Vorbereitung unserer B-Juniorinnen

Der Ball schwitzt nicht!

Eine bereits eingespielte Mannschaft traf sich zur Zielbesprechung der neuen Saison 2017/18 Anfang Februar. Während der letzten Saison konnte das Trainer-Duo Thomas Kollmer und Leonard Achenbach die Trainingsstrukturen ändern, sodass neben den zwei Trainingseinheiten in der eigenen Jugend  in einer zusätzlichen gemeinsamen Trainingseinheit der weiblichen C- und B-Jugend bereits ein gemeinsames Spielkonzept erarbeitet werden konnte.
Mit Annalena, Lea, Lucie, Evi, Sophia und Paula konnten wir letztes Jahr bereits viele C-Jugendliche in der B-Jugend Spielerfahrung sammeln lassen. “Für diesen Mut werden wir diese Saison belohnt”, so Kollmer.
Wie bereits nach der Umstrukturierung in der letzten Saison wurde anfangs dreimal in der Woche 120 Minuten trainiert. “Die Spielerinnen aus der Region fahren teilweise 45 Minuten zum Training und zurück. Für diesen Aufwand muss es sich lohnen, ins Training zu kommen”, so Achenbach. Einmal in der Woche wird die Zeit genutzt, ein Zirkeltraining mit koordinativen und Kraftanteilen zur Verletzungsprophylaxe zu integrieren. “Das Verletzungsrisiko steigt ab dem Alter von 15 Jahren signifikant an, insbesondere bei Mädchen. Diesem Trend wollen wir aktiv entgegensteuern.”
Weiters absolvieren die Jugendlichen einmal pro Woche ein Krafttraining, das sich auf Übungen mit Lang- und Kurzhanteln fokussiert. Um die erforderliche Basis für die im Handball geforderte Athletik zu schaffen, ist es wichtig, mit Zusatzlasten zu arbeiten, damit die passiven und aktiven Strukturen sich an die ballistischen Reize gewöhnen können. Ziel ist es, die körperliche Leistungsfähigkeit nachhaltig zu verbessern und langfristig zu entwickeln.
“Wir haben am Anfang viel Wert auf Verständnis und Technik gelegt. Mittlerweile korrigieren sich die Spielerinnen gegenseitig und fragen nur noch nach unserer Hilfe, wenn sie nicht mehr weiterkommen. Erfahrenere Spielerinnen helfen hier bereits den Jüngeren unterstützend mit. Jede Spielerin bekommt abhängig von Alter, Reife und technischen Können Aufgaben gestellt. “Mit dem Kraftraum in der ESV-Halle haben wir hierfür die ideale Infrastruktur”, so Kollmer.
Neben den handballerischen Fertigkeiten werden regelmässig handballferne Elemente wie Turnen und Akrobatik geübt. Vereinzelte Einheiten auf dem Speedcourt in der Continental-Arena sollen die Schnelligkeit verbessern. “Ein Blick über den Tellerrand zeigt den Spielerinnen, dass sportliche Betätigung vielseitig sein kann”, so Kollmer.
“Unser Ziel ist es, eine nachhaltige Ausbildung für leistungsorientierte Spielerinnen zu schaffen. Ergebnisse spielen nach der Qualifikation für die Bayernliga nur noch eine untergeordnete Rolle”, so das Trainer-Duo. Vielmehr sei der Zusammenhalt der Mannschaft und die individuelle Weiterentwicklung jeder Spielerinnen das wichtigste Ziel für die kommende Saison. Laura Kuske konnte dadurch geholfen werden, den Sprung in das Leistungssportinternat des deutschen Meisters Thüringer HC zu wagen.
“Wir wünschen ihr an dieser Stelle nochmals alles Gute”, beide unisono. Mit Jasmin Lehner konnte dafür ein grosses Talent aus dem Umkreis gewonnen werden. Ein gemeinsam erarbeitetes Spielkonzept soll die Durchlässigkeit der Spielerinnen in andere Mannschaften innerhalb des weiblichen Bereichs erleichtern. “Ein grosser, erster Schritt für den ESV”, sagt Robert Torunsky, Jugend-Koordinator beim ESV.
“Die Vorbereitung verläuft jedoch sehr zäh”, so das Trainer-Duo. Durch Renovierungsarbeiten in der Halle musste auf einige Trainingseinheiten verzichtet werden. Durch Umstrukturierungen im Jugend-Spielbetrieb wurde die Anzahl der Trainingseinheit von drei auf zwei reduziert, sodass die gemeinsame Trainingseinheit der C- und B nicht mehr stattfindet. “Sehr schade”, so Kollmer, “zumal dem ESV genügend Hallenzeiten zur Verfügung stehen, die eine dritte Einheit möglich gemacht hätten.”
Durch eine Absprache mit dem neuen Trainergespann der weiblichen C-Jugend Silke Lichtlein und Anna Fuhrmann konnte jedoch die Integration der C-Jugendlichen erhalten werden: Theresa, Sophia, Paula, Carmen, Luzie und Alina können so einmal die Woche B-Jugend-Luft schnuppern. “Theresa, Paula und Sophia haben sich somit bereits fest in den Kader gespielt, die Anderen möchten wir als “junge Wilde” in Spiele integrieren”, so das Trainer-Duo. “Ein grosses Glück”, so bezeichnet Achenbach die Kooperation mit den neuen C-Jugendtrainerinnen. Spielerinnen des Jahrgangs 2001, die bereits ein Jahr Athletiktraining absolviert haben, sollen in den älteren Jahrgängen zu Spiel- und Trainingseinsätzen kommen. “Insbesondere Isabel, Lara und Maike sollen bei den Damen Trainings- und Spielerfahrung sammeln”. Der erfahrene Trainer Bessem Fennia, der seit dieser Saison die weibliche A-Jugend übernommen hat, freut sich bei Spielen in der Landesliga auf die Talente der B-Jugend. “Auch hier funktioniert die Absprache sehr gut”, so Achenbach.
“Der Ball schwitzt nicht” heisst somit das Motto diese Saison. Schnelligkeit und Schnelligkeitsausdauer wird im modernen Handball immer wichtiger, hierauf legen wir dieses Jahr den Fokus. Die Spielerinnen müssen dazu noch den Sprung in den B-Jugendhandball schaffen. Der ESV freut sich auf die kommende Saison mit dem eingespielten B-Jugendteam und den “jungen Wilden”.
Am Sonntag, 17. September startet die Saison mit dem ersten Spiel gegen den 1. FC Nürnberg. “Für uns kommt dieses Spiel zu früh. Über die Ferien können wir kaum gemeinsam trainieren und uns fehlt Spielpraxis. “Fehlende Fitness müssen wir über Kampfgeist wett machen, sonst haben wir keine Chance. Diese Motivation muss von der Mannschaft selbst kommen”, so Achenbach.
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