H2: Sieg gegen HC Weiden 2

Moralischer Sieg der Ersatzlok

 

Nach 4 Spieltagen der Bezirksliga Ost stehen gerade einmal 2 Punkte auf der Haben-Seite der Reservemannschaft der Eisenbahner. Nach den zum Ansatz gezeigten Leistungen, könnten es mehr sein. Doch immerhin ist man Aufsteiger und wenn man sich die bisherigen Gegner ansieht, hatte man ein sehr strammes Programm zu bewältigen. Immerhin stand man bereits den Top 3 Mannschaften der Vorsaison gegenüber. Zusätzlich musste man bereits mehrfach auf einen reduzierten Kader zurückgreifen, was dem Spielfluss nicht gerade förderlich ist.

 

Die Vorzeichen für das zweite Heimspiel gegen die Reserve des HC Weiden jedoch waren durchaus positiv. Die Trainingseinheiten der Vorwoche wurden gezielt dafür genutzt, die Schwächen der Vorwochen zu analysieren und abzustellen. Noch dazu sprangen alle zur Verfügung stehenden Zugbegleiter auf die Lok auf. Größte Personaländerung betrifft wohl den Zugführer. Nachdem sich Coach Städter ins Ausland abgesetzt hat, wurde das Kommando an Co-Coach Kick abgegeben. Ein voller Kader, eine intensive Trainingswoche und volle Motivation sollten die Weichen im heimischen Bunker daher wieder auf Sieg stellen.

 

Die Partie begann sehr ausgeglichen (2:2) und bis zur Spielminute 12 konnte sich keine Mannschaft einen Vorteil erspielen (4:4). Im Anschluss vernagelte Matze Kien jedoch sein Tor und hielt u.a. zwei 7-Meter der Gäste. Die Zugbesatzung davon angespornt legte etwas Kohle nach und setzte sich erstmals mit 3 Toren ab (7:4). Der Gästetrainer reagierte und zückte die Auszeit-Karte. Die Unterbrechung zeigte nur kurz Wirkung und der Vorsprung konnte lediglich um ein Tor reduziert werden (9:7). Die Eisenbahner ließen sich ab dann nicht mehr beirren und füllten unaufhörlich den Kohlekessel nach (14:8). Bis zur Halbzeit konnte man sich durch das schnelle Spiel und die konsequente Abwehrarbeit somit bereits auf 7 Tore absetzen (17:10).

 

Der Zwischenstopp wurde genutzt sich vor Augen zu halten, auch in der zweiten Halbzeit nicht locker zu lassen. Immerhin musste man diese Saison schon mehrfach am eigenen Leib erfahren, dass 30 gute Minuten nicht reichen um als Sieger vom Platz zu gehen.

 

Gesagt, getan. Nach Wiederanpfiff entwickelte sich eine Partie auf Augenhöhe und keiner der beiden Mannschaften war gewillt, nur einen Zentimeter auf dem Hallenparkett freiwillig zu räumen (21:15). Doch in der 38 Minute passierte es dann. Die Eisenbahner brachen zwar nicht ein, doch innerhalb nur 30 Sekunden, wurden 3 Zugbegleiter von der Strecke geworfen und mussten auf der Strafbank platz nehmen. Diese dreifache Unterzahl lud Weiden regelrecht dazu ein nochmals energisch auf die Jagd der bis dahin gut laufenden Eisenbahn zu machen (21:18). Doch Fabi Rauch setzte ein Zeichen und schaffte es sogar im Spiel 3 gegen 6 ein Tor zu erzielen. Hätte er im nächsten Angriff aus freier!!! Position nicht über das Gehäuse der Gegner geworfen, wären es gar 2 Tore in dieser dreifachen Unterzahl geworden. Nachdem die Zugbesatzung wieder komplett war blickte man gespannt auf die Anzeigetafel (22:19). Der bis dahin gut erspielte Vorsprung ist „nur“ auf 3 Tore geschrumpft. Nun bewies die Truppe unter Leitung von Co-Coach Kick Moral und begann wieder Kohle nachzulegen. Da die Lok wieder fahrt aufnahm, sah sich der Gästetrainer abermals gezwungen, durch eine Auszeit den Zwischenspurt der Eisenbahner zu stoppen (27:22). Diese verpuffte jedoch gänzlich und der eingewechselte Keeper Jackl Kiener, versorgte seiner Vorderleute mit einem Konterpass nach dem anderen (31:22). Jedoch entschied die Streckenkontrolle 5 Minuten vor Einfahrt in den Bahnhof abermals die Reihen der Lokbesatzung zu reduzieren. Dieses Mal traf es innerhalb von 4 Sekunden 2 Zugbegleiter was eine doppelte Unterzahl bedeutete. Weiden nutzte dieses Geschenk erneut um sich nochmals Tor um Tor heran zu robben. Jedoch endete diese letzte Hatz auf die Eisenbahn pünktlich nach 60 Minuten im Endbahnhof (32:26).

 

Als Fazit dieser wilden Ausfahrt lässt sich folgendes zusammenfassen. Die Weichen wurden auf Sieg gestellt und 2 weitere sehr wichtige Punkte auf die Haben-Seite verbucht. Die Mannschaft hat in Hälfte 1 gezeigt das ein enormes Potenzial in Ihr steckt und sie durch Tempo und einen schnellen wie auch variablen Positionsangriff ein Spiel durchaus diktieren kann. In Hälfte zwei hat die gesamte Mannschaft Moral bewiesen und mit der nötigen Einstellung gezeigt, dass man auch brenzliche Situation gut überstehen kann. Das wichtigste dabei ist jedoch die Tatsache, dass gleich zu welchem Zeitpunkt und Spielstand jeder Spieler der auf das Spielfeld geschickt wurde, seine Leistung zeigte und einen wichtigen Teil für den Erfolg des gesamten Teams beigetragen hat!!! Nun liegt es daran diesen Schwung für das nächste Auswärtsspiel in Sulzbach mit zu nehmen. Die Moral oben zu halten und sich auf die eigenen Stärken zu besinnen. Denn beim BOL-Absteiger kann es ganz schnell passieren das aus einem ebenen Gleisbett eine wilde Achterbahn wird.

 

Spielfilm:

4:4 / 10:7 / 17:10 / HZ / 23:19 / 27:22 / 32:26

 

Es spielten:

Matthias Kien (TW), Jakob Kiener (TW), Tobias Oursin (9), Andreas Engel (6), Fabian Rauch (4), Lukas Lengsfeld (4), Simon Greifenstein (3), Christian Vogt (2), Samuel Eilers (2), Erich Zulawski (1), Yannick Lautner (1), Timo Reitinger, Vincent Gaertner, Johannes Barz.

BOL Ostbayern 18/19

Pos.MannschaftPktT(+/-)
1818
2816
3618
4SG Naabtal45
542
62-13
72-1
824
92-14
102-28
110-7
1200

BL Ostbayern 18/19

Pos.MannschaftPktT(+/-)
1ATSV Kelheim e.V00
2ESV 1927 (H2)00
3FC Neunburg v.W.00
4HC Sulzbach-Rosenberg00
5HC Weiden00
6HG Hemau/Beratzhausen00
7HV Oberviechtach II00
8SV Obertraubling00
9TS Regensburg00