Spielbericht Damen II vom 01.10.2016:

Erster doppelter Punktgewinn für die 2. Damenmannschaft des ESV 1927 Regensburg in der noch jungen Landesliga Saison – 24:23 (12:11) Erfolg in Forchheim.

Nach dem unvermeidlichen Abstieg aus der Bayernliga in der vergangenen Saison und zwei Auftaktniederlagen in Sulzbach-Rosenberg (27:15) und zuhause gegen Mintraching/Neutraubling (19:16) zu Beginn der neuen Landesliga-Saison, trafen die Damen 2 des ESV 1927 Regensburg am vergangenen Wochenende auswärts auf den ebenfalls noch sieglosen HC Forchheim.

Nach der anfänglichen Abtastphase fanden die Gäste besser ins Spiel und konnten dank einer stabilen Abwehr immer wieder einfache Tore durch die erste und zweite Welle erzielen. Doch nach dem relativ schnell herausgespielten und beruhigenden 7:3 Zwischenstand nach elf Spielminuten, kam Sand in das Getriebe der Gäste von der Donau. Immer wieder gelang es den Gastgeberinnen in der Folge ihre Kreisläuferin in Szene zu setzen und so schmolz der vier Tore Vorsprung bis zur 20.

Minute dahin und Forchheim konnte beim Stand von 10:9 zum ersten Mal in dieser Begegnung in Führung gehen. Doch anders als in den beiden Begegnungen zuvor verfielen die Gäste aufgrund des Rückstands nicht in Hektik, sondern versuchten, angetrieben von Kerstin Wyrwoll auf der Rückraum-Mitte Position, weiterhin ihre Spielabläufe konsequent durchzuspielen. So gelang es den Gästen mit einer knappen 12:11 Führung in die Pause zu gehen.

Nach dem Seitenwechsel orderte Trainer Paul Sommerer eine kurze Deckung gegen die Spielmacherin der HC Forchheim Ann-Kristin Gößwein und die auf Rückraum Rechts eingesetzte Linda Gärtner an. Dies führte anfänglich zu einiger Verwirrung bei den Gastgeberinnen, die es dem ESV immer wieder ermöglichte ohne eigenes Zutun in Ballbesitz zu kommen.

Im Angriff erspielte man sich durch konsequente Laufarbeit und Kreuzbewegungen im Rückraum aussichtsreiche Einwurfmöglichkeiten. Doch an diesem Tag hatten die jungen ESV-Spielerinnen das Wurfpech gepachtet und so landeten nicht weniger als zehn Würfe an Posten und Latte des Gegners. Dies führte dazu, dass die Gastgeberinnen immer auf Tuchfühlung blieben und sich die Gäste aus der Oberpfalz nicht mehr als zwei Tore absetzen konnten.

Trotz allem Wurfpechs lagen die Gäste 13 Minuten vor Spielende mit 19:17 in Front. HC Trainer Thomas Ihrke stellte die Deckung der Gastgeberinnen um und fortan nahmen sie mit Jasmin Ellwanger die gefährlichste Rückraumakteurin des ESV aus dem Spiel. Durch diese Umstellung in der Abwehr der Gastgeberinnen verunsichert und durch zwei etwas fragwürdige 2 Minuten Zeitstrafen verloren die Oberpfälzerinnen komplett ihren Rhythmus und der HC Forchheim übernahm das Kommando auf dem Spielfeld.

Bis zur 56. Spielminute machte der HC aus einem zwei Tore Rückstand eine zwei Tore Führung (Spielstand: 21:23 aus Regensburger Sicht).  Doch Regensburg hielt dagegen und kam zwei Minuten vor dem Ende zum 23:23 Ausgleich. Forchheim versuchte einen langen Angriff zu spielen um möglichst viel Zeit von der Uhr zu nehmen. 30 Sekunden vor Spielende entschärfte Alina Hecht mit einer sensationellen Parade den Torwurf der Forchheimerinnen.

Nun hatten die Regensburgerinnen ihrerseits die Chance das Spiel für sich zu entscheiden. Nach einer Kreuzbewegung im Rückraum fand Kerstin Wyrwoll’s Pass die freistehende Patty Tillack auf Rechtsaußen. Diese versenkte diese tolle Vorlage in ihrer unnachahmlichen Art im Torwinkel der HC Forchheim. Der letzte Angriff der Gäste konnte bereits kurz nach der Mittellinie unterbunden werden und somit gingen die Regensburgerinnen letztendlich mit 24:23 als der verdiente Sieger vom Platz.

Fazit:

Wir haben meiner Meinung nach heute verdient gewonnen, auch wenn der Sieg schlussendlich etwas glücklich zustande kam. Hätten wir nur etwas mehr Wurfglück gehabt, so wäre die Partie niemals so eng geworden. Ich möchte meinen Mädels ein Kompliment aussprechen. Sie haben von Anfang bis zum Schluss gekämpft und gefightet und haben sich auch nicht durch den Rückstand kurz vor Spielende aus dem Konzept bringen lassen. Sie sind ruhig geblieben und haben sich als Mannschaft präsentiert.

Wenn wir vor einer Woche auch nur ansatzweise so gespielt hätten, hätten wir gegen Mintraching/Neutraubling mit Sicherheit gewonnen. Die einzige die im Spiel gegen Mintraching/Neutraubling wirklich über sich hinausgewachsen ist war unsere Torhüterin Andrea Poschenrieder.

Sie hat uns mit ihren tollen Paraden über die ganze Partie hinweg im Spiel gehalten. Kommende Woche spielen wir zuhause gegen die neu formierte Mannschaft der SG Kunstadt-Weidhausen. Ich hoffe, dass wir bis dahin wieder alle Spielerinnen an Bord haben, um uns für die schlechte Leistung im Derby zu revanchieren.

 

Aufstellung mit Toren:

Alina Hecht und Andrea Poschenrieder (beide Tor), Nina Peter (2), Kerstin Wyrwoll (2), Julia Eisenhuth (1), Julia Sommerer (5/3), Eva Dendl (2), Patricia Tillack (4), Lea Kunz (1), Maxi Elze (1), Stefanie Wörl und Jasmin (Mogli) Ellwanger (6)