Spielbericht Damen I vs. Waiblingen

Fehlwürfe kosten den Auswärtssieg in Waiblingen

Für die Gastgeberinnen war es ein “Vier-Punkte-Abstiegsduell”, für den ESV 1927 Regensburg “das wichtigste Auswärtsspiel der Rückrunde”. Am Samstagabend trafen in der Waiblinger Rundsporthalle zwei punktgleiche Teams im Kampf um den ersten Nichtabstiegsrang aufeinander.

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Der heimische VfL galt vor Saisonbeginn noch als Titelkandidat, war nach einer unbefriedigenden Hinrunde aber bedrohlich nahe an die Abstiegszone gerutscht. Die Verantwortlichen reagierten in der Weihnachtspause und gewannen kurzerhand gleich fünf Neuzugänge für die Mission “Klassenerhalt”, dazu wurden die Trainingsumfänge deutlich erhöht. Beides war in der Oberpfalz nicht möglich, dennoch reisten die “Eisenbahnerinnen” mit einem guten Gefühl ins Schwabenland, da die ersten beiden Spiele der Rückrunde – ein Auswärtssieg beim Tabellensechsten in Freiburg und eine über weite Strecken gute Vorstellung gegen Aufstiegskandidat Allensbach vor Wochenfrist – vielversprechend verlaufen waren.

Beide Teams wussten, wie viel auf dem Spiel stand und dementsprechend umkämpft verlief bereits die Anfangsphase. Linda Baumgardten bestätigte ihre gute Form der vergangenen Wochen und erzielte vier Treffer bis zum 7:6-Zwischenstand nach etwas über 14 Minuten. Waiblingens Trainergespann Fialekova/Zimmermann hatte erst einmal genug gesehen und griff zur Auszeitkarte. Die Gäste konnten bis dahin besonders mit der Abwehrarbeit zufrieden sein, die Deckung gestattete VfL-Torjägerin Simona Pilekova insgesamt nur drei Treffer aus dem Feld.

Der Schuh drückte bei den Regensburgerinnen eindeutig im Angriff: Dort wurden zwar viele Chancen herausgespielt, deren Verwertung war aber verbesserungswürdig. Dadurch gerieten die Gäste bis zur Pause mit 12:15 ins Hintertreffen. Kurz nach dem Seitenwechsel sorgte dann der bereits zweite vergebene Strafwurf dafür, dass der Anschlusstreffer zum 15:16 nicht fiel. Insgesamt ließen die Gäste vom Punkt drei von sieben Möglichkeiten liegen – zu viel angesichts des Spielverlaufs.

Waiblingen dagegen besaß in Annika Friedrich eine sichere Schützin, die alle sechs Versuche netzte. Das Unheil für den ESV nahm dann in der 36. Minute seinen Lauf: Jugendnationalspielerin Franziska Peter, die im Innenblock einen guten Job machte, bekam ihre erste Zeitstrafe aufgebrummt, acht Minuten später folgte die zweite Hinausstellung. Waiblingen nutzte nicht nur die Überzahlsituationen clever aus, sondern provozierte in der 49. Minute auch die dritte und damit letzte Zeitstrafe gegen Peter. Die Gäste fühlten sich verschaukelt, da in ihren Augen das Strafmaß für die harmlosen Vergehen nicht angemessen waren und mussten fortan komplett auf die Leistungsträgerin verzichten.

Diese Schwächung elf Minuten vor dem Ende konnten die ESV-Spielerinnen nicht kompensieren: In der Deckung stimmten auch in Gleichzahl die Absprachen nicht mehr und für eine Kompensation des Defensivmankos reichte die Wurfquote im Angriff nicht aus. So gewannen die Gastgeberinnen verdient mit 28:22 eine Partie, in der deutlich mehr für den ESV drin gewesen wäre.

Dementsprechend bedient war auch Trainer Udo Hermannstädter, der für eine Stellungnahme nicht zu erreichen war. Trotz der Niederlage hat der Tabellenzehnte Regensburg nur zwei Punkte Rückstand auf einen Nichtabstiegsplatz und bekanntlich ist es gerade im Abstiegskampf erst vorbei, wenn die dicke Dame gesungen hat. Und diese Misstöne müssen nun eben mit Punkten aus anderen Spielen vermieden werden.

Spielfilm: 1:2, 4:2, 5:4, 7:6, 9:7, 10:10, 13:11, 15:12  – 16:14, 18:15, 20:17, 22:18, 24:19, 25:22, 28:22.

Strafwürfe: 6/6 – 7/4.

Strafminuten: 10 – 8.

Tore ESV: Baumgardten 7/3, Kubesova, Vlachowa je 4, Albescu 3, Fuhrmann 2/1, Peter, Bestle  je 1.

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