H1: Ein Auge zugedrückt

TV Erlangen Bruck III : ESV 1927 Regensburg 32:36 (17:18)

Nachdem in der Vorwoche die Jungs vom HC Städtequadrat ihre Punkte im Regensburger Bunker vergessen hatten, waren die Mannen von Piratenkapitän Goldbach dieses Wochenende auf großer Fahrt ins Frankenland unterwegs. Letzte Saison setzte es gegen die zweite Vertretung der Brooklyn Boys im Saisonendspurt noch eine bittere Niederlage. Nicht nur deshalb wollte man die weiße Auswärtsweste (dass ich sowas mal schreiben würde, wagte ich nie zu hoffen) unbedingt behalten und sich auch gegen die erfahrenen und hochmotivierten dritten Brooklyn-Jungs keine Blöße geben. Der Appell von Kapitän Goldbach an seine Seemänner war klar: Leinen los, Segel setzen und volle Fahrt voraus in Richtung Auswärtssieg!

Die erste Spielhälfte der Regensburger Schiffsbesatzung war von Unkonzentriertheiten in der Abwehr dominiert. Vor allem die Absprache zwischen Vordermann und Hinten Mitte war zu zaghaft, wodurch die Erlanger Spieler immer wieder ihren Kreis fanden oder selbst frei zum Wurf kamen. Doch wenn die Abwehr nicht steht funktioniert in dieser Saison zumindest der Angriff. Vor allem das schnelle Umschaltspiel funktionierte wieder deutlich besser als in den vergangenen Spielen. So kam es, dass man einen 12:9 Rückstand in der 18. Minuten noch zu einem 17:18 Pausenvorsprung drehen konnte.

Für die Seemänner gab es in der Halbzeit eine ordentliche Standpauke aufgrund der unzureichenden Abwehrleistung. Die Marschroute wurde klar vorgegeben „Kapelle Kaperfahrt“, sodass sich am Ende auch jeder Bunkerboy einen Schluck Rum verdienen würde.
Die Veränderung von 5-1 auf 6-0 in der Abwehr zeigte Wunder und so konnten die Regensburger Seefahrer in der 35. Minute bereits mit 18:23 in Führung gehen. Wohlgemerkt blieben in dieser Phase auch einige Konter ungenutzt. Nach einer ungewollten Umstellung in der Deckung zur 41. Minute gab man den Erlangern, in doppelter Unterzahl, die Chance nochmal am Heck der ESV Armada zu schnuppern. Beim Stand von 29:28 für Erlangen wurden aber alle Segel gesetzt und auch die Kanonen in Windeseile durchgeladen. Vor allem Leichtmatrose Simbeck und Veteranenkanonier Müller verpassten dem Erlanger Boot in dieser Phase schwere Wirkungstreffer, sodass am Ende der Kaperfahrt ein 32:36 von der Anzeigetafel leuchtete.

Es bleibt festzuhalten, dass die Abwehr normalerweise wirklich besser steht, eine Gesprächstherapie zwischen dem rechten Rückraum angebracht wäre, der Austauschpirat vom Hindukusch jeden Wrestlingschlag abkann, niemand so schön über Hüften fliegt wie Jojo, Fuchsi schon den zweiten 7m verwirft (KRISE?) und Piratenkapitän Bernie einer Augenklappe würdig wäre (gute Besserung).

Es spielten: Müller R., Miersch (beide TW), Müller (8/1), Simbeck (7), Fuchs (7/1), Groß (5), Faizi (3), Bayer (2), Ehlis, Meier, Reber, Zink (je 1), Moritz, Kainz

BOL Ostbayern 18/19

Pos.MannschaftPktT(+/-)
1818
2816
3618
4SG Naabtal45
542
62-13
72-1
824
92-14
102-28
110-7
1200

BL Ostbayern 18/19

Pos.MannschaftPktT(+/-)
1ATSV Kelheim e.V00
2ESV 1927 (H2)00
3FC Neunburg v.W.00
4HC Sulzbach-Rosenberg00
5HC Weiden00
6HG Hemau/Beratzhausen00
7HV Oberviechtach II00
8SV Obertraubling00
9TS Regensburg00