Vorbericht ESV 1927 vs. HCD Gröbenzell [MZ]

Personelle Misere beeindruckt den Trainer wenig

von Gerd Winkler, MZ

Sa., 18.15 Uhr: HCD Gröbenzell (5., 4:2 Punkte) – ESV 27 Regensburg (1., 8:0). Die Torfrauen Chiara Zellner (verletzt) und Andrea Poschenrieder (spielt in der Zweiten), Franzi Peter (Knöchel) und Neuzugang Nicole Lederer (krankgeschrieben bis 30. Oktober) fallen aus. Nicht im Vollbesitz ihrer Kräfte dürfte Andrea Vlachova (Blasenentzündung) sein. Mit nur einer Torhüterin (Kristýna Vidršperková) und gefühlten eineinhalb Wechselakteuren geht’s für den ESV zum Zweitliga-Absteiger. Jammern bei Coach Stefan von Frankenberg? Fehlanzeige. „Wir haben nix zu verlieren, Gröbenzell ist mehr unter Druck“, macht er aus der Not eine Tugend. Von Frankenberg betont, „dass wir deshalb nicht anders spielen, als wenn wir komplett sind“. Heißt: Kein Tempo drosseln.

 

Frauen-Handball: Drittliga-Leader ESV 27 Regensburg fährt mit nur neun Spielerinnen nach Gröbenzell.

REGENSBURG. Personell mit dem Rücken zur Wand laufen am Samstag (18.15 Uhr) die Handballfrauen des ESV 27 Regensburg (1., 8:0 Punkte) beim HCD Gröbenzell (5., 4:2) auf. Doch egal, wie das bayerische Duell ausgeht, die Eisenbahner sind nicht von der Spitze der Dritten Liga Süd zu stürzen. Nach nur vier Spieltagen hat sich der ESV tatsächlich ein kleines Polster aufbauen können. Mit einer Partie im Rückstand ist Gröbenzell nach Verlustpunkten der ärgste Rivale. Freiburg und Allensbach, die übrigens gegen Regensburg in der eigenen Halle mit 22:29 bzw. 29:32 das Nachsehen hatten, haben schon drei Miese auf dem Konto.

Trainer Stefan von Frankenberg verfügt über einen kleinen 12er-Kader inklusive zwei Torfrauen. Üblich sind vierzehn oder fünfzehn Akteure. Dank der sorgfältigen Auswahl der Neuzugänge ist im Team praktisch kein Leistungsgefälle auszumachen. Jede Spielerin, die allesamt flexibel einsetzbar sind, wird gebraucht, so dass wegen mangelnder Einsatzzeiten keine Missstimmung aufkommen kann. Zudem ist der ESV austrainiert: Das Tempo wird bis zum Schluss hoch gehalten und muskuläre Verletzungen aufgrund mangelnder Fitness ausgeschlossen.

Dass Chiara Zellner, Franzi Peter und Nicole Lederer ausfallen ist für den Trainer halt so: „Die Mädels wissen, wie schwierig es wird und dass die Wechselmöglichkeiten begrenzt sind“. Das Tempo aus dem Spiel nehmen – z. B. Verzicht auf die zweite Welle – ist für von Frankenberg kein Thema: „Ich kann die Mädels nicht bremsen, denn wir trainieren ja auch so!“