Neu(Alt)Zugang beim ESV Regensburg

Franzi Peter kehrt zum ESV zurück

Am Samstag verbesserten die Handballerinnen des ESV 1927 Regensburg durch den Heimsieg über Möglingen ihre Chancen auf den Klassenerhalt in der 3. Liga. Nun sind die Aktien noch einmal gestiegen, denn ein spektakulärer Neuzugang wird in der Rückrunde wieder für die „Eisenbahnerinnen“ auf Torejagd gehen. Franziska Peter kehrt vom deutschen Rekordmeister HC Leipzig zurück in die Oberpfalz.

Das gerade erst 17 Jahre gewordene Ausnahmetalent bat Leipzig um die Freigabe. „Sportlich und auch menschlich hat alles gepasst. Die Mannschaft hat mich im Sommer super aufgenommen. Ich war bei jedem Bundesliga-Spiel im Kader und durfte auch im Europapokal ran. Aber abseits des Handballs hat mir meine Familie und auch mein Freundeskreis sehr gefehlt“, gibt die Jugendnationalspielerin „Heimweh“ als einzigen Grund für die Rückkehr an.

Leipzig versuchte alles, um Franziska Peter umzustimmen, doch letztlich war die Sehnsucht nach der Heimat zu groß. „Ich bin stolz, dass der HC mir so viel Vertrauen geschenkt hat und mir die Türe zur Rückkehr offen hält. Leipzig wird auch immer mein erster Ansprechpartner sein, wenn die Zeit reif für mich ist, es noch einmal in der Bundesliga zu versuchen.“ Peter erteilt damit auch den Avancen anderer Vereine eine klare Absage: „Für mich zählt nun erst einmal der Klassenerhalt mit dem ESV.“

Für den ESV 1927 ist die Rückkehr „der verlorenen Tochter“ ein vorgezogenes Weihnachtsgeschenk, auch wenn das Eigengewächs durch die Wechselsperre erst Ende Januar spielberechtigt sein wird. „Franzi ist allein durch ihre Art schon ein Gewinn für jede Mannschaft, die handballerische Qualität steht ohnehin außer Frage“, freut sich ESV-Abteilungsleiter Dieter Müller stellvertretend für alle Verantwortlichen.

Die frohe Kunde beflügelte auch ihre ehemaligen und bald wieder auch aktuellen Mitspielerinnen gegen Möglingen. „Der Glaube an den Klassenerhalt ist zurückgekehrt“, sagt Trainer Udo Hermannstädter in dem Wissen, bald eine Spielerin, die trotz ihres jungen Alters schon einige Bundesliga- und Europapokaltore in ihrer sportlichen Vita vorweisen kann, im Kader zu haben.

Dass die Rückkehr in die 3. Liga ein Rückschritt ist, relativiert die Linkshänderin: „Ich habe mich ja in der 3. Liga für die Bundesliga empfehlen können, da wird ebenfalls guter Handball gespielt. Zusätzlich bin ich ja auch durch die Einsätze in der Nationalmannschaft international gefordert.“  Und die Nationalmannschaft ist auch die erste Zwischenstation: Am Montag geht es zum U18-Lehrgang nach Kienbaum.

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