Spielbericht Damen I vs. Bietigheim

ESV kommt in Bietigheim böse mit 21:40 unter die Räder

 Vor Wochenfrist konnte der ESV 1927 im Heimspiel der Übermannschaft der Liga aus Ketsch noch lange Paroli bieten, beim Tabellennachbarn aus Bietigheim waren die Regensburgerinnen am Samstagabend davon meilenweit entfernt. Neben der bereits seit einigen Wochen beruflich verhinderten Stammkreisläuferin Lisa Haberkorn fehlten mit der verletzten Goalgetterin Mirela-Negrutiu-Chirila (Meniskus) und der für die englischen Frauennationalmannschaft abgestellten Anna Fuhrmann drei Leistungsträgerinnen.

Da die Reserve spielfrei war, füllte ESV-Coach Udo Hermannstädter seinen Kader mit Kräften aus dem Bayernliga-Team  auf. Die Gastgeberinnen aus Bietigheim, die vor dem Anpfiff nur zwei Punkte mehr auf der Habenseite verbucht hatten, taten dies auch – allerdings mit Spielerinnen aus dem Erstligakader.

Neben Linkshänderin Linda Mack, die neun Feldtore erzielte, stand unter anderem auch die Dänin Stine Baun Eriksen (fünf Treffer)im Kader, sodass die eigentliche Schaltzentrale der SG, die ehemalige rumänische Nationalspielerin Annamaria Ilyes, an den Kreis wechselte. Bis zum 4:3-Zwischenstand, insgesamt rund neun Minuten, konnten die Gäste das Spiel offen gestalten. Dann machte sich der Klassenunterschied bemerkbar – und das sehr deutlich.

Die zuletzt so treffsichere Nikola Kubesova kam nicht wie gewohnt zum Abschluss. „Nikola hatte es sehr schwer, der Gegner hat sich wohl sehr gut auf sie vorbereitet“, nahm Hermannstädter seine Spielmacherin in den Schutz. Im Gegensatz zum Ketsch-Spiel vor einer Woche präsentierten sich die Oberpfälzerinnen im Angriff zu ungeduldig.

Die Hektik resultierte in Fehlwürfen und Ballverlusten, die von den „sehr clever spielenden Gastgeberinnen“ (Hermannstädter) gnadenlos bestraft wurden. So kassierten der ESV im Minutentakt Gegentore und bekam schon mit dem 23:7-Pausenstand ein vorweihnachtliches Paket geschnürt.

Nach dem Seitenwechsel lief es zumindest im Angriff etwas besser, dafür konnte die Deckung weiterhin kaum Ballgewinne verbuchen. Am Ende hieß es 40:21 für die Bietigheimerinnen, die sich durch den Zweier auch von den Abstiegsplätzen distanzieren konnten. Trotz der schwierigen und ungleichen Voraussetzungen war ESV-Coach Hermannstädter richtig bedient: „Ich bin sehr enttäuscht. Wir haben uns wie eine Schülermannschaft präsentiert und die tolle Einstellung aus der Vorwoche hat komplett gefehlt.“

Ein Lichtblick in ganz viel Dunkel war die Leistung von Sarah Stephan, die auf der für Rechtshänder sehr schwierigen Rechtsaußenposition sechs Treffer erzielte.

SG BBM Bietigheim II : ESV 1927 Regensburg 40:21(23:7)

Spielfilm: 2:1, 4:3, 6:4, 10:4, 14:4, 18:5, 21:6, 23:7 – 25:9, 28:10, 30:12, 32:11, 34:16, 36:18, 39:19, 40:21.

Strafwürfe: 7/5 – 4/3.

Strafminuten: 2 – 10.

Tore ESV: Stephan 6, Baumgardten 5/2, Albescu, Bestle je 3, Vlachowa 2 Mooser 1, Kubesova 1/1.

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