Spielbericht Damen II vs. Kurstadt

Damen II verliert mit 26:17 (14:9) gegen die SG Kunstadt/Weidhausen

Nach der langen Anreise fanden die Gäste aus Regensburg zunächst überhaupt nicht in die Partie. Gerade einmal zehn Minuten waren gespielt, da lag man bereits mit 4:0 im Hintertreffen. Das vom Trainergespann Croitoru/Sommerer genommene Team-Timeout zeigte jedoch keine Wirkung.

Im Angriff hatten die Gäste enorme Probleme mit dem Spielgerät, sodass die Wurfversuche teilweise gleich meterweit das Ziel verfehlten, oder wenn sie auf das Tor der SG kamen zur sicheren Beute von Torhüterin Kerstin Pitterich wurden.

Aber auch in der Abwehr hatte man enorme Probleme die Angriffbemühungen der Gastgeberinnen zu unterbinden. Anstatt an der eigenen Kreislinie konsequent zu verschieben und die Räume eng zu machen, ließen sich die Gäste aus Regensburg immer wieder dazu verleiten aus dem Deckungsverbund herauszutreten, um die Rückraumspielerinnen am Wurf zu hindern.

Doch diese nutzten die sich bietenden Lücken um ihre Kreisläuferin in Position zu bringen. Ein ums andere Mal ein probates Mittel um die ESV-Abwehr auszuhebeln. So wuchs der Vorsprung der SG Kunstadt/Weidhausen bis zur 15. Spielminute auf sage und schreibe 9:1 an.

Eigentlich schien das Spiel zu diesem Zeitpunkt bereits gelaufen. Doch schön langsam kamen die Gäste von der Donau besser ins Spiel. Bis zur Pause konnte der Vorsprung der Gastgeberinnen bis auf fünf Tore reduziert werden (Halbzeitstand: 9:14 Tore aus Regensburger Sicht).

In der Halbzeitpause wurde seitens der Trainer noch einmal eindringlich darauf hingewiesen, dass man in der Abwehr weiterhin defensiv und kompakt agieren sollte, da die Gastgeberinnen bis dato ihre Tore nur im Eins gegen Eins oder über den Kreis erzielen konnten. Tore aus dem Rückraum dagegen waren Mangelware.

In den ersten Minuten der 2. Halbzeit schien das Konzept aufzugehen. Bereits in der 35. Minute war der Vorsprung der SG auf lediglich zwei Tore zusammengeschmolzen, somit war der ESV wieder auf Schlagdistanz. Doch leider war diese Hochphase der ESV’lerinnen nur von kurzer Dauer.

Teilweise dem Substanzverlust geschuldet, teilweise aber auch der Unkonzentriertheit in Abwehr und Angriff konnten sich die Gastgeberinnen wieder Tor um Tor absetzen. Mit weiteren fünf Toren in Folge waren beim Stand von 22:14 alle Messen zu Gunsten der SG Kunstadt/Weidhauen gelesen. Letztendlich mussten sich die Eisenbahnerinnen deutlich mit 26:17 geschlagen geben.

Fazit:

Dass wir heute mit dem was die SG Kunstadt/Weidhausen Ball nennt, nicht zurecht gekommen sind, hat wohl jeder in der Halle gesehen. Dies rechtfertigt aber unsere unterirdische Leistung zu Beginn des Spiels nicht im Geringsten. Insgesamt nur 20 Minuten guten Handball zu spielen reicht eben nicht aus um in der Landesliga etwas Zählbares mit nach Hause zu nehmen.

Dabei haben wir die SG über die gesamte Spieldauer gesehen immer wieder ins Zeitspiel getrieben, waren dann aber zu nachlässig um den letzten entscheidenden Pass, das Zuspiel an den Kreis oder auf die Außenspielerinnen zu verhindern.

Gleiches gilt für die von unseren Torhütern zurückprallenden Bälle. Auch hier hatten wir zu 90% das Nachsehen. Diese Tore sind für die Moral einer Mannschaft natürlich Gift und haben heute mitunter den Ausschlag gegeben.

Jetzt gilt es sich auf das Derby am kommenden Samstag gegen den Sportclub zu konzentrieren und fokussieren. Da müssen wir alles in die Waagschale werfen was wir haben, um die für uns enorm wichtigen Punkte mit nach Hause zu nehmen.

Aufstellung mit Toren:

Alina Hecht und Andrea Poschenrieder (beide Tor), Nina Peter (2), Kerstin Wyrwoll (1), Julia Sommerer (7/6), Conny Tillack, Lea Kunz (3), Barbara Hagl (1), Stefanie Wörl und Jasmin (Mogli) Ellwanger (3)

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