Unerwartete Heimpleite unserer Damen II

Unerwartete 22:26 (11:16) Heimpleite gegen den TV Helmbrechts

Nach der unerwartet hohen 28:15 (13:6) Auswärtsniederlage bei der Bayernliga Reserve des HSV Bergtheim vor Wochenfrist, hatten sich die Eisenbahnerinnen einiges für das zweite Heimspiel der Saison vorgenommen. Trotz der Absagen von Emma Schürzinger (Aussenbandanriß im Sprunggelenk) und der erkrankten Spielmacherin Kerstin Wyrwoll konnte das Trainergespann Croitoru / Sommerer zumindest auf dem Papier eine schlagkräftige Truppe aufbieten.

Angeschlagen ging Julia Sommerer ins Spiel, sie laboriert seit mehreren Wochen an einer Schulterverletzung. Somit wurde das maximal zulässige Kontingent von zwölf Feldspielerinnen und zwei Torhüterinnen voll ausgeschöpft. Wieder mit dabei waren Katja Goldbach und Jasmin Ellwanger, was für zusätzlichen Druck aus dem Rückraum sorgen sollte.

Diesen beiden war es schließlich auch vorbehalten die Regensburgerinnen über weite Strecken der Partie im Spiel zu halten. Vieles andere blieb an diesem für die Eisenbahnerinnen mehr als gebrauchten Tag nur Stückwerk. Gut und gerne zehn technische Fehler, zumeist im Spielaufbau und jede Menge Fahrkarten beim Torwurf sorgten dafür, dass sich der TVH bis zur Halbzeit bereits um fünf Tore hatte absetzen können.

Wer jetzt geglaubt hatte die Regensburgerinnen würden im zweiten Abschnitt zur Attacke blasen, sah sich getäuscht. Unstimmigkeiten im Deckungsverbund, luden die Gäste praktisch zum Tore werfen ein. Alleine Kathrin Reif gelangen 15 Treffer, sechs davon durch 7m-Strafwürfe. Trotz der vielen Unzulänglichkeiten wäre es durchaus im Bereich des Möglichen gelegen dem Spiel eine positive Wendung zu geben, hätte man sich in der 2. Halbzeit nicht wieder annährend die gleiche Anzahl technischer Fehler geleistet.

Immer wenn die Eisenbahnerinnen am Vorsprung der Gäste knabberten und auf Schlagdistanz herankamen, unterlief ihnen wieder ein technischer Fehler der postwendend durch die Gäste mit einem einfach erzielten Tor bestraft wurde. So betrug der Vorsprung der Gäste während der gesamten zweiten Halbzeit immer zwischen drei und fünf Toren. Aber nicht nur die eigenen Fehler zermürbten die ESV’lerinnen, sondern auch die zum Teil doch recht kuriosen Entscheidungen der beiden Unparteiischen.

So wurde praktisch jede Abwehraktion gegen die Kreisspielerin oder ein nicht untergebrachter Torwurf über die Außenposition mit einem 7m-Strafwurf geahndet, was den Gastgeberinnen in ähnlicher Situation aber verwehrt blieb. Ein Strafwurfverhältnis von 8:2 für den TVH spricht hier eine eindeutige Sprache. So endete eine für den ESV 1927 Regensburg enttäuschende Partie mit einer alles in allem verdienten 22:26 Niederlage gegen den TV Helmbrechts.

Fazit:

Ganz ehrlich gesagt haben wir das Spiel heute nicht deshalb verloren, weil der TV Helmbrechts so viel besser gespielt hat als wir, sondern weil wir uns momentan selbst im Weg stehen. Gut und gerne zwanzig technische Fehler zumeist schon im Spielaufbau und viele unpräzise Würfe auf das gegnerische Tor, die es jedem Torwart leicht machen diese zu parieren, sind die Hauptgründe dafür, dass wir bis dato in jedem Spiel einem Vorsprung des Gegners hinterherlaufen.

Aber auch die unzulängliche Abstimmung und die fehlende Aggressivität im Deckungsverbund sowie die zum Teil unglücklich agierenden Torhüter, tragen nicht gerade dazu bei, dass wir zu unserem Spiel finden. Des Weiteren ist der Prozess sechs neue Spielerinnen, drei aus der weiblichen A-Jugend und drei aus der 3. Damenmannschaft in die Mannschaft zu integrieren, noch bei weitem nicht abgeschlossen. Hier fehlt es der ein oder anderen noch im Bereich Spritzigkeit, Durchschlagskraft und Aggressivität, bei der jüngeren Generation vor allem aber im Bereich Spielübersicht, soll heißen, wann suche ich den Abschluss selbst, wann spiele ich den Ball an eine besser postierte Mitspielerin weiter.

Zugleich werden die im Training erarbeiteten Auslösehandlungen und Spielabläufe nicht konsequent über die komplette Spieldauer durchgespielt. Viel zu oft verfallen wir noch in einen eher statisch anmutenden Positionsangriff, der die gegnerische Abwehr nicht wirklich vor unlösbare Probleme stellt. Klar wäre es uns als Trainer auch lieber die neu in die Mannschaft gekommenen Spielerinnen Stück für Stück auf das schnellere und härtere Spiel in der Landesliga vorzubereiten, aber so wie wir personell aufgestellt sind, müssen sie von Anfang an ihre Frau stehen und Leistung abliefern.

Auf einen Nenner gebracht sind wir momentan Meilen weit von der Form der vergangenen Saison entfernt, als der Bunker eine annährend uneinnehmbare Festung für alle Gastmannschaften war. Es gibt also noch viel zu tun, wollen wir die Klasse letztendlich halten, was bei der jetzigen Form nur schwerlich möglich sein wird.

 Aufstellung mit Toren:

Alina Hecht und Andrea Poschenrieder (beide Tor), Nina Peter (2), Anja Bräu, Julia Sommerer (2/1), Katja Goldbach (5), Sara Ohsam (1), Patricia Tillack (1), Natalie Scheffter, Sophia Vehlow, Pia Klenk, Barbara Hagl (1), Stefanie Wörl und Jasmin (Mogli) Ellwanger (10)

 

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