TuS Metzingen II war eine Nummer zu groß

Frauen-Drittligist ESV 1927 Regensburg verliert zum Vorrundenausklang bei mit Bundesligaspielerinnen verstärkten Reserve mit 25:34.

Von Gerd Winkler, MZ

REGENSBURG. Am letzten Vorrundenspieltag der Dritten Liga Süd ist es für die Handballfrauen des ESV 1927 Regensburg so gekommen, wie man im Vorfeld befürchten musste: Der gastgebende TuS Metzingen II lief mit einem etablierten Quintett aus dem spielfreien Erstliga-Kader auf. Folgerichtig standen die ersatzgeschwächten Eisenbahnerinnen auf verlorenem Posten: Der schnelle 3:10-Rückstand (9.) mündete in eine respektable 25:34 (12:19)-Niederlage.

„Im Vergleich zum Video hat fast keine gespielt, von der Torhüterin angefangen“, kommentierte Trainer Stefan von Frankenberg die Vorbereitung auf die gegnerischen Personalien: „Das waren wirklich zwei Klassen Unterschied“. In Metzingens Gehäuse war die Nummer zwei des Bundesliga-Teams von außen kaum zu bezwingen.

Auf dem rechten ESV-Flügel kam Mirela Negrutiu-Chirila nicht zu einem Treffer. In der Anfangsviertelstunde wurde der Rumänin bei vier Würfen der Zahn gezogen. Metzingens erstligaerprobtes Rückraum-Trio Stina Karlsson (4 Feldtore), Delaila Amega (7) und Maren Weigel (2) war ebenso wenig zu bändigen wie Kreisläuferin Annika Ingenpass (8).

Spielpraxis an oberster Stelle

TuS-Trainerin Edina Rott stellte klar, „dass es bei uns darum geht, dass die fünf Spielerinnen in der Zweiten Spielpraxis brauchen“. Es sei klar, „dass es schwierig ist, gegen uns zu spielen“, wenn die Personalien einmal so ausgereizt werden. Rott räumte freimütig ein: „Ohne die fünf hätten wir das Spiel nicht gewonnen.“ Für weitere Qualität Metzingens sorgte Rechtsaußen Alexandra Kubasta (3), die jahrelang zum Stamm der TuS-Ersten gehörte, aber beruflich bedingt kürzertreten muss.

Sichtlich beeindruckt von der individuellen Klasse sowie von der mannschaftlichen Power lag der ESV nach nicht einmal zehn Minuten 3:10 zurück. Per Auszeit (11.) beruhigte von Frankenberg seine Truppe und sprach Mut zu: „Habt keine Angst, traut Euch was!“ Mit dem 12:19 zur Halbzeit war er einverstanden, „wenn man die erste Viertelstunde wegrechnet“. Schadensbegrenzung war auch das Motto in der Pausenansprache des Trainers: „Wir tun so, als ob wir bei 0:0 anfangen“. Mit 13:15 ging die Devise auf.

Handball 3. Liga Süd, Frauen: TuS Metzingen II – ESV 1927 Regensburg 34:25 (19:12).

Spielfilm: 5:1, 7:3, 12:4, 14:6, 17:7, 18:9, 19:12 – 21:13, 23:15, 25:17, 28:18, 30:20, 31:24, 34:25.

Strafwürfe: 3/3 – 7/7.

Strafminuten: 2 – 2.

Tore ESV: Weber 9/6, F. Peter 7/1, Albescu, Bertuccini, Brockschmidt je 2, Drachsler, Baumgardten, Vlachova je 1

Bild: Tobias Bauer

Quelle: Mittelbayerische Zeitung