3. Liga 2018/19 wieder in Regensburg

Saisonbeginn 2018/19

15.09.18

Tage
Stunden
ESV 1927

ESV 1927

Vorbericht Damen I vs. Korb

Zu Gast beim Überraschungsteam

3. Liga: Der ESV 1927 hofft auf einen Coup beim starken Aufsteiger aus Korb

Die Enttäuschung nach der 28:29-Heimniederlage im Kellerduell gegen die HSG Sulzbach/Leidersbach am vergangenen Samstag war riesig im ESV-Lager, denn die „Eisenbahnerinnen“ hatten dabei nicht nur eine Fünf-Tore-Führung kurz vor der Halbzeit noch verspielt, sondern eigentlich auch gar nicht so viel falsch gemacht. Ein Fehlwurf weniger vom Siebenmeterpunkt weniger oder ein Andi-Wolff-Moment mehr im Tor hätten gereicht, die überlebenswichtigen Punkte in der Oberpfalz zu behalten.

[huge_it_slider id=“2″]

So mussten die Regensburgerinnen konsterniert den Gegnerinnen beim Jubeln zusehen,  die durch den knappen Erfolg auch noch mit dem ESV die Plätze tauschen konnten. Kämpferisch war die Leistung im Derby erste Sahne, doch unerklärliche individuelle Deckungsschnitzer in der Schlussphase sowie die chronische Strafwurfschwäche sorgten dafür, dass sich die Spielerinnen selbst um den Lohn brachten. Auch die neue und alte Trainerin Judith Pimpl, die erst am Rosenmontag das Amt ihrer Vorgängers Udo Hermannstädter übernommen hatte, war entsprechend bedient: „Nach den vielen negativen Erfahrungen gibt es leider wenig Spielerinnen im Kader, die das Selbstvertrauen haben, die Siebenmeter zu werfen.“

Mit Linda Baumgardten fehlte gegen die Rhein-Main-Bienen dann ausgerechnet noch die Spielerin, die diese heikle Aufgabe zuletzt am besten gelöst und 26 Treffer in ihren letzten drei Einsätzen erzielt hatte. Aber Lamentieren nützt nichts, denn noch ist der Klassenerhalt ja möglich. Dass dies angesichts des schwierigen Restprogramms eine Herkulesaufgabe wird, ist allen Beteiligten bewusst. Der Gegner aus Korb spielt für einen Liganeuling eine überragende Saison und führt als Vierter mit 19:11 Punkten das Tabellenmittelfeld hinter den drei Aufstiegsaspiranten Ketsch, Allensbach und Gröbenzell an.

Als eingespielte Mannschaft konnten die Schwäbinnen ihre Aufstiegseuphorie zu Beginn der Runde in Punkte ummünzen und das daraus resultierende Selbstvertrauen für die weiteren Spiele nutzen. Das Überraschungsteam profitiert zudem enorm von der Kooperation mit dem deutschen B-Jugend-Meister Remshalden. Einige der hoffnungsvollsten deutschen Talente wie Jugendnationalspielerin Vildana Halilovic werden so optimal gefördert und rechtfertigen das in sie gesetzte Vertrauen auch in der 3. Liga. Der SC hat – tabellarisch betrachtet – seine Schäfchen bereits im Trockenen und das ist die vielleicht größte Chance für Regensburg:

Die ESV-Spielerinnen müssen den Sieg deutlich mehr wollen als die Gastgeberinnen und dann ist vielleicht wieder eine Auswärtsüberraschung wie zu Beginn des Jahres in Freiburg, einem ähnlichen Kaliber wie Korb, möglich. Trainerin Pimpl hofft neben der Rückkehr von Linda Baumgardten auch auf den Einsatz von Jugendnationalspielerin Franzi Peter, die sich gegen Sulzbach/Leidersbach eine Fingerverletzung zugezogen hatte. Aber egal wer ab 18.15 Uhr in der Korber Ballspielhalle auf der Platte steht, kann dies ohne Druck tun: Denn so wichtig die nicht eingeplanten Zähler auch wären, der Klassenerhalt wurde oder wird an anderer Stelle entschieden.

3. Liga Süd, Frauen:

Sa., 18.15 Uhr: SC Korb (4., 19:11) – ESV 1927 Regensburg (11., 6:24).

Das erste von „acht Finalspielen“ (Trainerin Judith Pimpl) haben die „Eisenbahnerinnen“ am vergangenen Samstag verloren – und das ausgerechnet gegen den Tabellennachbarn Sulzbach/Leidersbach. Kämpferin Pimpl appellierte jedoch gleich nach dem Schlusspfiff an ihr Team, die Flinte noch nicht ins Korn zu werfen. Kämpferisch hatte sich die Mannschaft auch nichts vorzuwerfen, in der Schlussphase führte der enorme Druck zu individuellen Fehlern, die dann in der extrem unglücklichen Niederlage resultierten. Genau in diesem Bereich muss sich das junge Team selbst helfen und gerade in der Deckung noch mehr miteinander sprechen. Das erleichtert auch den Job der Torhüterinnen, die beim starken Aufsteiger aber eine bessere Fangquote als im Derby aufweisen müssen, damit die Punkte in die Oberpfalz wandern können. Im Hinspiel klappte das ganz gut, doch eine indiskutable Abschlussquote kostete damals die Aussicht auf etwas Zählbares. Personell hat sich seitdem aber nicht nur auf der ESV-Trainerbank, sondern auch im Kader einiges getan, sodass nur eine Devise gelten kann: neues Spiel, neues Glück.