Vorbericht Damen 1 vs. SG OBK

Südpfalz Tiger sollen sich die Zähne ausbeissen

Am Samstag dürfen die Drittliga-Handballerinnen des ESV 1927 Regensburg erstmalig im Jahr 2018 zur favorisierten Anwurfzeit um 19.30 Uhr antreten. Allerdings nicht im geliebten „Bunker“ an der Dechbettener Brücke, der weiterhin für Spiele mit großem Publikumsinteresse gesperrt bleibt, sondern in der Sporthalle Nord in der Isarstraße. Nachdem das vergangene Heimspiel gegen Kandel erfolgreich in Königswiesen ausgetragen wurde, müssen sich die Spielerinnen erneut auf eine völlig andere Halle einstellen.

Dass hier exzellenter Handball gespielt werden kann, bewiesen Deutschlands U19-Juniorinnen im vergangenen März bei der EM-Qualifikation. Ob Franzi Peter nach ihrer Fußverletzung wie damals wieder zum geharzten Leder greifen kann, ist fraglich, die Rückkehr der Linkshänderin auf das Spielfeld rückt aber näher. Gegen den Tabellenvorletzten SG OBK sind in erster Linie aber die Spielerinnen gefordert, die am Sonntag in Möglingen zwei Punkte liegengelassen hatten.

Coach Stefan von Frankenberg war mächtig enttäuscht darüber, wie sich die Regensburgerinnen in der Deckung präsentiert hatten. Zunächst zu passiv, dann zu aggressiv und nicht clever genug. So reichten auch 30 Tore nicht und Möglingen tauschte mit den Oberpfälzerinnen die Plätze. Gegen die Spielgemeinschaft Ottersheim-Bellheim-Kuhardt muss nun ein Zweier her, damit der Abstand zu den Abstiegsplätzen wieder komfortabel wird.

Der Aufsteiger aus der Südpfalz hat angesichts des Rückstands auf das rettende Ufer nichts mehr zu verlieren und konnte vor Wochenfrist den ersten Saisonsieg gegen Schlusslicht Waiblingen/Korb II feiern. Selbstvertrauen und Lust auf eine Überraschung sind also vorhanden, doch die Tigers sollen sich nach von Frankenbergs Wunsch an der ESV-Deckung die Zähne ausbeißen. Die muss dafür so agieren wie in der zweiten Hälfte gegen Kandel – auch wenn die Torhüterin Chiara Zellner (Urlaub) nicht mit von der Partie ist.

Umso mehr sind Absprachen und Einsatz gefragt – und beides fordert der Coach von seinen Schützlingen. Kann das Vorhaben umgesetzt werden, sollte der Wiederholung des Hinspielerfolgs nichts im Wege stehen.