Spielbericht Damen II vom 13.12.2015:

ESV Regensburg II besiegt den TSV Winkelhaid mit 31:23 (14:10) Toren –

Kerstin Wyrwoll auf den Spuren von Simona Roubinkova

Nach den beiden letzten verlorenen Partien zuhause gegen Haunstetten und eine Woche später in Erlangen, lag das Problem für Trainer Paul Sommerer klar auf der Hand. Viel zu statisch im Positionsangriff hatte man in beiden Begegnungen gespielt, gepaart mit vielen technischen Fehlern, die es beiden Gegnern immer wieder erlaubten einfache Tore aus der 1. und 2. Welle zu erzielen.

Folglich musste etwas Einschneidendes passieren, wollte man das Spiel der Tabellennachbarn für sich entscheiden. Bereits auf der Heimfahrt von Erlangen wuchs im Kopf des Trainers eine Idee, die er direkt nach der Ankunft in Regensburg seiner Mannschaft mitteilte. Mit Kerstin Wyrwoll sollte die etatmäßige Linksaußen, ab sofort als Spielgestalterin auf Rückraum Mitte zum Einsatz kommen, die Geschicke der Mannschaft lenken und die Vorgaben des Trainers umsetzen. Nur zwei Trainingseinheiten blieben Zeit, um Kerstin alle wichtigen Spielabläufe und die vielen Spielzüge einzuimpfen, mit dem Risiko, dass es einfach nicht funktionieren könnte.

Doch bereits zu Beginn der Begegnung wurde klar, dass  es sich hierbei um die völlig richtige Maßnahme handelte. Ruhig im Spielaufbau, lange Angriffssequenzen mit viel Laufbereitschaft jeder Einzelnen war der Schlüssel zum Erfolg. Ein weiterer positiver Effekt war eine stark verbesserte Abwehr die viel Ruhe ausstrahlte. Diese zusätzliche Stabilität im Mittelblock, machte es den Gästen praktisch unmöglich, einfache Tore zu erzielen. So liefen die Gäste bis auf die 1:0 Führung, praktisch während der gesamten 1. Halbzeit hinterher.

Beim Stand von 10:4 für die Eisenbahnerinnen schien die Partie früh entschieden. Doch Winkelhaid’s Trainerstab zog mit ihrem Team-Timeout die einzig mögliche Notbremse stellte die Abwehr von einer defensiven 6:0 auf eine zunächst offensive 5:1  Deckung um. Dies zeigte sofort Wirkung. Bis zur Pause der beiden gut leitenden Schiedsrichter konnten die Gäste ihren Rückstand um zwei Tore auf 14:10 verkürzen.

DSC_0026Nach dem Seitenwechsel wurde aus dieser offensiven 5:1 Deckung eine Manndeckung gegen Kerstin Wyrwoll. Diese Maßnahme brachte den Angriffsschwung der Gastgeberinnen praktisch zum Erliegen. Das Regensburger Problem beschränkte sich in dieser Phase nicht nur auf den Angriff, nein auch die Abwehr stand bei Weitem nicht mehr so sicher wie noch in Halbzeit 1. Jetzt war es der TSV der das Spiel an sich riss und die Lücken im Deckungsverbund ein ums andere Mal aufzeigte. Tor um Tor schmolz der Vorsprung dahin und beim Stand von 17:17 stand das Spiel auf Messers Schneide. Beide Mannschaften hatten in der Folge mehrere gute Einwurfmöglichkeiten um ihrerseits in Führung zu gehen.

Gott sei Dank gelang der so wichtige neuerliche Führungstreffer den Regensburgerinnen. Wer weiß was passiert wäre, wenn dieser den Gästen gelungen wäre. Dennoch blieb die Partie bis zum Stand von 24:22 spannend. Doch in den verbleibenden 10 Spielminuten verstanden es die Gastgeberinnen einfach besser die sich bietenden Räume, welche dieser kurzen Deckung gegen Kerstin Wyrwoll geschuldet war, zu nutzen. Konsequent wurde Doro Mooser am Kreis gesucht und auch gefunden.

Lediglich einen weiteren Treffer gestattete man den Gästen aus Winkelhaid. Selber erzielte man deren sieben und das Match war zu Gunsten des ESV 27 Regensburg entschieden. Schlussendlich gewannen die Gastgeberinnen auch in dieser Höhe verdient mit 31:23 Toren, weil sie an diesem Sonntagnachmittag einfach die bessere Mannschaft waren.

Fazit:

Heute sind wir endlich wieder als Mannschaft aufgetreten. Jede hat bis zum Schluss gekämpft und alles gegeben. Kerstin hat über weite Strecken hervorragend Regie geführt. Nach diesem Sieg können wir einigermaßen beruhigt in die Winterpause gehen. 6 Punkte auf der Habenseite ist nicht das was ich mir erhofft hatte, aber im Vergleich zum Vorjahr eine wesentlich bessere Ausgangssituation.

Dennoch werden wir uns in den kommenden drei Wochen nicht auf unseren Lorbeeren ausruhen. Wir werden weiter hart und konsequent an unseren Schwächen arbeiten, damit wir in der Rückrunde die für den Klassenerhalt notwendigen Punkte einfahren können. Am 09.01.2016 treffen wir im letzten Vorrundenspiel auf den TSV Ismaning. Da müssen wir bestimmt noch die ein oder andere Schippe drauflegen, wenn wir dort auch nur den Hauch einer Chance haben wollen.

Aufstellung mit Toren:

Alina Hecht, Andrea Poschenrieder (beide Tor), Lisa Haberkorn (2), Nina Peter (2), Kerstin Wyrwoll (3), Corinna Kurz (1), Julia Sommerer (8/6), Sophia Rektorschik (1), Patricia Tillack (4), Lisa-Marie Vasold (1), Dorothee Mooser (5) und Linda Baumgardten (4)

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