Spielbericht Damen 1 vs. Freiburg

ESV steht sich selbst im Weg

Regensburger Drittliga-Handballerinnen berauben sich beim 20:27 gegen die HSG Freiburg durch ein Fehlerfestival der Siegchance

Es hätte so schön sein können: Mit einem Heimsieg gegen die HSG Freiburg hätte der ESV 1927 Regensburg am Samstagabend erstmalig in dieser Saison auf einen Nichtabstiegsplatz vorrücken können. Das 20:27 in der Sporthalle an der Dechbettener Brücke bedeutete stattdessen aber, dass ein Konkurrent im Kampf um den Klassenerhalt erst einmal außer Sichtweite ist. “Das ist bitter, denn heute wäre deutlich mehr möglich gewesen. Aber wenn man mehr technische Fehler produziert als man Tore wirft, kann man nicht gewinnen”, resümierte ein konsternierter ESV-Trainer Udo Hermannstädter nach Spielende.

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Die “Eisenbahnerinnen” konnten zu Beginn der richtungs-weisenden Partie den Schwung des 29:26-Auswärtssieges beim TV Holzheim aus der Vorwoche mitnehmen. Drei Ballgewinne und zwei konsequente Abschlüsse sorgten für eine 2:0-Führung sowie Optimismus beim Anhang auf der Tribüne. Bis zum 4:3 verteidigten die Gastgeberinnen den Vorsprung, doch dann sorgten unnötige Ballverluste dafür, dass sich die Gäste immer besser zurecht fanden. Angeführt von seiner starken Spielmacherin Nadine Czok nutzte Freiburg die Fehler des Heimteams aus und zog auf 8:5 davon. Der ESV verteidigte eigentlich nicht schlecht, belohnte sich aber nicht selbst. Die fehlende Blockbereitschaft ließ der HSG Möglichkeiten zu Schlagwürfen, die auch allesamt im Netz zappelten. So lag Regensburg zur Pause mit fünf Toren im Hintertreffen (9:14), was mit ein wenig mehr Ballsicherheit im Angriff und konsequenterem Defensiv- verhalten durchaus zu vermeiden gewesen wäre: Freiburg war keine Übermannschaft, nutzte aber die Defizite des ESV geschickt aus.

Die Oberpfälzerinnen glaubten weiter an ihre Chance und eine von Anna Fuhrmann sehenswert abgeschlossene Traumkombination direkt nach Wiederanpfiff nährte die Hoffnung auf die Wende. In der Folgezeit lösten die ESV-Angreiferinnen abe zu viele Fahrkarten und hatten bei drei Innenpfostentreffern auch das Pech gepachtet. Dazu passte es dann auch, dass die selten auf Ballhöhe agierenden Unparteiischen ein Freiburger Tor anerkannten, obwohl der Ball nicht in vollem Umfang über der Linie war.

Das 13:20 war eine große Hypothek, doch  die Abwehrumstellung auf eine Manndeckung gegen Czok brachte denn ESV zurück in die Partie. Angeführt von Treffern der starken Kreisläuferin Doro Mooser kam der ESV schnell auf 16:20 (45. Spielminute) heran und es blieb noch genügend Zeit. Einstellung und Kampfgeist stimmten, doch das heiße Herz setzte den kühlen Kopf außer Kraft. Während des Ansturms verloren die Gastgeberinnen viermal in Folge das geharzte Spielgerät und damit auch die Partie. Erneut musste Freiburg nur die zahlreichen Fehler ausnutzen, um einen ungefärdten 27:20-Auswärtssieg herauszuwerfen. Der ESV stand sich an diesem Abend selbst im Weg, denn Ballverluste in dieser Vielzahl sind auch mit der besten Moral nicht zu kompensieren.

Spielfilm: 2:1, 4:3, 4:6, 5:8, 7:9, 8:11, 9:14 – 10:16, 12:18, 14:20, 16:21, 16:25, 17:27, 20:27.

Strafwürfe: 1/0 – 3/3.

Strafminuten: 2 – 3.

Tore ESV: Fuhrmann, Kubesova, Mooser je 4, Albescu, Bestle, Mirela-Negrutiu-Chirila je 2, Baumgardten, Vlachova je 1.

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