Spielbericht Damen II vom 18.10.2015:

ESV 1927 Regensburg II bekommt die ersten 15. Spielminuten keinen Fuß an den Boden

und bleibt auch im dritten Auswärtsspiel ohne Punkte

Vor dem Begegnung versuchten Trainer Paul Sommerer zusammen mit seiner Co-Trainerin Andreea Croitoru die Mannschaft in Einzel- und Gruppengesprächen auf die Gefährlichkeit der rechten Angriffsseite der TS Herzogenaurach und die sich daraus ergebende Aufgabenverteilung im eigenen Deckungsverbund einzustimmen. Doch von all dem, was man vor dem Spiel noch besprochen bzw. sich vorgenommen hatte, war nach 15 Spielminuten nur ein Häufchen Asche übrig.

Da waren auf der einen Seite die harmlosen Regensburger Gäste, die praktisch in jedem Angriff mit technischen Fehlern zu kämpfen hatten und auf der anderen Seite die aggressiven und wild entschlossen Gastgeberinnen, die nur so vor Selbstvertrauen strotzten. Binnen einer Viertelstunde schossen sie, die wie gelähmt agierende Gästedeckung, praktisch sturmreif. Sieben der bis dahin zwölf Treffer der Hausherrinnen fielen aus der ersten bzw. zweiten Welle. Schuld daran waren zum großen Teil die technischen Unzulänglichkeiten der Gäste aus der Oberpfalz.

Zu den zahlreichen Fehlpässen und Fangfehlern, gesellten sich in dieser Phase des Spiels auch noch etliche unvorbereitete Torwürfe, die es den Gastgeberinnen eins uns andere Mal ermöglichte den direkten Tempogegenstoß einzuleiten. Diese Schnellangriffe wurden dann zumeist von Adriana Dodan und Saskia Probst mit einfachen Toren abgeschlossen. An diesem Lauf  konnte auch das bereist nach 6 ½ Spielminuten (Spielstand: 0:5 Tore) genommene Team-Timeout der Regensburger nichts ändern.

Nun da das Spiel bereits zu diesem sehr frühen Zeitpunkt zu Gunsten der Gastgeberinnen (Zwischenstand: 2:12 Tore) entscheiden war, kamen die Gäste aus Regensburg selbst auch besser ins Spiel. Zumindest konnte der Torabstand bis zur Pause (Halbzeitstand: 8:19 Tore) annährend konstant gehalten werden. Nach dem Seitenwechsel spielten die Gäste aus der Oberpfalz dann endlich den Handball, den man auch erwarten kann. Mit mehr Schwung in den eigenen Angriffsaktionen und einer Abwehr die ihren Namen dann auch verdient hatte, bot man der Turnerschaft bis zum Schlusspfiff der beiden gut leitenden Unparteiischen endlich Paroli. Dies hatte zur Folge, dass der Vorsprung der Gastgeberinnen lediglich um ein weiteres Tor (Endstand: 20:32) anwachsen und man wenigstens einigermaßen erhobenen Hauptes die Halle verlassen konnte.

Fazit:

 Ja was soll man da noch sagen…. Noch nie, also wirklich noch nie, habe ich als Spieler, noch in meiner Funktion als Trainer ein Spiel in nur 15 Minuten verloren. Wir haben heute eigentlich über den gesamten Spielverlauf kein Mittel gegen die rechte Angriffsseite der TS Herzogenaurach gefunden. All unsere Pläne wie wir gegen das Duo Probst / Dodan spielen wollten, haben nicht funktioniert, bzw. konnten von unseren Spielerinnen nicht wie gedacht umgesetzt werden.

Kurz gesagt, da waren etliche mit unserer offensiven Deckungsvariante komplett überfordert. Alleine 18 der insgesamt 32 erzielten Treffer der TS Herzogenaurach durch diese beiden Spielerinnen, sprechen hier eine eindeutige Sprache. Aber auch unsere Angriffsleistung war in den ersten 15. Spielminuten wirklich desaströs. Wenn du in einer Viertelstunde gefühlt nur drei Bälle auf’s gegnerische Tor bekommst und die restlichen Ballbesitze durch leichtfertige technische Fehler praktisch herschenkst, dann spricht da wirklich Bände.

Auch die Tatsache, dass wir neben den beiden Damen 1 Spielerinnen Linda Baumgardten und Andrea Flachowa auch endlich wieder auf die beiden Langzeitverletzten Dorothee Mooser und Corinna Kurz zurückgreifen konnten, hat unserem Spiel nicht mehr Sicherheit verliehen. Jetzt gilt es den Kopf frei zu bekommen und dieses Spiel abzuhaken. Mit so einer Leistung, wie heute in den ersten 15 Spielminuten, haben wir gegen die beiden nächsten Gegner nicht den Hauch einer Chance.

Mit dem HSV Bergtheim (Tabellenführer) kommendes Wochenende (Zuhause) und der HG Zirndorf (4. Tabellenplatz) eine Woche darauf (Auswärts) warten zwei weitere Hochkaräter auf uns. Da muss jetzt ein Ruck durch die Mannschaft gehen, wenn wir mithalten wollen.

Jetzt ist auch die Mannschaft gefragt – Dagegen halten und um jeden Quadratzentimeter Halle fighten oder den Kopf in den Sand stecken und sich abschlachten lassen !!!

Aufstellung mit Toren:

Alina Hecht und Andrea Poscherieder (beide Tor), Nina Peter, Kerstin Wyrwoll, Corinna Kurz, Julia Sommerer, Linda Baumgardten (7/1), Sophia Rektorschik (3), Patricia Tillack (3), Vasold Lisa-Marie (2), Dorothee Mooser und Andrea Vlachowa (5)