Meine Fresse – Damen II siegen gegen Mainfranken

ESV 1927 Regensburg II beendet mit einem 31:25 (15:14) den Höhenflug der HSG Mainfranken

Nach den beiden Derby-Auswärtserfolgen gegen den Sportclub und den SV Obertraubling, sowie dem zwischenzeitlichem Unentschieden zuhause gegen Schwabach/Roth, traf der ESV 27 am vergangenen Samstag auf die Mannschaft der Stunde die HSG Mainfranken.

Nicht ohne Grund kam die HSG mit mächtig breiter Brust nach Regensburg, hatten sie doch die letzten acht Partien zum Teil recht deutlich für sich entscheiden können. Aber auch die Donaustädterinnen hatten allen Grund optimistisch in die Partie zu gehen, hatten sie bis dato lediglich drei Zähler auf eigenem Terrain  abgeben müssen.

Um dem Rückraum der HSG etliches an Durchschlagskraft zu nehmen, wurde die frühere ESV-Spielerin und Torschützenkönigin der HSG, Melle Meyer, von Beginn an kurz gedeckt. Dennoch gelang es den Gästen, in Persona von Isabella Renner, die sich durch die kurze Deckung bietenden zusätzlichen Räume im 5:5 effizient zu nutzen.

Auf der Gegenseite bekamen die Gäste zunächst keinerlei Zugriff auf die wie entfesselt aufspielende Mogli Ellwanger. Alleine sechs ihrer insgesamt acht Treffer  erzielte die sprung- und wurfgewaltige Rückraumspielerin im ersten Abschnitt.

So entwickelte sich eine ausgeglichene, hart umkämpfte, aber niemals unfaire Landesliga-Begegnung. Die Führung wechselte im Verlauf der 1. Halbzeit praktisch ständig hin und her. Keiner der beiden Mannschaften gelang es, sich mehr als zwei Tore abzusetzen. Mit einer ein Tore Führung (Halbzeitstand: 15:14 Tore) der Gastgeberinnen ging es in die verdiente Pause.

Einzig und alleine für die teils mangelnde Abstimmung in der Abwehr gab es  Anlass zur Kritik des Trainerduos Croitoru/Sommerer. Mit der Angriffsleistung ihrer Schützlinge konnten beide durchaus zufrieden sein. Nach dem Seitenwechsel spielten die ESV’lerinnen weiterhin mit sehr viel Bewegung und Positionswechsel im Rückraum und immer wieder einlaufenden Außenspielerinnen.

Fast jeder Angriff wurde mit einem sogenannten Übergang begonnen. Dies verschaffte dem wurfgewaltigen Rückraum des ESV 27 ein ums andere Mal die notwendigen Lücken im Deckungsverbund der Gäste um zu einem freien Wurf und dem damit fast sicheren Torerfolg zu kommen. Jetzt waren es vor allem Julia Sommerer und Katja Goldbach die die Gästedeckung praktisch sturmreif schossen.

Im eigenen Deckungsverbund spielte man nach dem Seitenwechsel endlich mit der notwendigen Aggressivität und Konzentration. Speziell Lea Kunz gab dabei keinen Ball verloren und kämpfte um jeden Zentimeter Hallenboden.

So konnten die Angriffsbemühungen der Gäste immer wieder erfolgreich unterbunden werden. So gelang es den Eisenbahnerinnen schließlich sich sukzessive, Tor um Tor, von ihren Kontrahentinnen abzusetzen. Bis zur 50. Spielminute wuchs der Vorsprung des ESV 27 über 18:16, 20:16, 23:17 bis auf neun Tore beim Stand von 29:20 an.

Jetzt war die Partie endgültig zu Gunsten der Heimsieben entschieden. Die verbleibenden Minuten nutzte die HSG Mainfranken zwar noch zu ein wenig Ergebniskosmetik, doch näher als auf sechs Tore konnten sie den Vorsprung des ESV nicht mehr verkürzen. So endete diese hochklassige Landesliga-Partie mit einem auch in dieser Höhe verdienten 31:25 Erfolg des ESV 1927 Regensburg.

Fazit:

Glückwunsch an die gesamte Mannschaft – sie hat heute wieder einmal alles, wie auch schon in den Begegnungen davor, in die Waagschale geworfen und hochverdient gewonnen. Den Ausschlag hat heute unsere Überlegenheit im Rückraum gegeben.

Alleine 25 unserer insgesamt 31 Treffer aus dem Rückraum zu erzielen, sagt unserer Meinung nach doch einiges aus. Wenn du drei solche Kanoniere in deinen Reihen hast, kannst du dich als Trainer wirklich glücklich schätzen,  noch dazu wenn alle drei, so wie heute, ihre Tore machen.

Aufgeregt hat mich heute nur eines und zwar die Leistung der beiden Schiedsrichter. Anstatt sich auf das Spiel zu konzentrieren, haben sie sich lieber mit vermeintlichen Harzdepots beschäftigt und sich um die zu wenige Luft im Spielball gesorgt.

Dabei haben sie es über die gesamte Spieldauer nicht wirklich geschafft, sich in ihren Entscheidungen einig zu sein. Dass dann Kerstin Wyrwoll, die in ihrer gesamten Handballkarriere noch keine einzige direkte rote Karte bekommen hat, wegen so einem Schwachsinn wie dem vermeintlichen Harzdepot zwischen ihren Fingern zuerst eine 2 Minuten Zeitstrafe, dann sofort die rote und blaue Karte wegen ihres Kommentars „Meine Fresse“, bekommen hat, kann ich wirklich nicht verstehen.

Der Schiedsrichter fühlte sich durch ihren Kommentar persönlich beleidigt, so zumindest steht es im Spielbericht. Ich denke nicht, dass sie ihn beleidigen wollte, sie wollte lediglich ihre Wut zum Ausdruck bringen, weil manche Schiedsrichter immer noch glauben, sie wären die wichtigsten Personen auf dem ganzen Spielfeld und ohne sie könnte man überhaupt nicht Handball spielen – weit gefehlt kann ich da nur sagen – weit gefehlt….

Nächsten Samstag geht es für uns nach Nabburg/Schwarzenfeld. Auch da werden wir alles versuchen möglichst beide Punkte mit nach Regensburg zu nehmen. Wir haben momentan einen Lauf und den gilt es fortzusetzen.

 Aufstellung mit Toren:

Andrea Poschenrieder und Susanne Große (beide Tor), Nina Peter, Kerstin Wyrwoll (2), Julia Sommerer (10/3), Katja Goldbach (9), Conny Tillack, Patty Tillack, Lea Kunz (2), Stefanie Wörl, Barbara Hagl und Jasmin (Mogli) Ellwanger (8)

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