Spielbericht Damen II vom 21.11.2015:

HSG Dietmannsried/Altusried vs. ESV 1927 Regensburg II 22:19 (12:12)

Mangelnde Chancenauswertung verhindert möglichen Auswärtserfolg

Nach fast 2 ½  Stunden Anfahrt kamen die Regensburgerinnen gut eine Stunde vor Spielbeginn in Dietmannsried an. Genug Zeit um sich in Ruhe auf das Spiel gegen die Allgäuerinnen vorzubereiten. Nach der letzten doch recht fahrigen 1. Halbzeit im Heimspiel gegen die SG DJK Rimpar die von vielen technischen Fehlern geprägt war, war die Taktik für dieses Spiel schnell klar.

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Konsequent und hart in Abwehr zu stehen, ruhig im Spielaufbau mit langen druckvollen Angriffssequenzen, mit der Bereitschaft jeder einzelnen Spielerin viel Laufarbeit zu verrichten und geduldig auf die sich bietenden Chancen zu warten, so lautete die Vorgabe des Trainergespanns Andreea Croitoru und Paul Sommerer.  Nur zu gut konnten sich die Verantwortlichen an das Hinspiel der vergangenen Saison erinnern, als man von der ersten und zweiten Welle der HSG förmlich überrollt wurde.

Nach anfänglich ausgeglichenem Spiel kamen die Gastgeberinnen merklich besser in die Partie und konnten binnen weniger Minuten ihren Vorsprung von 5:4 auf 10:5 ausbauen. Dies lag aber nur zum Teil an der verbesserten Abwehrarbeit und Spielanlage, als vielmehr am überhasteten Spielaufbau und den unkonzentrierten Torwürfen der Gäste aus der Oberpfalz. Trainer Paul Sommerer sah sich deshalb in der 20. Spielminute genötigt sein Team Timeout in Anspruch zu nehmen, um seine Mannschaft wieder auf Spur zu bringen.

Etwas offensiver sollte die Deckung agieren um die teils langen Passwege der Gastgeberinnen von Halb zu Halb besser zu unterbinden. Gleichzeitig nahm man auch noch den Wechsel bei den Torhüterinnen vor. Andrea Poschenrieder kam für die bis dato etwas unglücklich agierende Alina Hecht zum Einsatz. Und dieses Timeout verfehlte seine Wirkung nicht. Immer wieder gelang es den Gästen den Spielaufbau der HSG empfindlich zu stören. So verlor zum einen der bis dato doch recht durchschlagskräftige Rückraum mehr und mehr an Wirksamkeit und zum anderen konnten immer wieder Bälle erobert werden, welche entweder per Tempogegenstoß oder durch gelungene Aktionen im Positionsangriff in Tore umgemünzt wurden.

So schmolz der Vorsprung der HSG Tor um Tor dahin und kurz vor dem Pausenpfiff gelang den Donaustädterinnen der viel umjubelte Ausgleich zum 12:12. In der Halbzeitpause mahnte das Trainergespann ihre Spielerinnen, die sich bietenden Chancen konsequenter zu nutzen. Bestimmt fünf, sechs 100%-ige Tormöglichkeiten blieben bis zu diesem Zeitpunkt vor allem über die beiden Außenbahnen ungenutzt. Selbstbewusst kamen die Gäste aus der Kabine und machten sofort da weiter wo sie vor der Halbzeitpause aufgehört hatten. Immer wieder konnten die Gäste durch Julia Sommerer und Jasmin Ellwanger von den beiden Halbpositionen fast ungestört einnetzen. Die HSG stellte daraufhin ihre Deckung von einer defensiven 6:0 Abwehr auf eine offensive 3:2:1 Deckung um.

Doch diese neue Deckungsvariante beeindruckte den ESV nicht, ganz im Gegenteil. Ein ums andere Mal gelang es den Gästen völlig frei vor dem Tor der HSG aufzutauchen und die Bälle darin zu versenken. Dies hatte zur Folge, dass die Gäste nach ca. 10 Spielminuten der 2. Halbzeit beim Stand von 14:15 ihrerseits erstmals in Führung gehen konnten. Gleich darauf viel sogar das 14:16 für den ESV 1927. Trainer Patrick Haas sah sich abermals  gezwungen seine Deckung umzustellen. Mit einer abwechselnden Manndeckung gegen Mogli (Jasmin) Ellwanger und Julia Sommerer, den beiden gefährlichsten Regensburger Angreiferinnen, versuchte er die Angriffsbemühungen der Gäste zu stören.

Diese Maßnahme zeigte zwar Wirkung, aber nicht in dem erhofften Maße. Immer wieder erarbeiteten sich die Gäste beste Einwurfmöglichkeiten, konnten sie aber in der Folge nicht mehr in ausreichender Anzahl nutzen. So zog Dietmannsried/Altusried zwischen der 40. und 50. Spielminute  mit einem 6:1 Lauf auf 20:17 davon. Das lange hart umkämpfte Spiel war zu Gunsten der Heimmannschaft entschieden. Beiden Teams gelangen jeweils noch zwei weitere Treffer und so endete eine spannende Partie, die eigentlich keinen Sieger verdient gehabt hätte, mit 22:19 für die HSG Dientmannsried/Altusried.

Fazit: 

Ich muss meiner Mannschaft heute ein riesen Kompliment machen. Sie haben von der ersten bis zur letzten Minute gekämpft und gerackert und sich auch durch einen fünf Tore Rückstand Mitte der 1. Halbzeit nicht aus dem Konzept bringen lassen. Leider konnten wir in der entscheidenden Phase des Spiels in der wir bereits zwei Tore in Führung lagen nicht nachlegen. Da haben wir einfach zu viele klare Torgelegenheiten liegen gelassen, sonst wäre hier durchaus eine Überraschung im Bereich des Möglichen gelegen. Aber so ist es nun mal im Handball, da reichen wenige Minuten aus um eine Partie für sich zu entscheiden oder sie wie in unserem Fall aus der Hand zu geben.

Ein Unentschieden wäre heute mehr als gerecht gewesen und hätte den wahren Leistungsstand beider Mannschaften am besten wiedergespiegelt. So bleibt uns nur der Trost, dass wir mit einer Mannschaft, die bis dato nur gegen den HSV Bergtheim zuhause Punkte abgeben musste, über weite Strecken des Spiels auf Augenhöhe gespielt haben. Das macht aber auch Mut für die bevorstehenden Aufgaben.

Nächste Woche kommt mit dem TSV Haunstetten eine Mannschaft aus der unteren Tabellenhälfte zu uns nach Regensburg, die wir, wenn wir die Liga halten wollen, unbedingt schlagen müssen. Wir werden uns wie immer intensiv auf diese Partie vorbereiten, auch wenn uns die ein oder andere Spielerin aufgrund Studium oder Verletzungen während der Woche nicht zur Verfügung stehen werden.

Aufstellung mit Toren:

Andrea Poschenrieder und Alina Hecht (beide Tor), Kerstin Wyrwoll (2), Corinna Kurz, Julia Sommerer (7/3), Patricia Tillack (2), Vasold Lisa-Marie, Barbu Amalia (1), Mariella Bertuccini (2), Stefanie Wörl und Mogli (Jasmin) Ellwanger (5)

ESV 27 Regensbg. II vs. SG DJK Rimpar

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