Spielbericht Damen I vs. Gröbenzell

Ein Derby ohne andere Gesetze

Drittliga-Handballerinnen unterliegen beim Spitzenteam aus Gröbenzell klar mit 18:34

 Die alte Sportlerweisheit, dass Derbys ihre eigenen Gesetze haben, hat sich in den vergangenen Jahren auch in den Duellen des ESV 1927 Regensburg mit dem HCD Gröbenzell schon des Öfteren bewahrheitet. Diesmal aber nicht, denn das Spitzenteam aus der Münchner Vorstadt wurde seiner eindeutigen Favoritenstellung beim 34:18(12:8)-Erfolg mehr als gerecht.

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Erstmalig fand das ewig junge Duell der alten Rivalen in Fürstenfeldbruck statt: Im Rahmen des „Drittliga-Dates“ spielten an gleicher Stelle auch die Männer des gastgebenden TuS gegen den HSC Bad Neustadt und dieses außergewöhnliche Event hatte rund 800 Handballbegeisterte angelockt. Ob es nun die ungewohnt große Kulisse und/oder die beeindruckende Bilanz des Tabellenzweiten von 16:2 Punkten war – die noch ohne die gesperrte Rückkehrerin Franziska Peter angetretenen Regensburgerinnen konnten an diesem Samstagabend den Respekt vor dem Gegner nicht ablegen.

Im Gegensatz zur Vorwoche, wo der Angriff beim 29:20 über Möglingen noch beherzt und spielfreudig agiert hatte, präsentierte sich die Offensive über weite Strecken der Partie zu drucklos. Die kompakte Defensive Gröbenzells wurde zu selten ausgehebelt und obendrein machte die HCD-Keeperin noch einige gute Möglichkeiten des ESV zunichte. Elf torlose Minuten zu Beginn des ersten Durchgangs sprechen eine deutliche Sprache, nach einer Auszeit wurde es dann zumindest phasenweise besser.

Defensiv konnte Trainer Udo Hermannstädter mit der Leistung seiner Mannschaft in den ersten 30 Minuten zufrieden sein, denn nur zwölf Gegentore auswärts sprechen für eine gute Abwehr samt Torhüterin. Offensiv knirschte es aber und ein verwandelter Siebenmeter von Linda Baumgardten vor der Pause zum 8:12-Halbzeitstand brachte zumindest etwas Sand aus dem Getriebe der „Eisenbahnerinnen“.

Die Hoffnung auf Besserung nach Wiederanpfiff beim ESV war da und angesichts der Vorwoche auch berechtigt, sie blieb jedoch unerfüllt. Gröbenzell erwischte erneut den besseren Start und zog nach einem Dreierpack bereits nach 37 gespielten Minuten vorentscheidend auf 18:10 davon. Bis zur 50. Minute blieb der Rückstand dann in etwa in dieser Höhe, in den Schlussminuten spielten dann aber nur noch die „Gastgeberinnen in fremder Halle“ des HCD. Der ESV verlor im Angriff endgültig den Mut, den Kopf und auch die Bälle.

So kam Gröbenzell – die ehemalige Regensburgerin Vera Balk war mit acht Treffern beste Werferin – zu etlichen leichten Toren und schraubte das Ergebnis auf den deutlichen 34:18-Endstand. ESV-Trainer Udo Hermannstädter war dementsprechend enttäuscht: „Gröbenzell spielt heuer in einer anderen Liga als wir.

Während wir viele Abgänge hatten, konnten sie sich personell verstärken. Dennoch waren wir heute zu ängstlich und haben in der Schlussphase auch aufgesteckt.“ Auf den Tabellenzehnten wartet in der spielfreien Zeit bis zum Rückrundenauftakt in Freiburg am 16. Januar eine Menge Arbeit, denn für den Klassenerhalt muss sich das Team deutlich steigern.

 

HCD Gröbenzell : ESV 1927 Regensburg 34:18(12:8)

Spielfilm: 4:0, 5:3, 7:4, 9:5, 11:6, 12:8 – 15:9, 18:10, 21:11, 23:13, 26:14, 28:15, 30:16, 32:17, 34:18.

Strafwürfe: 3/3 – 3/2.

Strafminuten: 2 – 4.

Tore ESV: Albescu 6, Kubesova 4, Vlachowa 3, Baumgardten 2/2, Fuhrmann, Kurz, Negrutiu-Chirila je 1.

(Foto: Günther Reger)

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