Kein normales Derby

Für Gröbenzell und ESV steht viel auf dem Spiel

Den 24. April 2016 werden weder alle beteiligten Spielerinnen und verantwortlichen noch die anwesenden Zuschauer in der prall gefüllten Sporthalle an der Dechbettener Brücke vergessen: In einem hochklassigen Drittligahandballspiel hatte sich der ESV 1927 Regensburg vom HCD Gröbenzell mit einem 27:27-Unentschieden getrennt.

Da es der letzte Spieltag in der Süd-Staffel der 3. Liga war, warteten beide Mannschaften nach dem Schlusspfiff auf die Ergebnisse aus den anderen Hallen. Die Minuten erschienen wie eine Ewigkeit. Dann herrschte endliche Gewissheit und das Remis erwies sich für beide Mannschaften als perfektes Ergebnis: Der ESV hatte dadurch das kleine Handballwunder komplett gemacht und den direkten Klassenerhalt geschafft.

Der HCD schob sich durch den Zähler noch auf Rang zwei und durfte dadurch an der Aufstiegsrelegation zur. 2. Liga teilnehmen. Dort scheiterte das Team von Hendrik Pleines und Harald Fischer nur knapp, sodass die Rivalen aus dem Freistaat in der Saison 2016/2017 erneut in der 3. Liga Süd aufeinandertreffen.

Das erste Kräftemessen in Gröbenzell Mitte Oktober konnten die Oberpfälzerinnen überraschend mit 25:24 für sich entscheiden. Zwei ungemein wichtige Punkte für die Mannschaft von Trainerin Judith Pimpl, die sich nach einer beispiellosen Personalmisere erneut im Abstiegskampf befindet.

Diesmal sind die Vorzeichen aber deutlich besser und dazu trug auch der unerwartete, aber mehr als verdiente Punktgewinn beim SC Korb am vergangenen Samstag bei. Dieses 28:28-Remis machte Gröbenzell endgültig zu dem Gewinner des Wochenendes, denn Mitkonkurrent Allensbach hatte knapp in Freiburg verloren (24:25) und die vierte Mannschaft im Aufstiegsrennen, den TV Möglingen, hatte der HCD mit 24:22 selbst in die Schranken verwiesen.

Damit haben sowohl Gröbenzell als auch Möglingen und Korb, die allerdings den Rückzug in die Bezirksliga zum Saisonende angekündigt haben, allesamt 19:7 Punkte, während Spitzenreiter Allensbach (20:8) bereits eine Partie mehr ausgetragen hat. Die Münchner Vorstädterinnen mit den ehemaligen Regensburgerinnen Vera Balk und Aline Fischer besitzen also alle Möglichkeiten, heuer sogar den direkten Aufstieg in Liga zwei zu schaffen.

Eine erneute Niederlage gegen den ESV ist damit verboten. Auf der anderen Seite müssen die Gastgeberinnen versuchen, in den kommenden beiden Heimspielen gegen Gröbenzell und Möglingen zu punkten, denn sonst werden die Duelle mit den Mitkonkurrenten im Kampf um den Ligaverbleib zu Must-Win-Spielen.

In eigener Halle kann der ESV aber durchaus Großes schaffen und hat auch große Lust darauf – zu präsent ist noch das tolle Gefühl des 24. April. Die Zuschauer dürfen sich auf jeden Fall auf ein tolles Derby freuen, denn die Vergleiche zwischen dem ESV und dem HCD waren bis auf wenige Ausnahmen immer voller Überraschungen. Fortsetzung erwünscht!

 

 

 

 

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