Vorbericht Damen 1 vs. HSG Freiburg

ESV will nachlegen:

Nach dem Auswärtserfolg beim TV Holzheim soll gegen die HSG Freiburg nun der erste Heimsieg her

Die Erleichterung nach dem ersten Saisonsieg – ein 29:26-Auswärtserfolg beim TV Holzheim – am vergangenen Samstag war riesig, denn im Falle einer Niederlage beim Schlusslicht wäre der Zug in Richtung Klassenerhalt für die „Eisenbahnerinnen“ nur noch sehr schwer zu erreichen gewesen. „Das war ein kleiner Schritt für den Klassenerhalt, aber ein großer für die Mannschaftsbildung“, atmete auch Trainer Udo Hermannstädter nach dem Schlusspfiff erst einmal tief durch.

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Für den Coach, der nach der Ära von Erfolgstrainerin Judith eine komplett neue Mannschaft formen musste, war es auch der erste Drittligasieg als Verantwortlicher an der Seitenauslinie. Doch so groß die Freude im gesamten ESV-Lager nach dem Zweier auch war, man muss den Sieg auch in Relation sehen: Gegen Holzheim werden nicht viele Mannschaften Punkte lassen und eine Schwalbe macht noch keinen Sommer.

„Wir müssen nachlegen“, sagt Hermannstädter klipp und klar, „auch wenn Freiburg ein deutlich größeres Kaliber ist“. Mit dem Tabellenachten haben sich die Oberpfälzerinnen in den vergangenen Jahren viele denkwürdige Duelle geliefert. Auswärts blieben die Punkte dabei meist im Breisgau, während in der Sporthalle an der Dechbettener Brücke häufig der ESV die Oberhand behielt. Und das soll auch dieses Mal so bleiben, auch wenn die HSG im bisherigen Saisonverlauf die wesentlich stabileren Ergebnisse vorweisen.

Nur bei der deutlichen 19:33-Auswärtsniederlage beim Aufstiegsfavoriten Ketsch war Freiburg chancenlos, die knappen Heimniederlagen zum Auftakt gegen Pforzheim und zuletzt das 23:26 gegen den Tabellenzweiten Gröbenzell waren unglücklich. Ein Faktor könnte die lange Anreise sein und deswegen hofft Hermannstädter nicht nur darauf, die siegereiche Formation vom Samstag aufbieten zu können, sondern auch, dass sein Team die frischeren Beine hat.

Um punkten zu können, ist eine Top-Leistung in Abwehr und Angriff nötig. Es gibt weiterhin auch noch Luft nach oben, denn auch wenn das Team in seiner Entwicklung zum Kollektiv einen großen Schritt gemacht, agieren einige Spielerinnen noch deutlich hinter ihren Möglichkeiten. Gerade auf den Halbpositionen benötigt das Team dringend mehr Durchschlagskraft. „Das Potenzial ist da, die Spielerinnen müssen es aber auch abrufen“, sagt Hermannstädter. Einen besseren Zeitpunkt für eine Leistungsexplosion als die richtungsweisende Partie gegen Freiburg gibt es auf jeden Fall nicht.

3. Liga Süd, Frauen:

Sa., 19.30 Uhr: ESV 1927 Regensburg (11., 2:8) – HSG Freiburg (8., 4:6).

So schnell kann es gehen: Lassen die ESV-Frauen dem Auswärtserfolg beim TV Holzheim einen Heimsieg gegen Freiburg folgen, ist der Kontakt zu den Mittelfeldplätzen wieder hergestellt. Die Gäste wollen dies mit aller Macht verhindern. Das Team von Trainer Ralf Wiggenhauser möchte sich von der Abstiegszone fernhalten und das geht nur mit etwas Zählbarem in Regensburg. Die ausgeglichen besetzte HSG, bei denen sich Daniela Ganter, die dominierende Spielerin der vergangenen Jahre, mittlerweile in Sachen Torausbeute etwas zurückhalten kann, ist schwierig auszurechnen und stellt für den ESV die Reifeprüfung dar.

Robert Torunsky
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