Herren I haben gut lachen

ESV 1927 Regensburg : HC Weiden 33:22 (19:10)

Vergangenen Samstag kam der Aufsteiger aus Weiden in den Genuss den Regensburger Lokschuppen besichtigen zu dürfen. Tragisch aus Gästesicht war, dass es wegen der Sanierung nur die Besichtigungstickets „Heimreise ohne Punkte“ gab. Aufgrund von Spielverlegungen war es das erste Aufeinandertreffen der beiden Teams in der doch schon fortgeschrittenen Saison.

Der Trupp aus Weiden rechnete sich im Vorfeld die Chance aus an einem Sahnetag ein oder vielleicht sogar zwei Punkte aus dem Bunker entführen zu können. Dem entgegen stellten sich eine gut gefüllte ESV-Bank und ein wie immer optimal vorbereiteter und seit letzter Woche um einen Cent reicherer Coach Goldbach.

Zu Beginn der Partie stellten die ESVler schon klar wer hier heute das Sagen haben würde. Die Versuche der Gäste in erster Linie über den Kreis, oder durch Einläufer zum Erfolg zu kommen wurde meist durch die stabile und aufmerksame Abwehr unterbunden. Hinzu kam ein sehr gut aufgelegter Roy im Tor, der die ein oder andere sehenswerte Parade hinlegte.

Die Gäste schöpften bei ihren Angriffen die von den Schiedsrichtern zur Verfügung gestellte Zeit nahezu restlos aus und versuchten den Prellbock der ESV-Abwehr durch eine Zermürbungstaktik zu umspielen. Ganz anders lief das Angriffsspiel der Hausherren ab. Das stählerne Ross stand nach jedem Ballgewinn unter Volldampf, sodass der Weidener Abwehr keine Zeit gelassen wurde um sich zu ordnen. Die Ballstafetten waren sich und es wurde stets der besser postierte Mann gesucht.

Dadurch wurde unser Tomorrowland-Veteran Mad Max mit Bällen gefüttert und wuchtete die Murmel gleich zu Beginn vier Mal ins gegnerische Gehäuse. Bis zum Stand von 6:5 war die Partie noch relativ eng und es galt für die Heimmannschaft nochmal ein paar Schippen Kohle nachzuwerfen. Torhüter und Abwehr hatten sich jetzt noch besser abgestimmt und ließen den Gästen keine Chance mehr. Dies zeigte sich in einem 8 Tore Lauf. Ab der 25. Minute nahm die heimische Lokomotive etwas Druck vom Kessel, wodurch die Gäste noch zu einigen Toren kamen und beim Stand von 19:10 zum Pausentee geläutet wurde.

Die Devise für die zweite Hälfte war, dass man die Konzentration hochhält, damit man möglichst bald den Sack zumacht.

Die Partie nahm wieder Fahrt auf und die Heimmannschaft konnte sich auf 24:11 absetzen. Ein paar unnötige Zeitstrafen wodurch man teilweise nur zu viert auf dem Feld stand und die fehlende Konzentration im Angriff waren in der Folge dafür verantwortlich, dass der Vorsprung nicht noch größer wurde. Dass er nicht schrumpfte, war Mierschi im Tor zu verdanken, der Roy in nichts nachstand und sein Tor zeitweise vernagelte.

Die zweite Hälfte war insgesamt deutlich zerfahrener und emotionslos. Beste Chancen wurden teilweise leichtfertig vergeben und so stand man selbst einem höheren Sieg im Weg. Endstand 33:22.

Kommende Woche gibt es schon das Rückspiel, bei dem die Regensburger zur besten Schweinebratenzeit (12 Uhr, Sonntag) in Weiden zum Tanz gebeten werden. Dabei wird es darauf ankommen, dass man an die gute erste Hälfte anknüpft und sich deutlich konstanter über die gesamte Spieldauer zeigt.

Es spielten: Müller R., Miersch (beide TW), Fuchs (10/4), Meier K. (6), Bayer (5), Meier L. (3), Groß (3/1), Ehlis (2), Moritz, Müller S., Reber, Zink (je 1), Kainz

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