Vorbericht Damen 1 vs. TSV Kandel

Auswärts die Punkte zurückholen

Regensburger Drittliga-Handballerinnen wollen beim TSV Kandel die Scharte vom Saisonauftakt auswetzen.

 

Die 23:24-Heimniederlage am vergangenen Samstag gegen die TSG Ketsch II hing den Verantwortlichen und Spielerinnen nach dem Abpfiff noch längere Zeit in den Kleidern. Kein Wunder, die „Eisenbahnerinnen“ hatten gegen die mit Spielerinnen aus dem Zweitliga-Kader verstärkten Gäste Vieles richtig gemacht. Eine zu schwache Wurfquote brachte das Team aber um etwas Zählbares: 16 gute Möglichkeiten wurden nicht untergebracht – und mit so einem Chancenwucher ist es naturgemäß sehr schwer, zu punkten. Dass am Ende trotzdem nur ein einziges Törchen zum Remis fehlte, ist bitter, doch diese Partie ist bereits abgepfiffen und die Zähler beim Gegner.

Damit dies am Samstag nicht noch einmal passiert, muss sich das Team noch einmal steigern. Denn Kandel möchte bei seiner Heimpremiere an seinen Auftakterfolg – ein 29:24 bei Aufsteiger SG OBK – anknüpfen und den Vorjahreserfolg (32:30) gegen den ESV wiederholen. Dem neuen TSV-Trainer Eyub Erden ist im Gegensatz zu seinen Oberpfälzer Gegenübern, dem neuen ESV-Trainerduo Stefan von Frankenberg und Ingo Gömmel, die Pflichtspielpremiere geglückt.

Der seit 21 Jahren als Trainer tätige Übungsleiter hat zum ersten Mal ein Damenteam übernommen: „Die Aufgabe, eine Frauenmannschaft auf hohem Niveau zu trainieren, hat mich gereizt“, so Erden. Der neue Verantwortliche ist in Personalunion auch für die in der Verbandsliga aktive Reserve zuständig: „Das sorgt für ein gleiches Spielsystem und eine enge Verzahnung.“ Als Saisonziel hat Erden die Verteidigung des siebten Platzes aus der Vorsaison ausgegeben, „eventuell ein bis zwei Plätze besser“. Helfen sollen dabei die vier Neuzugänge Melanie Breinich (Tor), Julia Barth, Kim Knittel und Mona Kuczaty. Die drei Feldspielerinnen konnten beim 29:24-Auswärtssieg gegen Aufsteiger SG OBK auch gleich alle treffen. Das Hauptaugenmerk der ESV-Deckung muss aber Laura Baldauf und Rebecca Brecht gelten, die zusammen 13 Feldtore erzielten.

Auf Regensburger Seite heißt das Saisonziel „Klassenerhalt“, also Platz neun oder besser im Zwölferfeld. Um nicht schon wieder gleich zu Beginn in den Tabellenkeller zu rutschen, möchte der ESV die Ketsch-Scharte gerne direkt auswetzen. Von Frankeberg hofft dabei auf die Rückkehr von Rechtsaußen Mirela Negrutiu-Chirila, die schmerzlich vermisst wurde. „Wir fahren nach Ketsch, um zu gewinnen. Das wird schwer, aber das ist in der 3. Liga ja in jedem Spiel so.“ Die Erinnerungen an Kandel sind jedenfalls gut, denn der letzte Vergleich im März wurde mit 29:22 gewonnen. Diesmal würde den Regensburgerinnen schon ein Sieg mit einem Tor Differenz voll und ganz genügen.

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