Herren schlagen HC Erlangen

Spielbericht HC Erlangen III : ESV 1927 Regensburg 24:27 (12:13)

Am vergangenen Wochenende mussten Goldis Jungs zu einem der ungeliebten Auswärtsspiele fahren. Zur wundervollsten Kaffeeklatschprimetime ging es nach Erlangen, um gegen die U21 des Bundesligisten anzutreten. Das Hinspiel in der heimischen ESV Halle war äußerst knapp und konnte am Ende nur mit einem mageren Tor gewonnen werden.

Man war also gewarnt, dass der Tabellenletzte mit Sicherheit nicht der leichteste Gegner der Liga werden würde. Erschwerend kommt bei der dritten Mannschaft des HC noch hinzu, dass man nie weiß welche Truppe auflaufen wird, da stets auf Akteure aus der zweiten Mannschaft oder der A-Jugend zurückgegriffen werden kann.

Gerade diese Ungewissheit machte die Vorbereitung auf das Spiel besonders, da man sich im Training nicht spezifisch auf den Gegner, sondern nur auf allgemeine Erlanger Stärken einstellen konnte. Eine weitere Aufgabe für Mannschaft und Trainer war, dass das erneute Fehlen von Fuchsi (der im letzten Spiel mit 14 Toren maßgeblich zum Unentschieden gegen Schwarzenfeld beitrug) kompensiert werden musste.

Die Vorzeichen waren also klar: wir fuhren ohne Fuchsi, mit zu wenig Schlaf, zu einem Gegner den man nicht einschätzen konnte ins Frankenland; positiv ist anders!

Diese Vorzeichen sollten sich aber ändern, da man beim Anblick der Halle schon fast heimatliche Gefühle verspürte. Eine Grausamkeit, an Hässlichkeit nur durch den eigenen Lokschuppen zu überbieten, stand mitten in der Erlanger Einöde. Noch dazu konnten die Truppe während des Warmmachens auf die motivierenden Klänge aus MC Stevie Wonders Boombox zurückgreifen, sodass sogar hier Heimspielatmosphäre herrschte.

Das Spiel begann aus Gästesicht sehr gut, die Abwehr zeigte das bekannte Engagement und ließ den jungen Erlanger Spielern fast keine Chancen. Auch der Angriff war beweglich und spielte die körperliche Überlegenheit gut aus, lediglich die Chancenverwertung war mau. Dennoch konnte man mit 0:3 in Führung gehen.

Bis zur zwanzigsten Minute vergrößerte sich dieser Vorsprung auf 4 Tore. Allerdings stellten die Erlanger ab diesem Zeitpunkt auf eine sehr offensive 5:1 Deckung um, sodass Peter auf der Mitte deutlich in seinem Handeln eingeschränkt war. Dadurch war der Rhythmus etwas verloren und Erlangen gelang es sich bis zur Pause auf ein Tor heran zu kämpfen.

In der Pause wurde die kurze Schwächephase analysiert und die Trainer gaben dem Team Möglichkeiten an die Hand sich mit der neuen Situation besser anzufreunden.

Die zweite Halbzeit begann sehr ausgeglichen, sodass es den Gästen nicht möglich war Erlangen abzuschütteln. Beim Stand vom 15:15 verletzte sich Steve am Knie und war gezwungen das restliche Spiel von der Bank zu verfolgen. Eventuell durch diesen Schock wachgerüttelt lief es für den ESV wieder besser und man konnte sich nach und nach bis auf sechs Tore absetzen.

Wobei die meisten Tore aus sauber beendeten Spielzügen und weniger aus Einzelaktionen entstanden. In den letzten 8 Minuten versuchten die Hausherren das Blatt doch noch zu wenden, indem sie die Abwehr auf eine 4:2 Deckung umstellten und im Angriff schnelle Eins gegen Eins Situationen suchten. Doch hier parierte Andi, der für den ebenfalls verletzten Roy in den Kasten kam, einige wichtige Bälle, sodass man am Ende mit drei Toren Vorsprung gewann.

Das Spiel war kein Sahnetörtchen, aber kämpferisch eine gute Leistung. Mit den zwei Punkten auf der positiven Seite kann man sehr zufrieden sein, da man dadurch fünf Punkte auf den ersten Abstiegsplatz hat. Nächste Woche, wenn der Tabellenführer aus Forchheim in Regensburg gastiert, werden die Punkte etwas höher hängen. Dennoch ist in der derzeitigen Verfassung und schneller Genesung aller Verletzten einiges möglich.

Es spielten:

Müller R. (TW), Neveling (TW), Beul (6/3), Grusa (5), Reber (5), Saller (3), Spreitzer (3), Kuttenberger (2), Müller S. (1), Bayer (1), Kainz

 

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