strafminuten: 12 – 8. 

Auszeiten: 25., 44., 56. – 22., 48. 

Tore ESV: F. Peter 11/2, Albescu 6, Fuhrmann 4, Vlachova 3, Ehlis, Negrutiu-Chirila je 2, Weber 1. 

 

Von Gerd Winkler, MZ

Bilder: Sportfotos-regensburg.de

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