Schneider Electric bleibt langfristig an Bord

ESV-Handballer können weitere drei Jahre auf die Unterstützung des Premiumsponsors bauen

Die Spielzeit 2016/2017 war eine Zittersaison für die Drittliga-Handballerinnen des ESV 1927 Regensburg und ist laut Abteilungsleiter Dieter Müller „überhaupt nicht so verlaufen, wie wir uns das vorgestellt hatten“. Bei der Pressekonferenz bei Sponsor Schneider Electric am Mittwochabend nannte Müller die großen Verletzungsprobleme und den schlechten Saisonstart als die Hauptgründe, warum die „Eisenbahnerinnen“ bis zum letzten Spieltag um den Klassenerhalt in der 3. Liga Süd bangen mussten.

„Am Ende waren wir froh, dass wir die wieder die Klasse gehalten haben und blicken nach vorne.“ Gründe für Optimismus gibt es derzeit viele: Thierry Tricot, Senior Vice President bei Schneider Electric und Vorsitzender des ESV-Fördervereins, hatte bereits während der Saison das Sponsoring um weitere drei Jahre verlängert. „Ich glaube fest daran, dass höherklassiger Handball in Regensburg zukunftsfähig ist“, sagte der Gastgeber. „Unsere erfolgreichen Jugendmannschaften haben großes Potenzial und unser junges Drittliga-Team wird auch den nächsten Schritt machen.“

Der Weg solle laut Abteilungsleiter Müller in den nächsten drei Jahren „Richtung 2. Bundesliga gehen“. Müller: „Das ist unser erklärtes Ziel und wir arbeiten hart daran, die Voraussetzungen dafür zu schaffen. Mit starken Partnern wie Schneider Electric, denen ich sehr herzlich für ihr langjähriges Engagement danke, ist dies auch möglich.“ Einen wichtigen Beitrag soll dazu auch das neue Trainergespann Stefan von Frankenberg/Ingo Gömmel leisten, das bei der Pressekonferenz offiziell vorgestellt wurde und Erfolgstrainerin Judith Pimpl beerbt hatte.

Die beiden Mittelfranken können auf den Großteil des Kaders bauen, auch wenn die Abgänge von Torhüterikone Ines Flesch, die nach 15 (!) Jahren im Tor des ESV ihre Karriere beendet hat, sowie den etatmäßigen Kreisläuferinnen Lisa Haberkorn (Beruf) und Doro Mooser (studiumsbedingte Auszeit) natürlich schwer wiegen. Mit Torhüterin Franziska Ruzicka (30 Jahre, vom Drittligaabsteiger HG Zirndorf) und der hochveranlagten Rückraumspielerin Laura Brockschmidt (19, HC Erlangen) stehen aber schon zwei Neuzugänge fest.

Dazu wird auch Juniorinnennationalspielerin Franzi Peter ihre Handballschuhe weiter für den ESV schnüren. Die umworbene 18-Jährige glaubt ebenfalls an die Perspektive ihres Stammvereins. Stefan von Frankenberg ist sehr zufrieden mit dem Kader: „Die Mädels sind sehr motiviert und wir sind auf fast allen Positionen – mit Ausnahme der Kreisläufer – doppelt gut besetzt. Hier halten wir noch die Augen offen.“

Auch aufgrund der Bodensanierung in der Trainingshalle bitten die neuen Coaches ihre Schützlinge erst am 29. Juni zur ersten gemeinsamen Trainingseinheit. „Die Mädels sollen bis dahin einfach auch ihre Akkus aufladen und haben zusätzlich individuelle Trainingspläne bekommen“, erklärt Gömmel den auf den ersten Blick relativ späten offiziellen Trainingsauftakt. „Wir sind heiß auf die Aufgabe und freuen uns, wenn es endlich losgeht“, so von Frankenbergs Schlusssatz, der die Aufbruchstimmung an der Dechbettener Brücke treffend beschreibt.

Video zur Pressekonferenz von TVA

 

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