Vorbericht Damen 1 vs. Gröbenzell

Handballwunder am letzten Spieltag?

Derby gegen Gröbenzell wird zum denkwürdigen Finale

Wunder gibt es bekanntlich immer wieder, auch wenn sie im Handball relativ selten sind. In Regensburg könnte es am kommenden Sonntag (!) um 15 Uhr in der altehrwürdigen ESV-Sporthalle wieder einmal eins zu erleben geben, denn der ESV 1927 wehrt sich seit Wochen erfolgreich gegen den Absturz in die Bayernliga. Auswärtssieg beim verlustpunktfreien Tabellenführer und Zweitligaaufsteiger Ketsch?

[huge_it_slider id=“2″]

Check! Heimzweier gegen die starke Bundesliga-Reserve aus Bietigheim? Hat geklappt! Weiterer Auswärtssieg gegen den in der Rückrunde in eigener Halle noch unbesiegten TV Möglingen? Erledigt, und mit 33:22 auch noch sehr eindrucksvoll. Diese drei Siege in Serie sind beeindruckend und die Belohnung war, dass die „Eisenbahnerinnen“ am vorletzten Spieltag mit dem VfL Waiblingen nach Punkten gleichgezogen sind und die HSG Sulzbach/Leidersbach überholt haben.

Für ein Happy End am 22. Spieltag der 3. Liga Süd gibt es mehrere Szenarien: Sollte der unwahrscheinliche Fall eintreten, dass Waiblingen in eigener Halle das Derby gegen Möglingen nicht gewinnt, würde ein Sieg gegen Gröbenzell sogar zum direkten Klassenerhalt reichen. Sollten weder der ESV noch Waiblingen einen Zähler ergattern, würde der direkte Vergleich den Ausschlag zugunsten der Schwäbinnen geben.

Das würde auch bei Punktgleichheit mit Sulzbach/Leidersbach gelten, die momentan einen Zähler weniger als Waiblingen und Regensburg aufweisen und zum Saisonfinale in eigener Halle die starken Bietigheimerinnen empfangen. Die leisteten bereits am Wochenende mit dem Heimsieg gegen Waiblingen der Mannschaft von Trainerin Judith Pimpl bereits mächtig Schützenhilfe und hätten im Fall eines Erfolgs maßgeblichen Anteil am Regensburger Handballwunder.

Doch darauf können sich die Oberpfälzerinnen nicht verlassen und so müssen sie alles daran setzen, gegen Gröbenzell zu gewinnen. Eine echte Herkulesaufgabe, denn noch im Hinspiel Mitte Dezember war der ESV beim 18:34 chancenlos. Doch seitdem hat sich viel getan und nach den erfolgreichen letzten Wochen ist Sara Walzik, Ines Flesch und Co. fast alles zuzutrauen. Das Team hofft deswegen auf eine volle Halle im Derby und eine dementsprechende Stimmung, mit der der Favorit aus dem Münchner Norden in die Knie gezwungen werden soll.

Showdown_klein

Es wäre schon tragisch, wenn ausgerechnet die ehemaligen ESVlerinnen Aline Fischer und Vera Balk im Verbund mit ihren Mitspielerinnen den Klassenerhaltshoffnungen des ESV den Todesstoß versetzen würden. Doch daran denkt im Regensburger Lager niemand: „Wir wollen nicht rechnen, wir haben nun den Showdown vor uns“, kommentiert Pimpl die Ausgangslage. „Die Punkte einfahren und dann sehen wir, wie es weitergeht.“

In jedem Fall ist alles angerichtet für ein denkwürdiges Finale an der Dechbettener Brücke – auch wenn es für die Regensburgerinnen durchaus noch in die Verlängerung – sprich Relegation – gehen könnte.

Als Zehntplatzierter würde die Relegation gegen die gleichplatzierten Vertreter der Staffeln West und Ost am Samstag, 7. Mai in Regensburg stattfinden. Als Elfplatzierter stünden am Donnerstag, 5. Mai ein Heimspiel gegen den Elfplatzierten der West-Staffel (Rückspiel auswärts am Sonntag, 8. Mai) an, doch diese Begegnungen, in denen vorsorglich Nachrücker ermittelt werden, wollen sich die „Eisenbahnerinnen“ in jedem Fall ersparen.