„Last-minute-Sieg“ in Schleißheim

Weibliche C-Jugend gewinnt Kampfspiel mit 28:27

Zum letzten Auswärtsmatch der diesjährigen Vorrunde startete die weibliche C-Jugend-Mannschaft am Sonntag Richtung München nach Oberschleißheim. Es erwarteten uns die Tabellenvorletzten, die aber einen sehr unkonventionellen Handball spielen und deshalb immer unberechenbar und gefährlich sind.

Die Oberbayerinnen verloren ihre vergangenen Partien meist denkbar knapp mit einem oder zwei Treffern und spielen häufig, wie bereits in der vergangenen Saison, mit dem siebten Feldspieler.

Entsprechend vorgewarnt starteten wir in diese Partie, die sogleich zeigte in welche Richtung es laufen wird. Unsere Gastgeberinnen legten los wie die Feuerwehr und durch ihre siebte Feldspielerin und zwei Kreisläuferinnen, die sehr robuste Sperren stellten, überrumpelten sie uns förmlich.

Nach ca. 10 Spielminuten lagen wir bereits deutlich mit 8:2 zurück. In der Folge stellten wir unsere Abwehrreihe extrem defensiv auf und boten unseren Gegnerinnen weniger und vor allem viel kleinere Durchbruchsräume.

Aus diesem Grund arbeitete unsere Abwehr effektiver und durch dadurch erzwungene Ballgewinne konnten drei wunderbare Treffer ins leere gegnerische Tor erzielt werden. Der Schleißheimer Trainer reagierte prompt und nahm die siebte Feldspielerin aus dem Spiel und seine reguläre Torfrau ins Tor.

Nach weiteren 10 Minuten glichen wir die heiß umkämpfte Partie zum 9:9 Zwischenstand aus. Unser Angriff arbeitete sehr effektiv und konsequent, auch deshalb blieb die Begegnung bis zum Halbzeitpfiff vollkommen offen und beim Stand von 14:14 ging es in die ersehnte Pause.

Doch auch nach Wiederanpfiff gelang es uns nicht, die Offensive der Gastgeberinnen auszubremsen. Durch Sperren und Rückstoßen konnten sie sich immer wieder Lücken erarbeiten und verwandeln. Wir zeigten aber auch, warum wir Tabellenführer sind und gaben keinen Zentimeter Boden verloren und kämpften bis zum Schluss verbissen um jeden Ball.

Über 17:17, 21:21, 23:23 und 25:25 konnten wir die Führung der Oberbayerischen Mädels immer wieder egalisieren und schafften es dann erstmals in den zweiten 25 Minuten, kurz vor Spielende, mit einem Treffer zum 28:27 in Führung zu gehen.

Die Einheimischen konnten den letzten Angriff zwar noch spielen, erhielten auch noch einen direkten Freiwurf zugesprochen, der dann aber sicher in den Händen unserer Torfrau Theresa landete. Dieser denkbar knappe und sehr glückliche Sieg wurde dann von allen mitgereisten Fans und der Mannschaft entsprechend erleichtert bejubelt.

Spielerinnen: Sirin Aslanca (Tor), Theresa Stahl (Tor), Lucia Kollmer (2), Sophia Peter (9/3), Luzie Schürzinger, Jessica Kulig (1), Eva-Maria Höllriegl (2), Paula Oprea (2), Lea Röhrl (8), Annalena Kessler (4), Carola Bomertl;