Vorbericht Damen 1 vs. Allensbach

Versöhnliches Ende der Englische Woche?

Das Heimspiel des ESV 1927 gegen den SV Allensbach bildet den Abschluss einer knackigen Englischen Woche mit drei Ligaspielen. Hinter den Drittliga-Handballerinnen liegen wahrlich bewegte Tage: Vor Wochenfrist konnten die Regensburgerinnen in einem emotionsgeladenden Derby die TS Herzogenaurach mit 31:25 in die Schranken verweisen und die Tabellenführung verteidigen.

Da die Mittelfranken Einspruch gegen die Spielwertung eingelegt hat – die Schiedsrichter hatten nach der Disqualifikation von Stefan von Frankenberg aufgrund der Zeitstrafenflut einen Mengenrabatt gegeben und „vergessen“, eine weitere Hinausstellung gegen eine ESV-Spielerin zu verhängen – ist ein Wiederholungsspiel noch nicht vom Tisch.

Aufgrund der Chancenlosigkeit zum Zeitpunkt des Geschehens in keiner Weise mit dem Fair-Play-Gedanken vereinbar, doch das müssen die Herzogenauracher mit sich ausmachen und zudem andere Instanzen entscheiden. Am Dienstagmorgen reisten die Oberpfälzerinnen um 7 Uhr morgens zum Spitzenspiel nach Freiburg und fanden nach der langen Busfahrt überhaupt nicht in die Partie.

„Normal nehmen wir uns für ein Auswärtsspiel so viel Zeit, dass wir ein, zwei Stopps machen können“, bedauerte von Frankenberg: „So aber stecken fast sechs Stunden Busfahrt in den Beinen. Du steigst vom Bus aus, kannst dir kaum die Beine vertreten und musst in die Halle“.

Die Folge war, dass nach ausgeglichener Anfangsphase die zu Hause noch verlustfreien Breisgauerinnen immer weiter davon zogen. „Wir waren nicht frisch vom Kopf her und einfach zu langsam auf den Beinen“, analysierte von Frankenberg die Positionsabwehr. „Freiburgs Spielerinnen sind einfach durchmarschiert.“

Freiburg enteilte auf 27:17 und nur der erfolgreichen Ergebniskosmetik in der Schlussphase war es zu verdanken, dass der Endstand von 29:24 aus ESV-Sicht noch halbwegs manierlich ausfiel. „Wir hatten alle einen schwarzen Tag, vielleicht hätte ich hinten früher umstellen müssen“, schloss sich auch der Übungsleiter in die nach fünf Serien erstmals wieder angebrachte Kritik selbst mit ein.

Durch die Niederlage rutschte der ESV auf den immer noch sehr starken Rang drei im Zwölferfeld ab und möchte nun im Heimspiel den SV Allensbach Vieles besser machen. Die Reisestrapazen liegen diesmal bei dem Team vom Bodensee und damit vielleicht auch der schwarze Peter.

Nach schwachem Saisonstart ist der Ex-Zweitligist mittlerweile in der Liga angekommen und konnte mit zwei Siegen – daheim gegen Kandel und in Möglingen – sowie einem Remis gegen die SG OBK zuletzt 5:1 Punkte sammeln. Kurios dabei: Sowohl gegen Möglingen als auch gegen OBK bescherte ein nach Ablauf der Spielzeit verwandelter direkter Freiwurf durch Steffi Hotz die Glücksgefühle.

Die Regensburgerinnen müssen also so lange konzentriert, bis nach Abpfiff der Ball wieder in den Händen der Schiedsrichter ist. Gelingt dies und auch die Rückkehr zur Form der Partien vor dem Freiburg-Spiel, stehen die Chancen auf einen Heimsieg nicht schlecht. Mit einem weiteren Zweier wäre ein großer Schritt Richtung Klassenerhalt gemacht und genau der muss bis auf Weiteres das Ziel der Regensburgerinnen bleiben. Anwurf ist um 19.30 Uhr in der altehrwürdigen Sporthalle an der Dechbettener Brücke.