Herren 2: Nicht schön aber erfolgreich!

Dampflok II vs. Hemau/Beratzhausen II 28:24

Der Meisterzug der ESV Herren II machte am Wochenende in ländlich geprägter Gegend Halt: man war am Sonntag um 18 Uhr zu Gast bei der HG Hemau/Beratzhausen II.

Schon vor dem Spiel standen die ESV-Herren als Aufsteiger und Meister der Bezirksklasse fest. Durch einige berufsbedingte Absagen (der arme BWL-Student, Jungschaffner Zink, bspw. wurde von Coach Städter zur Prüfungsvorbereitung freigestellt) fuhr man mit einer etwas dezimierten, aber dennoch schlagkräftigen Truppe in der Tangrintelhalle ein.

Allen Beteuerungen der Hausherren zum Trotz – es ginge ja ohnehin um nichts mehr, die Saison sei entschieden, man erwarte ein faires Spiel – gab sich Lokführer Städter skeptisch. Sicherlich wollten die Jungs um Trainer Höllriegel dem Meister noch einmal zeigen wo der Bartl den Most holt. Und das Zugpersonal zeigte sich durchaus von der Gangart der Hausherren beeindruckt.

Nach einer ausgeglichenen Anfangsphase gewannen die Hemauer überhand, in der 16. Minute stand es 11:7 – ein Umstand, der Lokführer Städter zu einem ungeplanten Halt zwang – Auszeit. Vor allem das Umschalten von Offensive auf Defensive sollte verbessert werden.

Gesagt getan – die Zugbesatzung legte Kohlen nach und kam in der 24. Minute durch Rückkehrer Simon Niksch zum verdienten Ausgleich. Eine Szene jedoch mit Folgen: der Hemauer Torhüter erwischte bereits zum zweiten Mal einen Gegenspieler beim Torwurf im Konter – ein Umstand durch den Lokführer Städter die Wut packte – und zu einer verbalen Entgleisung führte.

Der unrühmliche Höhepunkt einer hektischen Anfangsphase. Da der Mann in Schwarz aber nichts gehört hatte, wurde er von seinem Assistenten am Kampfrichtertisch (!) überzeugt, er möge Lokführer Städter des Führerstandes verweisen. Gesagt getan – Tobi Kick musste von nun an die Zugbesatzung führen. Bis zur Halbzeit wurden 4 weitere Tore erzielt – zwei auf jeder Seite – 14:14.

Durch den zu überraschenden Ehren gekommenen Tobi Kick wurde die Mannschaft nun in der Halbzeitpause auf die zweiten 30 Minuten eingestellt. Die jungen Hemauer wollten ein kampfbetontes Spiel, die Lokbesatzung schwor sich mit Köpfchen clever dagegen zu halten.

Und tatsächlich, die Lok hängte die Hemauer mit zunehmender Spieldauer immer ein Stückchen mehr ab. Einige griechisch-römische Einlagen später (dabei bewies Hauptschaffner Lautner ungeahnte Fähigkeiten) stand endlich fest: die Lok behält ihre weiße Weste. Mit 28:24 wurde der Halt in Hemau gewonnen.

Ein Spiel, welches man lieber schnell vergisst – für Handballästheten sicherlich kein Leckerbissen.

Hier die Zugbesatzung des ESV 1927:

Daniel Hanke und Tobias Kick im Tor, Georg Kremer (3), Andreas Engel (4/2), Simon Niksch (1), Michael Lang (11), Anton Meier (2), Yannick Lautner (1), Jan Gabriel, Jan Kauer, Erich Zulawski, Lukas Meier (6).

BOL Ostbayern 18/19

Pos.MannschaftPktT(+/-)
1818
2816
3618
4SG Naabtal45
542
62-13
72-1
824
92-14
102-28
110-7
1200

BL Ostbayern 18/19

Pos.MannschaftPktT(+/-)
1ATSV Kelheim e.V00
2ESV 1927 (H2)00
3FC Neunburg v.W.00
4HC Sulzbach-Rosenberg00
5HC Weiden00
6HG Hemau/Beratzhausen00
7HV Oberviechtach II00
8SV Obertraubling00
9TS Regensburg00