Kampfmodus gefunden.

Beim letzten Auswärtsspiel war ein Krimi zu erwarten. Mit voller Bank und unter Einsatz der erfahrenen Spielerinnen Goldbach, Wyrwoll und Ellwanger ließ es sich auch die Trainerin Croitoru heute nicht nehmen selbst mal wieder auf dem Parkett aktiv mitzuwirken. Lediglich auf die am Knie verletzte Tillack, musste man verzichten, doch ihr baldiger Einsatz ist abzusehen. Jedem war klar, dass dies ein 4 Punkte Spiel ist, um den Abstand zu den Abstiegsplätzen zu wahren.

Ganz im Gegensatz zu sonst, ginge die Eisenbahnerinnen mit Mut und Spielfluss in die Partie. So begann ein Schlagabtausch bei dem sich zum Schluss keine Mannschaft absetzen konnte, 2:2, 6:4, 7:7 und 10:8 lautete das Ende der ersten Halbzeit. Bis dahin war klar, wir haben nicht nur gegen eine gute offene Abwehr Helmbrechts zu kämpfen, sondern auch gegen das junge Schiri Duo.

Wobei ihnen auch keine leichte Aufgabe an diesem Tag zustand. Sowohl die Spieler auf dem Parkett als auch die Zuschauer auf der Tribüne ließen keine Szene unkommentiert und gaben sich auf allen Seiten hitzige Wortgefechte. Dennoch zeigt die 7m Bilanz mit 10:4 für die Gastgeber eine deutliche Tendenz.

Zudem verletzte sich die Torhüterin Hecht bei einer Parade und riss sich ein Band am Sprunggelenk, sichtlich unbeeindruckt und Ignorant verhielten sich dabei die Schiedsrichter.

Nach der Halbzeit war der Drittliga-Reserve bewusst sie müssen auf einfache 1:1 Aktionen umstellen. Der Einsatz der Trainer auf dem Feld, gab den Mädels weiteren Mut und Selbstbewusstsein. Dies setzen sie mit breiter Brust und viel Bewegung im Angriffsverhalten auch gut um, 11:11, 15:15, 19:19 und das 24:24 durch einen verwandelten 7m der Gegner in der 59. Spielminute wurde es in der Halle immer spannender.

Croitoru holte sich bei ihrem Comeback in der letzten Spielminute eine unglückliche aber gerechtfertigt rote Karte ab, als sie einen Gegenstoß zu verhindern versuchte.

Die letzte Aktion beim Spielstand von 25:24 gehörte den Eisenbahnerinnen durch eine wiederum erfolgreich durchgesetzte 1:1 Aktion von Ellwanger. Aber wie sollte es anders sein, ausgerechnet diese letzte Chance wurde frei vor dem Tor von der Torhüterin pariert.

Fazit:
Noch bei keinem anderen Spiel in dieser oder in der vorherigen Saison wurde so beherzt von den ESV Damen gespielt. Endlich kämpfte wieder jeder für jeden und das bis zum bitteren Ende. Viele Kleinigkeiten machten heute wieder den Unterschied, wie Pfosten-Pfosten-kein Tor, 7m die sonst sicher verwandelt werden und Leichtsinnfehler die auch schon die letzten Spiele beherrschten.

Dennoch ist deutlich hervorzuheben, dass der Kampf bis zur letzten Spielminute auch die Gegner beeindruckt hat. „Wir sind heute als geschlossene Mannschaft aufgetreten“. Darauf kann die Mannschaft definitiv aufbauen und die kommenden Spiele mit breiter Brust angehen. Ein Team – ein Ziel – Sieg

Es spielten: Hecht, Poschenrieder je im Tor, Peter (3), Wyrwoll (5), Croitoru (1), Sommerer (6/2), Goldbach, Ohsam, Bräu, Dirnberger, Vehlow, Hagl (1), Ellwanger (8)