Lasst den Taten Worte folgen

ESV 1927 Regensburg : TSV Neutraubling 22:21 (10:10)

Unter Goldbachs Motto „Lasst den Taten Worte folgen“, hier der Bericht zum Spiel.

Durch die unnötige Auswärtsniederlage bei der HSG Erlangen/Niederlindach vor Weihnachten war die Tabellensituation für die ESV’ler alles andere als entspannt. Nur ein mageres Pünktchen trennte sie von einem direkten Abstiegsplatz. Aufgrund dieser Situation und den spielerisch nur partiell überzeugenden Partien der bisherigen Hinrunde, wurde der Weihnachtsurlaub der Spieler drastisch gekürzt.

Auch für die Gäste aus Neutraubling lief die bisherige Hinrunde nicht perfekt, sodass man als direkter Tabellennachbar des ESV auch eher im grauen Mittelfeld, als an der Sonnenseite der Tabelle stand. Leider musste man auf Seiten der Eisenbahner noch einen schweren Schlag über Weihnachten hinnehmen: Benedikt Fuchs, bis dato der Triebwagen des Regensburger Bummelzuges, wechselte mit sofortiger Wirkung zu den Chicago Bulls und wandelt nun auf den Spuren von MJ23, anstatt sich die Handballschuhe zu schnüren.

Alles bisher Gesagte kann sofort wieder vergessen werden, denn am Samstag um 17:30 war in der Dechbettener Halle Derbytime angesagt und Derbys haben immer ihre eigene Dynamik.

Der Beginn der ersten Hälfte war geprägt von den Abwehrreihen, sodass sich die Mannschaften im Positionsangriff erst finden mussten. Vor allem die Defensive des ESV war im Vergleich zum Spiel in Erlagen deutlich präsenter und gab keinen Zentimeter Raum kampflos auf. Aus einer guten Defensive könnte ein gutes Umschaltspiel entstehen, leider war das nicht der Fall.

Die besprochenen Laufwege wurden nicht sauber gehalten, sodass man durch ein gutes Rückzugsverhalten der Gäste, häufig in den Positionsangriff gezwungen wurde. Da dieser statisch und fehlerbehaftet ablief, musste man sich in dieser Phase bei Roy im Tor bedanken, dass Neutraubling in der zwanzigsten Minute nur einen 4:9 Vorsprung hatte. Technische Fehler und unvorbereitete Würfe der Eisenbahner konnten die Gäste in dieser Phase immer wieder in schnelle Gegenstöße umwandeln.

Nach einer Auszeit von Goldie und kleinen Umstellungen in Angriff und Abwehr wurde die Spielanlage der Regensburger deutlich dynamischer und ballsicherer. Auch die Abwehr ließ bis zum 10:10 Halbzeitstand nur noch ein Tor zu.

Die Halbzeitansprache ist schnell zusammengefasst: solange vorne der Ball läuft und die Chancen verwertet werden, dominieren wir dieses Spiel. Lediglich 4 Gegentore waren in HZ 1 aus dem gebundenen Spiel entstanden.

Die zweite Halbzeit sollte ebenfalls nicht durch Torreichtum überzeugen und auch die „unforced Errors“ der Heimmannschaft blieben auf einem konstant hohen Niveau.

Es änderte sich nicht viel am Spiel und Neutraubling konnte aufgrund einfacher Tore mit 14:17 davonziehen. Doch man hatte sich heute auf Seiten des ESV viel vorgenommen und war sich auch in dieser Phase bewusst, dass man das bessere Team ist. Lediglich die Fehler mussten minimiert werden. So kämpfte man sich, durch enormen Willen noch einmal heran und ging 20:19 in Führung.

Die letzten Minuten ging es noch einmal hin und her, glücklicherweise lag der Schlusspunkt beim ESV. Durch den 22:21 Siegtreffer blieben beide Punkte in der ESV-Halle und man hat sich für eine couragierte, wenn auch nicht fehlerfreie Leistung, am Ende belohnt.

Ein Rèsumè zu ziehen fällt nicht unbedingt schwer:

Grundsteine des Erfolgs waren eine starke Abwehr, ein guter Torhüter und der Glaube an die eigene Stärke. Negativ zu beurteilen ist die unfassbar hohe Anzahl an technischen Fehlern, die Chancenverwertung und eine 7m-Quote von 25% Diese Schwächen werden für das nächste Derby, am kommenden Samstag (17:30 Uhr Alfons-Auer-Halle) gegen den Sportclub, abgestellt. Dann sind auch dort die ersten Auswärtspunkte der Saison möglich.

Gute Besserung an Timo, der sich kurz vor Ende der Begegnung noch eine Knöchelverletzung zuzog.

 

Es spielten:

Müller R. (TW), Neveling (TW), Reber (6), Spreitzer (6/1), Kuttenberger (4), Ehlis (2), Lang (1), Meier K. (1), Reitinger (1), Saller (1), Meier L., Kainz, Bayer, Müller S.

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