Spielbericht D1 – HSG Sulzbach/Leidersbach

Von Bienen ausgestochen

ESV-Handballerinnen unterliegen überraschend deutlich mit 16:26

Von Robert Torunsky

Sulzbach. Die Drittliga-Handballerinnen hatten sich für das Auswärtsspiel bei der HSG Sulzbach/Leidersbach viel vorgenommen: Die letzten drei Vergleiche mit den Unterfränkinnen wurden gewonnen und so sollte im dritten Saisonspiel der erste Sieg herausgeworfen. Dieses Ansinnen wurde durch mehrere Staus ausgebremst, sodass die Oberpfälzerinnen deutlich verspätet in Sulzbach ankamen. Trotz des um 20  Minuten verzögerten Anpfiffs waren die Regensburgerinnen zu Beginn der Partie gedanklich noch im Bus: Ein Fehlwurf-Festival – unter anderem wurden zwei Siebenmeter vergeben – sorgte für einen schnellen 5:0-Rückstand, da die HSG-Bienen die Ballgewinne in Kontertore ummünzen konnten.

Der Traumstart verlieh Sulzbach/Leidersbach, das die ersten beiden Partien ebenfalls verloren hatte, enorme Sicherheit. ESV-Coach Udo Hermannstädter musste deshalb bereits nach etwas über sieben Minuten die Auszeit nehmen und sein Team neu einstellen. Das klappte auch und Regensburg kämpfte sich auf 5:8 heran. Im weiteren Verlauf agierte der ESV aber zu statisch gegen die 6:0-Formation der Gastgeberinnen und hatte riesige Probleme, den Ball im HSG-Gehäuse unterzubringen.

Nina Bestle
Neuzugang Nina Bestle

Ohne gelernte Kreisläuferin – Lisa Haberkorn (Beruf) sowie die verletzten Andrea Bernardova und Doro Mooser standen nicht zur Verfügung – musste Last-Minute-Neuzugang Nina Bestle (kam von der TS Herzogenaurach) die Position bekleiden.

Defensiv war die Leistung in Ordnung, da „Ines Flesch gehalten hat, was zu halten war“ (Hermannstädter). Mit zwölf  Gegentoren konnte der Trainer auswärts gut leben, doch die Offensiv-Malaise führte zu einem 7:12 Pausenrückstand.

Nach Wiederanpfiff gab es mit drei HSG-Treffern in Serie gleich die nächste kalte Dusche. Bis zur 48. Minute konnte der ESV den Rückstand wieder auf Tore verkürzen und Sulzbach nahm die Auszeit. Die dauerte bei den Gästen statt der üblichen 60 Sekunden dann bis zum Spielende, denn Regensburg erzielte in den verbliebenen zwölf Minuten nur noch ein einziges Tor. „Das geht nicht“, fasste ein konsternierter Hermannstädter die schwache Offensivleistung zusammen. Die HSG-Bienen stachen auch nur noch punktuell zu und sicherten sich dennoch einen 26:16-Erfolg.

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HSG Sulzbach/Leidersbach : ESV 1927 Regensburg 26:16(12:7)

Spielfilm: 3:0, 5:1, 7:2, 8:5, 11:5, 12:7 – 15:7, 16:9, 17:12, 19:14, 21:16, 26:16. Strafwürfe: 5/5 – 5/2. Strafminuten: 2 – 4. Tore ESV: Vlachova, Albescu je 3, Kubesova 3/1, Negrutiu-Chirila je 3/1,  Baumgardten 2, Ellwanger, Rektorschik je 1.

Pos.MannschaftSpPktWDLDIFF
1242008
2242008
32420018
4ESV 1927 (m-C)22101-12
522101-9
6221017
720002-11
8ESV 1927 (D II)121001
9ESV 1927 (H2)1210016
10JHG Städtedreieck/Schwandorf1210010
11121002
12TG Landshut1210013
13121006
14VfL Günzburg1210020