Saisonrückblick Herren 1

Durch die sehr exklusive Aufstiegsregelung der BOL, wurde den Eisenbahnern in den letzten Jahren mehr als deutlich, dass der zweite Platz doch der erste Verlierer ist. Um nicht als Vize-Lok in die Geschichten einzugehen, legte das gesamte Team der Trainer Goldbach/Croitoru schon in der Vorbereitung einige Schippen drauf. Aufgrund der überfälligen Sanierung der ESV-Heimstätte und damit einhergehend, einer noch angespannteren Hallensituation, absolvierten beide Herrenteam inklusive A-Jugend die Vorbereitung größtenteils zusammen.

Zum einen eine große Herausforderung, da die Trainingsgruppe weit mehr als 25 Sportler umfasste, zum anderen die Chance sich untereinander besser kennenzulernen und gegenseitig zu motivieren. Leider konnten aus beruflichen Gründen einige Stützen der letzten Jahre das straffe Programm nicht vollständig absolvieren, wodurch man gegen Ende der Vorbereitung noch nicht so eingespielt war wie man es sein sollte, wenn man am Ende tatsächlich ganz oben stehen will.

Der Saisonbeginn war holprig. Das Auftaktspiel in Forchheim, wohlwahrlich konnte man auf ein einfacheres Startprogramm hoffen, ging mit 26:23 an die Hausherren und war damit der erste Dämpfer im ersten Spiel. Das erste Heimspiel, das man souverän mit 25:16 gegen Amberg gewann, zeigte allerdings, welches Potential im Team steckt und ließ vermuten, dass das Gastspiel in Forchheim nur ein Ausrutscher war. Einem Sieg gegen Obertraubling (19:25), folgte eine bittere Heimniederlage gegen Altdorf (22:23). Anschließend ging es zum Landesligaabsteiger nach Auerbach.

Das, bis dato beste Spiel der Saison, verlor man aufgrund der unzureichenden Chancenauswertung. Somit stand man nach 5 Spieltagen mit mehr Minuspunkten (4:6) als in der Vorsaison da und konnte nur noch hoffen, dass die direkten Konkurrenten um den Aufstieg auch noch federn lassen würden. Bis zur Winterpause kehrte glücklicherweise Konstanz ein und man gab nur noch einen Punkt beim Unentschieden in Sulzbach ab. Dass dieses Pünktchen vielleicht noch einmal entscheidend sein würde hat hier niemand geahnt, zu weit waren die Konkurrenten enteilt. Der Schlachtplan für die zweite Saisonhälfte war einfach: so gut spielen und kämpfen wie es geht, möglichst jedes Spiel gewinnen und schauen was die anderen machen. Wie sagte einst der Anführer des A-Teams: „Ich liebe es, wenn ein Plan funktioniert!“

Die Mannschaft wurde immer besser. Alex konnte sich endlich auch in den Spielen einbringen, die A-Jugendlichen und Neuzugänge wuchsen hervorragend in ihre Aufgaben hinein, Stevie erlebte seinen dritten Frühling und die Mannschaft eilte von Sieg zu Sieg. Darüber hinaus wurde endlich der Bunker wiedereröffnet und die Siege gegen Auerbach und im Derby gegen die SG bedeuteten wieder Spannung im Aufstiegsrennen. Es hätte ein fulminanter Schlussspurt mit möglichem Happy End werden könnten, doch dann kamen Bill Gates, die WHO und wer sonst noch alles und versuchten den Aufstieg der Lokbesatzung, durch ein furchtbares, nie dagewesenes Virus, zu torpedieren.

Zurück zu den Tatsachen:

Wie allen bekannt sein dürfte, wurde die Saison abgebrochen und es kam nicht zu einem Fotofinish am letzten Spieltag. Obwohl sich die Eisenbahner, bei Abbruch der Saison, an der Tabellenspitze befanden stieg, aufgrund der vom DHB erarbeiteten Quotientenregel (in meinen Augen die gerechteste Lösung, für ein nicht zu lösendes Problem), die SG Regensburg auf. Der BHV muss sich nun Gedanken machen, ob die Lokbesatzung eventuell doch noch aufsteigen darf. Alle Beteiligten wünschen sich, dass man nach der langen Zeit, den Schritt in die Landesliga gehen darf. Für den Aufstiegsfall stellen sich noch einige Fragen: wie wird ein Aufstieg pandemiekonform gefeiert? Ist der Duschdreher auch auf Desinfektionsmittel möglich? 

Wir freuen uns auf ein Wiedersehen mit den Fans und wünschen allen eine gesunde Zeit.         
Bis bald im Bunker!

Eure Herren 1

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