Pflichtsieg der Damen II gegen Lichtenau

24:18 (14:10) Pflichtsieg des ESV 27 Regensburg II gegen den TSV Lichtenau mit drei weiteren Verletzten teuer bezahlt

Zusätzlich zu den vier Langzeitverletzten musste Trainer Paul Sommerer dieses Mal auch noch auf Jasmin Ellwanger und Conny Tillack (beide beruflich verhindert) und seine Trainerkollegin Andreea Croitoru (Urlaub) verzichten.

Nicht nur weil der Tabellenletzte aus Lichtenau mit nur einer Wechselspielerin angereist war, gingen die Eisenbahnerinnen trotz ihrer eigenen personellen Probleme, zuversichtlich in die Begegnung, sondern vor allem deswegen, weil man bis dato in eigener Halle nur drei Punkte hatte abgeben müssen.

Schnell war ein drei Tore Vorsprung (Zwischenstand: 4:1) herausgespielt. Alles schien nach Plan zu laufen. Doch anstatt den Vorsprung mit schnellem Spiel aus der eigenen Abwehr heraus weiter auszubauen, passten sich die Gastgeberinnen dem langsamen und fehlerbehafteten Spiel der Gäste an.

Mit vier Treffer am Stück konnten die Gäste beim Stand von 4:5 sogar in Führung. In der Folge nahm der ESV 27 die gefährlichste Angreiferin der Gäste, Franziska Frühwirth, in Manndeckung. Diese taktische Maßnahme zeigte sofort Wirkung.

Die Angriffsbemühungen des TSV kamen in der Folge komplett zum erliegen. Der ESV fand wieder besser ins Spiel und konnte bis zur  28. Spielminute auf 12:8 davon ziehen. Dann die erste Schrecksekunde auf Seiten des ESV 27 – Lea Kunz verdrehte sich bei einer Abwehraktion das rechte Knie und musste das Spielfeld humpelnd verlassen.

An einen weiteren Einsatz der quirligen Außenspielerin war nicht zu denken. Gerade einmal fünf Minuten waren im 2. Abschnitt gespielt da ereilte den ESV der zweite herbe Rückschlag an diesem Samstagnachmittag. Julia Sommerer knickte nach einem überharten Einsteigen ihrer Gegenspielerin in der Querbewegung um.

Auch bei ihr war an ein Weiterspielen nicht zu denken. Trotz dieser beiden Ausfälle konnte sich der ESV 27 dank der Tore von Katja Goldbach, Nina Peter und Kerstin Wyrwoll immer weiter von ihren Kontrahentinnen aus Lichtenau absetzen.

Beim Stand von 23:13, sieben Minuten vor dem Ende, sah alles nach einem standesgemäßen Sieg der Heimsieben aus und dies trotz einer nun wirklich nicht berauschenden Leistung. Doch in verbleibenden Minuten merkte man den Eisenbahnerinnen den Substanzverlust mehr als deutlich an. Technische Fehler am laufenden Band und Unkonzentriertheiten beim Torwurf verhalfen dem TSV Lichtenau dazu den Vorsprung Tor um Tor zu verkürzen.

Zwei Minuten vor Ende dann der dritte Schock für den ESV. Barbara Hagl und die Nummer 4 der Gäste stoßen im Zweikampf mit den Köpfen zusammen. Barbara Hagl’s rechtes Auge schwillt binnen Sekunden komplett zu. Auch sie fällt verletzt aus und kann das Spiel nicht zu Ende spielen. Dass es letztendlich nur zu einem mageren 24:18 Heimerfolg für den ESV 27 Regensburg reicht verkommt bei dem Gedanken an bei drei weitere verletzte Spielerinnen zur Nebensache.

Fazit:

Ganz ehrlich gesagt kann ich die beiden Schiedsrichter nicht verstehen. Sie haben es aus meiner Sicht bereits in der ersten Halbzeit versäumt, mit ein paar Zeitstrafen das teils überharte Einsteigen der Gäste frühzeitig zu unterbinden.

Im 2. Abschnitt ist ihnen das Spiel dann komplett entglitten. Immer wieder mussten Spielerinnen von uns aufgrund der harten Gangart der Gäste behandelt werden. Wir sind nun wirklich keine Kinder von Traurigkeit und spielen auch einen körperbetonten Handball, aber das hatte nun wirklich nichts mehr mit gesunder Härte zu tun.

Zum Schluss hatten wir kein einziges Eis-Pack mehr um unsere verletzten Spielerinnen zu versorgen. So etwas wie heute, habe ich bis dato noch nicht erlebt. Mir fehlen echt die Worte….

So wie es jetzt, also zwei Tage nach dem Spiel aussieht, hat sich Julia einen Außenbandabriss im rechten Sprunggelenk zugezogen, bei Lea Kunz besteht der Verdacht eines Außenbandabrisses im rechten Knie.

Lediglich Barbara Hagl kam sprichwörtlich mit einem blauen Auge davon und kann im nächsten Spiel zuhause gegen den TSV Winkelhaid mit Sicherheit eingesetzt werden. Ob wir in knapp zwei Wochen überhaupt eine Mannschaft aufs Parkett bekommen steht momentan noch in den Sternen.

Aufstellung mit Toren:

Andrea Poschenrieder und Susanne Große (beide Tor), Nina Peter (4), Kerstin Wyrwoll (3), Julia Sommerer (5/3), Katja Goldbach (10/2), Patty Tillack (1), Lea Kunz, Pia Klenk, Barbara Hagl und Stefanie Wörl (1)

Translate »