Saisonvorbereitung endet mit BHV-Pokalspielen in Helmbrechts

Nach einer sehr schwierigen Saisonvorbereitung mit einer teils unterirdischen Trainingsbeteiligung, kommt die Saison für die Damen 2 des ESV 1927 Regensburg nach eigenem Bekunden um mindestens 5-6 Wochen zu früh. Anstatt in den vergangenen Wochen an der Feinabstimmung arbeiten, oder das nötige Augenmerk auf die Abwehrarbeit legen zu können, blieb vieles aufgrund der geringen Trainingsbeteiligung nur Stückwerk.

Nichts desto trotz absolvierte das Team vom Trainergespann Sommerer/Croitoru insgesamt sechs Testspiele gegen Mannschaften aus verschiedenen Spielklassen. Bemerkenswert war, dass trotz all dieser Widrigkeiten der Vorbereitung und ständig wechselnder Aufstellungen vier dieser Testspiele, zum Teil recht deutlich gewonnen werden konnte.

Zum Abschluss der Vorbereitung auf die kommende Saison stand dann am vergangenem Samstag das BHV-Pokalturnier in Helmbrechts auf dem Programm. Gegner waren dabei der Drittliga-Absteiger HaSpo Bayreuth und die Gastgeber des TV Helmbrechts, dem neuen Ligakonkurrenten in der Landesliga-Nord. Als Zielsetzung für die beiden Spiele hatten sich die Donaustädterinnen vorgenommen, die in den letzten Trainingseinheiten einstudierten Auslösehandlungen und Spielabläufe in verschieden Aufstellungsvarianten konzentriert umzusetzen. Gleiches Augenmerk galt dem schnellen Umschaltspiel von Abwehr auf Angriff, sowie dem konsequenten Rückzugsverhalten nach Basllverlust.

Im ersten Spiel gegen HaSpo Bayreuth entwickelte sich von Beginn an eine ausgeglichene Partie, zweier auf Augenhöhe spielender Mannschaften. Dabei gelang es des den Eisenbahnerinnen immer wieder, die offensiv ausgerichtete Abwehr mit den einstudierten Spielzügen auszuhebeln. Erst kurz vor der Halbzeit gelang es den Bayreuth die zwei Tore Führung zum Pausenstand von 9:9 zu egalisieren.

Nach dem Seitenwechsel zunächst das gleiche Spiel, Regensburg liegt bis zum 13:11 immer ein bis zwei Tore in Front. Doch dann kommt es kurzzeitig zu einem Bruch im Spiel des ESV. HaSpo Bayreuth nutzt die kurze Schwächephase der Donaustädterinnen um sich mit vier Toren in Folge auf 15:13 abzusetzen. Nach dem neuerlichen Anschluss des ESV erhöht Bayreuth erneut das Tempo und sieht beim Stand von 17:14 ca. fünf Minuten vor Schluss bereits wie der sichere Sieger aus. Doch die ESV’lerinnen geben sich nicht geschlagen und können in den verbleibenden Minuten den drei Tore Vorsprung von HaSpo Bayreuth mit enormen Engagement und Kampfkraft noch in ein hochverdientes 17:17 Unentschieden umbiegen.

Lediglich 30 Minuten nach Ende des ersten begann die zweite Begegnung gegen den Turniergastgeber TV Helmbrechts. Wie auch schon im ersten Spiel lagen die ESV’lerinnen ständig in Führung. Doch Ende der ersten Halbzeit wendete sich das Blatt. Anstatt die zwei Tore Führung durch konsequentes Angriffsspiel weiter auszubauen unterliefen des ESV immer mehr Unaufmerksamkeiten in der Abwehr und unnötige Ballverluste im Spielaufbau. Dies brachte den TVH wieder zurück ins Spiel, sodass beim Stand von 9:9 die Seiten gewechselt wurden.

Nach dem Seitenwechsel verloren die Schützlinge von Trainer Paul Sommerer leider komplett den Faden. Zu viel Kraft und Substanz hatten die beide kurz nacheinander angesetzten Spiele gekostet. Der TVH konnte sich, ohne dabei selbst wirklich ansprechenden Handball zu spielen, auf 15:11 absetzten. Die Entscheidung war somit fünf Minuten vor Spielende zu Gunsten des TV Helmbrechts gefallen. In den verbleibenden Minuten gelang es dem ESV den Vorsprung noch auf zwei Tore (Endstand: 14:16 Tore) zu verkürzen, mehr aber auch nicht.

Fazit:

Die gezeigte Leistung gegen HaSpo Bayreuth stimmt mich für die in einer Woche beginnenden Saison doch einigermaßen zuversichtlich. In diesem Spiel hat die Einstellung, die Lauf- und Kampfbereitschaft bei allen Spielerinnen wirklich gestimmt. Ein Sieg wäre durchaus im Bereich des Möglichen gelegen, hätten wir unsere Chancen konsequenter genutzt. Man hat beiden Mannschaften angemerkt, dass sie lieber mit als ohne Harz spielen. 
Viele unnötige Ballverluste und unglückliche Wurfversuche prägten mitunter das Spiel. Dass wir das Spiel gegen den TV Helmbrechts nicht haben gewinnen können, schmerzt schon ein wenig, aber Angst müssen wir in der Liga vor diesem Gegner bestimmt keine haben. Letztendlich hat uns einfach die Kraft und Spritzigkeit gefehlt, um dieses Spiel für uns zu entscheiden. Noch dazu haben wir uns gefühlt 15-20 Abspielfehler im Spielaufbau geleistet. Da kannst du kein Spiel gewinnen. Trotzdem möchte ich sagen, dass wir von der Spielanlage her, in jedem Fall die reifere Mannschaft waren.

Nun gilt es sich auf das erste Saisonspiel gegen die HSG Mainfranken zu fokussieren. Wir wissen um die Heimstärke dieser Mannschaft. In den verbleibenden Trainingseinheiten gilt es noch an der Feinabstimmung bei den Spielabläufen und Auslösehandlungen, sowie an der Abstimmung in der Abwehr zu feilen. Noch steht nicht fest mit welcher Aufstellung wir in Mainfranken spielen werden. Ich hoffe aber, dass wir zumindest nominell eine schlagkräftige Truppe aufbieten können.

Aufstellung mit Toren aus beiden Spielen:

Andrea Poschenrieder (Tor), Nina Peter (3), Kerstin Wyrwoll (4), Julia Sommerer (8/1), Sara Ohsam (6/3), Patty Tillack (2), Nathalie Scheffler (2), Emma Schürzinger (4), Anja Bräu und Stefanie Wörl (2)

 

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