Neur ESV-Kader wächst weiter zusammen

Am Samstag veranstalteten die Drittliga-Handballerinnen ein stark besetztes Vorbereitungsturnier, bei dem alle vier bayerischen Drittligisten gegeneinander antraten. Im Auftaktspiel kreuzten die „Eisenbahnerinnen“ mit HaSpo Bayreuth, die in der Ost-Staffel der 3. Liga antreten, die Klingen. Regensburg startete schwach und sah sich schnell einem 0:3-Rückstand ausgesetzt. Dem lief die Truppe von Trainer Udo Hermannstädter zunächst auch hinterher und lag auch beim 8:10-Pausenstand mit zwei Toren im Hintertreffen. Nach dem Seitenwechsel steigerten sich die Gastgeberinnen merklich und konnten – angeführt von der starken Linkshänderin Andrea Vlachova – kurz vor dem Ende der auf 40 Minuten verkürzten Spielzeit mit 18:16 in Führung gehen. Eine Zeitstrafe gegen Linkshänderin Vlachova und drei technische Fehler in Serie und ein überhasteter Abschluss im finalen Ballbesitz führten dann aber zu einer absolut vermeidbaren Niederlage.

In der zweiten Partie des Tages traf der ESV auf die HSG Sulzbach/Leidersbach. Coach Hermannstädter testete weiter viel und hatte mit Spielmacherin Anna Fuhrmann (7/2 Tore) sowie Rechtsaußen Mirela Negrutiu-Chirila (8) zwei Aktivposten in seinen Reihen. Nach einer zwischenzeitlichen 10:5-Führung wurde Regisseurin Fuhrmann von der HSG mit einer kurzen Deckung bedacht. Dies zeigte auch etwas Wirkung und die Unterfranken konnten auf den 9:12-Halbzeitstand verkürzen.  Auch nach Wiederanpfiff war Regensburg das etwas bessere Team und brachte in einer sehr torreichen Partie einen 24:21-Erfolg über die Ziellinie.

Im abschließenden Duell wartete mit dem HCD Gröbenzell ein Team, zu dessen Kader die Ex-Regensburgerinnen Vera Balk und Aline Fischer gehören. Im ersten Durchgang entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, der in einem 9:10 zur Pause aus Regensburger endete. Am knappen Verlauf änderte sich auch in den 20 Minuten nichts. Bis zum 17:18 hatten beide Mannschaften die Chancen auf den Testspielsieg, doch dann hatten die Gäste, angeführt von der treffsicheren Balk (8 Feldtore),  mit vier Treffern in Serie einen 22:17-Erfolg. Das Ergebnis fiel etwas zu hoch aus, machte aber deutlich, dass sich das neu formierte ESV-Team in der Deckung noch finden muss. Hier klappte das Verschieben noch nicht wunschgemäß und auch in puncto Aggressivität müssen die Regensburgerinnen noch zulegen.

Trainer Udo Hermannstädter war insgesamt mit der Vorstellung seiner Mannschaft, die immer noch auf Lavinia Albescu und Jasmin Ellwanger sowie zusätzlich auf Sarah Stephan, Doro Mooser und Andrea Bernardova verzichten musste, zufrieden. Der Nachfolger von Judith Pimpl an der Seitenauslinie ist optimistisch, dass sich sein Team in den verbliebenen knapp drei Wochen bis zum Saisonstart am 19. September in Allensbach noch einmal steigern wird. „Die Abläufe im Angriff und die Absprachen in der Deckung werden dann besser funktionieren, zudem haben wir dann personell auch hoffentlich noch mehr Alternativen.“