Vorbericht ESV vs. HSG Würm-Mitte [MZ]

Zum Ende der Drittliga-Vorrunde kommt Neuling HSG Würm-Mitte. Allrounderin Carina Vetter steht vor ihrem Debüt

von Gerd Winkler, MZ

„Alle fit, alle da, alle motiviert“: Stefan von Frankenberg, Handballtrainer der Drittliga-Frauen des ESV 1927 Regensburg (4., 14:6 Punkte), ist zuversichtlich, die Vorrunde am Sonntag (15.30 Uhr) in der Sporthalle Königswiesen gegen Neuling HSG Würm-Mitte (11., 5:15) mit einem Sieg zu beenden. Sein Optimismus beruht auf die Vorzeichen des Bayernderbys: Alle zehn Feldspielerinnen sind ohne Einschränkung belastbar, zudem dürften die Gäste mit der Last von fünf Pleiten nicht vor Selbstvertrauen sprühen.

Apropos: Wobei von Frankenberg bei seiner Crew mehr Selbstbewusstsein an sich sehen möchte. Denn: Nach Jahren des Abstiegskampfes unter Vorgängerin Judith Pimpl läuft es seit dem Amtsantritt des Trainerduos Stefan von Frankenberg und Ingo Gömmel im Sommer 2017. In der Vorsaison gelang souverän der Klassenerhalt, aktuell steht der ESV unter Berücksichtigung von schon sechs Gastspielen in den zehn absolvierten Runden richtig gut da. „Etwas Angst vor der eigenen Courage“, hat von Frankenberg bei seiner Crew ob des Höhenflugs ausgemacht.

Nach 8:0-Punktestart sei wohl zu viel Lob eingeprasselt. Das wiederum war eigentlich angebracht: Angesichts des schweren Programms – unter anderem gegen das jetzt mit 17:3 Punkten führende Duo SV Allensbach und HSG Freiburg – war die Optimalausbeute nicht zu erwarten. Und die Art und Weise schon gleich gar nicht: In Allensbach 32:29, in Freiburg 29:22 – im Verein wie bei der Konkurrenz sind die Siege als Duftmarken gewertet worden.

„Man darf nicht vergessen, dass wir viele junge Spielerinnen haben und mit eine der jüngsten Mannschaften in der Liga sind“, hat von Frankenberg eine Erklärung, dass das Gebilde noch nicht richtig stabil sein kann. Zudem waren (und sind) die fünf Neuzugänge zu integrieren, ein Prozess, der beim komplexen Handball seine Zeit braucht und nicht abgeschlossen ist. Feinschliff und Abstimmung sind in den 50/50-Spielen mitentscheidend.

Zum Vorrundenende zeichnet sich Zuwachs ab. Carina Vetter ist zu Semesterbeginn nach Regensburg gezogen und zum ESV gewechselt. Im Landesligateam hat sie sich für höhere Aufgaben empfohlen. Seit vier Wochen übt die Ex-Landshuterin einmal wöchentlich mit dem Drittligateam. „Carina ist ein positiver Typ, wahnsinnig athletisch und ein richtiges Kampfschwein“, beschreibt von Frankenberg die Allrounderin: „Wenn du in der Abwehr an ihr vorbei willst, das tut weh“. Als Vetter nach dem Abschlusstraining das Aufwärmshirt für’s Spiel erhielt, habe sie über beide Backen gestrahlt. „Je nach Spielverlauf, vielleicht ergibt es sich ein Einsatz“, sagt der ESV-Coach.

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