Nächste vermeidbare Niederlage

HSG Erlangen/Niederlindach : ESV 1927 Regensburg 32:28 (15:14)

Durch die verlorene Schlacht in Bruck vor zwei Wochen war der Platz an der Tabellenspitze für die Eisenbahner zwar rechnerisch noch möglich, allerdings müssten dafür schon alle Glücksgötter die Bahncard 100 besitzen.

Folgende Konstellation hätte die Endhaltestelle Landesliga ermöglicht: Erlangen/Bruck verliert die beiden letzten Saisonspiele und die Eisenbahner gewinnen ihre beiden verbleibenden Spiele. Damit diese Restchance bestehen blieb, musste ein Sieg gegen Niederlindach her. Leider blieben einige Plätze im Sonderzug leer, da sich so mancher Gallier bei Abenteuern abseits des Handballfeldes versuchte (Paulix bei den Briten, Maximix und die Hochzeit, Zachix und die Genesung, Stevix auf Kreuzfahrt).

Durch diese Ausflügler kamen Altgediente, aber auch junge Wilde zu ihrer Chance, sich in der ersten Reihe der gallischen Eisenbahnbesatzung den Lorbeerzweig zu erkämpfen.

Durch die genannten Ausfälle war Vorturner Goldbach zu einigen Umstellungen gezwungen, welche in der ersten Viertelstunde zu unzähligen Fehlern im kleinen Handballeinmaleins führten. Dadurch agierte man in der Folgeim Angriff zu drucklos und konnte die Abwehr der Erlanger nur bedingt vor Herausforderungen stellen konnte. Ebenso fehlte in der eigenen Abwehrreihe der Zugriff auf den Gegenspieler, wodurch immer wieder Durchbrüche hingenommen werden mussten.

Diese Kombination steht meist nicht für erfolgreichen Handball und dies zeigte auch die Anzeigetafel: 12:6 nach 21 Minuten. Weil das alles noch nicht genügte, um den Trainer auf die Palme zu bringen, versuchte sich die Zugbesatzung auch noch als Außenstelle des TÜV und prüfte Pfosten und Latte auf Stabilität und Dauerfestigkeit. ​
Da man diesen traumhaften Frühlingstag nicht gänzlich verschenken wollte und wenig Lust auf ein Kabinengewitter hatte, besann man sich in den letzten 3 Minuten des ersten Durchgangs und spielte halbwegs ansehnlich Handball. Pausentee gab es beim Stand von 15:14.

Wie man sich an dieser Stelle denken kann waren natürlich die ersten 27 Minuten des Spiels Hauptbestandteil der Ansprache von Coach Goldbach. Trotzdem war hier noch gar nichts verloren und man war gewillt mit frischem Wind durch die zweite Hälfte zu segeln.

Das Problem am Lossegeln war, dass Erlangens Rückraum links das Gästesegel in den folgende 3 Minuten zerstören wollte. Unglücklich rutschten die Geschosse unserem Leichtmatrosen Miersch über die Uniform. Im Gegenzug herrschte im Regensburger Angriff wieder fröhliches Latten- und Pfostenwerfen.

Hinzu kam, dass die 7m Würfe im kompletten Spiel auch eher an Scheibenschießen auf dem Jahrmarkt nach 5 Maß erinnerten. Es änderte sich nicht mehr allzu viel und nachdem sich das Tintenfass des Schriftstellers langsam dem Ende neigt: Endergebnis 32:28.

Hätte die Lokbesatzung an diesem Tag auch nur annähernd eine akzeptable Wurfquote (sagen wir mal so 60 %) erreicht, hätte man das Spiel deutlich gewonnen. Hätte, hätte Fahrradkette. Am Ende bleibt, dass man sich nie aufgegeben hat, jeder für den anderen gekämpft hat und man sich an der eigenen Nase packen muss.

Zum „Glück“ hat Erlangen/Bruck gewonnen, wodurch vor allem das stark strapazierte Nervenkostüm von Coach Goldbach zumindest die Saison überstehen wird. Das letzte Saisonspiel wird im Bunker stattfinden. Zur „Blue-Night“ gibt’s noch einmal ein Derby gegen die SG Regensburg.

Es spielten: Miersch, Müller (beide TW), Meier K. (6), Reber (5), Ehlis (4), Meier L., Saller, Spreitzer       (je 3), Lang (2), Kainz (1‼‼‼‼‼‼), Groß (1/1 <- Seltenheitswert an diesem Tag), Fuchs, Greifenstein, Reitinger

BOL Ostbayern 18/19

Pos.MannschaftPktT(+/-)
1614
2613
3416
444
525
6SG Naabtal24
72-1
82-12
92-25
1000
110-3
120-15

BL Ostbayern 18/19

Pos.MannschaftPktT(+/-)
1ATSV Kelheim e.V00
2ESV 1927 (H2)00
3FC Neunburg v.W.00
4HC Sulzbach-Rosenberg00
5HC Weiden00
6HG Hemau/Beratzhausen00
7HV Oberviechtach II00
8SV Obertraubling00
9TS Regensburg00