Vorbericht Damen 1 vs. Allensbach

Nach sieben Wochen – eine in der Wintersportart Handball unglaublich lange Zeit – bestreiten die Drittliga-Handballerinnen des ESV 1927 Regensburg endlich wieder ein Heimspiel: Die „Eisenbahnerinnen“ empfangen den Zweitligaabsteiger und Aufstiegskandidaten aus Allensbach.

An das Team vom Bodensee hat die Mannschaft von Trainer Udo Hermannstädter keine guten Erinnerungen, denn im ersten Saisonspiel geriet der ESV mit 20:45 böse unter die Räder. Dementsprechend geht die Favoritenstellung eindeutig an die Gäste, auch wenn sich die Regensburgerinnen diesmal deutlich teurer als im Hinspiel verkaufen wollen. Die Hoffnung darauf nährt die Tatsache, dass der ESV sehr gut ins neue Handballjahr gestartet ist: Vor Wochenfrist konnten die Oberpfälzerinnen einen überraschenden 29:26-Auswärtserfolg beim Tabellensechsten Freiburg verbuchen.

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Durch diesen Erfolg sind die Regensburgerinnen auf den zehnten Rang geklettert und haben zudem gleich viel respektive wenig Pluspunkte wie der VfL Waiblingen, der den ersten Nichtabstiegsplatz bekleidet. Das Heimspiel gegen Allensbach ist auch die Premiere der „verlorenen Tochter“ Franziska Peter.  Das ESV-Eigengewächs ist im Dezember vom deutschen Rekordmeister HC Leipzig aus der Bundesliga zurückgekehrt und möchte mit ihrem Stammverein den Klassenerhalt schaffen. Die 17-jährige Jugendnationalspielerin hat ihre zweimonatige Wechselsperre nun endlich abgesessen und brennt drauf, das geharzte Leder in Richtung Tor zu befördern.

Mit der auf beiden Linkshänderpositionen, aber auch als Spielmacherin einsetzbaren Peter hat Trainer Udo Hermannstädter eine ganz wichtige Option in Abwehr und Angriff mehr zur Verfügung. „Franzi verstärkt uns enorm, aber wir dürfen nicht alles auf sie abladen“, so der ESV-Coach. „Wenn die Mannschaft aber so kämpft wie in Freiburg, wo beispielsweise Spielerinnen wie Lavinia Albescu und Linda Baumgardten auch von ungewohnten Positionen Tore geworfen haben, dann haben wir eine Chance auf den Klassenerhalt.“

Die Freiburg-Leistung gilt es nun zu stabilisieren und am besten in jeder der verbliebenen Partien abzurufen. Gegen Allensbach, die mit drei Minuspunkten Verfolger Nummer eins des verlustpunktfreien Spitzenreiters Ketsch sind, können die Gastgeberinnen ohne Druck aufspielen und sich Sicherheit für die kommenden, lösbareren Aufgaben holen:

Das Auswärtsspiel in Freiburg hat aber gezeigt, dass gerade im Handball vieles möglich ist, auch wenn die Trauben gegen Allensbach trotz des Heimvorteils in der altehrwürdigen Sporthalle an der Dechbettener Brücke noch einmal deutlich höher hängen als im Breisgau.