So verlief das Wochenende, Teil 1 [MZ]

Zweite Auswärtspleite in Folge: ESV muss die Tabellenspitze abgeben

Regensburgs Drittliga-Frauen verlieren bei der SG Kappelwindeck/Steinbach per direkten Freiwurf 27:28.

 

 

von Gerd Winkler, MZ

 

Nach Ablauf der regulären Spielzeit haben die Handballfrauen des ESV 27 Regensburg gegen Neuling SG Kappelwindeck/Steinbach das Spiel sowie die Tabellenspitze in der dritten Liga Süd verloren. Per direkten Freiwurf kassierten die ersatzgeschwächten Gäste das Gegentor zum 27:28 (13:14)-Endstand – in Überzahl. „Wenn eine von unseren drei Ausfällen dabei ist, gewinnen wir das Spiel“, war Trainer Ingo Gömmel über die zweite Auswärtspleite binnen einer Woche bedient. Um eine zweite und dritte Wechslerin zu haben, waren von der „Zweiten“ Pia Klenk und Sara Ohsam mit an Bord. Die Youngsters feierten je ein knapp zehnminütiges Drittliga-Debüt, so dass die Stammkräfte Zeit zum Durchschnaufen bekamen.

Nicht umgesetzt worden ist Marschroute, nicht in die Zweikämpfe zu laufen. „Die Mädels sind zuviel mit dem Ball ins Eins-gegen-Eins gegangen“, rügte Gömmel: „Wir hätten die Bewegung ohne Ball gebraucht“. Zudem wurden die Räume am Kreis für die Nebenleute nicht geschaffen. Zumindest klappte die Abwehrarbeit: Im ersten Abschnitt beließ es der Coach bei der 6:0-Deckung, da die Einheimischen ohne Werferin im Rückraum ausrechenbar agierten.

In der engen Partie verpasste der ESV nach einer Auszeit (41.) die Vorentscheidung. Gömmel stellte auf eine 5:1-Defensive um und überraschte damit Steinbach. Aber: „Viermal kommen wir frei vor dem Tor zum Wurf und scheitern“, beklagte er, dass nicht mehr als eine 22:20-Führung (46.) heraussprang. Pech kam dazu. „Der Ball wird geblockt, der Kreisläuferin fällt er vor die Beine. Oder: Pfostenwurf, der Ball springt der Außen ideal in die Hände“, haderte Gömmel mit den Abprallern. In der Schlussphase ging’s turbulent zu: Bei 26:25 (54.) verwirft Steinbach einen Strafwurf, Natascha Weber passiert das gleiche Missgeschick bei 27:26 (57.). 57 Sekunden vor dem Ende: Strafzeit für den Neuling. 24 Sekunden später behält Weber die Nerven, gleicht per Strafwurf zum 27:27 aus. Ehe der gewinnbringende direkte Freiwurf der Einheimischen folgt…