Vorbericht Damen I vs. TV Möglingen

Festtag am Feiertag?

Die Drittliga-Handballerinnen des ESV 1927 hatten ausnahmsweise ein paar Tage länger Zeit, sich über den 31:26-Auswärtserfolg beim TSV Kandel zu freuen: Das dritte Spiel der Saison 2017/2018 wird nämlich nicht wie gewohnt am Samstagabend, sondern am Dienstag, 3. Oktober zur familienfreundlichen Anwurfzeit um 15.30 Uhr in der ESV-Sporthalle angepfiffen. Damit es nicht nur kalendarisch, sondern auch sportlich ein Feiertag wird, müssen sich die “Eisenbahnerinnen” in Galaform präsentieren.

Mit Spitzenreiter TV Möglingen kommt ein Titelkandidat in die Domstadt gereist. Die Gäste verpassten in der Vorsaison hauchdünn den Aufstieg in die 2. Bundesliga: Lange lag der TVM auf dem zweiten Platz, den letztlich Gröbenzell zum Aufstieg nutzte, und wurden erst kurz vor Schluss auf Rang vier durchgereicht.

Da mit Meister Korb und eben Gröbenzell gleich zwei Spitzenteams aufgestiegen sind, macht dies Möglingen automatisch zum Aspiranten auf den Meistertitel. Der Vorjahresdritte Allensbach schwächelt zum Saisonstart (0:4 Punkte) überraschend und somit dürfte Zweitligaabsteiger Haunstetten der einzig legitime Konkurrent um Platz eins, der diesmal allerdings nicht automatisch zum Aufstieg berechtigt und eine Relegation erfordert, sein.

Der Saionstart beider Teams war makellos und Möglingen grüßt nach zwei klaren Erfolgen – ein 35:21-Auswärtssieg bei der FSG Waiblingen-Korb II und zuletzt ein 31:26 in eigener Halle über Aufsteiger SG OBK – vor den Zweiten aus Haunstten von der Tabellenspitze.

Das Team des neuen Trainers Dominic Schaudt, der zur Vorbereitung Patrice Payer beerbte, konnte sich vor der Runde mit Freya Stonawski (SG H2Ku Herrenberg/2.Liga), Aisté Norvilaité (SG BBM Bietigheim/Württembergliga) und Alina Stuwe (Südbadenliga) verstärken. Gerade mit der auch im Rückraum einsetzbaren Außen Stonawski ist dem TVM ein Königstransfer gelungen, die das Team um Shooterin Denise Geier und die Fischer-Schwestern Theresa und Franziska noch schwerer ausrechenbar macht.

Auf die Regensburger Deckung kommt also Schwerstarbeit zu und die neuen offensiven Abwehrsysteme des Trainerduos Stefan von Frankenberg/Ingo Gömmel werden einem echten Härtest unterzogen. Gegen Kandel lieferte der ESV eine tolle Vorstellung ab, einzig eine kurze Schwächephase vor der Pause brachte das Team um eine schnellere Vorentscheidung und kurzzeitig in die Bredouille. Gegen die Schwaben müssen die Oberpfälzerinnen über 60 Minuten hochkonzentriert, engagiert und entschlossen agieren, denn Möglingen nutzt konsequent jede Schwäche aus.

Das mussten die Regensburgerinnen Mitte Februar sehr schmerzhaft erleben, als man ersatzgeschwächt in eigener Halle mit 20:35 unter die Räder geriet.

Personell sieht es diesmal deutlich besser aus: Die Trainer können wahrscheinlich wieder auf den kompletten Kader setzen. “Das wird natürlich eine sehr schwierige Aufgabe, aber wir haben richtig Lust auf die Aufgabe. Wir wollen Möglingen möglichst lange ärgern und würden uns sicher nicht beschweren, wenn am Ende der Coup gelingen würde”, blickt von Frankenberg voraus. Dier Ergebnisse an den ersten Spieltagen haben schon so manche Überraschung gebracht und bei etwas Zählbarem wäre definitiniv Festtagsstimmung am Feiertag angesagt.

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