Goldbach‘sche Reisegemeinschaft erneut siegreich

SG Regensburg II : ESV 1927 Regensburg 22:23 (13:13)

Am vergangenen Wochenende war es endlich soweit: das Derby der Derbies, das Aufeinandertreffen von Lebenseinstellungen, Eckkneipe gegen Eckkneipe, umjubelt von Menschenmassen, Matteo gegen Peter, BVB gegen Schalke. Aber auch in einem kleinen beschaulichen Örtchen, weit weg von jeglichem Kohleflöz sollte es ein Derby geben: SG Regensburg II gegen das stählerne ESV-Ross.

Die Jungs von der Dechbettener Brücke folgten ihrem zurückgekehrtem Capitano und nahmen unter Volldampf Kurs auf die Kerschensteiner-Halle. Das vorgegebene Ziel der Expedition war es, diese konkurrierende Handballaußenstelle in einen blauschwarzen Bahnhof zu verwandeln. Die Goldbach‘sche Reisegemeinschaft hatte alle Männer an Bord, da Lokführer Kainz das Entwicklungsprojekt Kolumbien für beendet erklärt hat und auch Jungschaffner Zink wollte sich ab diesem Wochenende wieder Regensburger Röcken widmen.

Da es an Motivation in solch einem Derby nicht mangeln sollte, ist vor allem die Konzentration für den Ausgang entscheidend. Leider erwischten die Gäste nicht den besten Start. In der Abwehr wurde zu passiv agiert und auch der Angriff ließ jegliche Bewegung vermissen. Aus diesem Grund hatte man bereits in den ersten zwei Angriffen mit einem drohenden Zeitspiel zu kämpfen.

Nach 7 Minuten führte das Heimteam vollkommen verdient mit 4:1 und jeder der es mit dem ESV hielt, hoffte auf eine deutliche Leistungssteigerung. Durch die Einwechslung des Lokführers konnte sich die Abwehr in der Folge stabilisieren und auch der Angriff investierte zumindest ein paar Körner mehr. Durch diese Steigerung holte der ESV-Zug Tor um Tor auf und konnte beim Stand von 10:10 die verursachte Verspätung erstmals egalisieren. Bis zur Halbzeit war es ein ausgeglichenes Spiel und es ging beim Stand von 13:13 in die Kabinen.

Nachdem sich die Abwehr in der ersten Hälfte stabilisiert hat, lag das Augenmerk von Coach Goldbach vor allem auf dem Angriff. Deutlich mehr Bewegung war nötig, damit die Lücken in der SG Defensive noch besser genutzt werden konnten.

Zu Beginn der zweiten Hälfte wurde es für Ende November ungewöhnlich hitzig in der Halle. Die Teams lieferten sich einen fairen und intensiven Fight, bei dem der ein oder andere Zuschauer vor lauter Nervosität seine gute Kinderstube vergas. Es sollte kein schönes Handballspiel mehr werden, allerdings blieb es bis zum Schluss spannend.

Bernies Boys scheiterten vorne zu oft am Aluminium und waren in der Abwehr zu langsam für die zweiten Bälle, wodurch man verpasste in Front zu gehen. Bis zur 55. Minute konnte kein Team mit mehr als einem Tor in Führung gehen. Allerdings führten ein gehaltener 7m und Tore von Bayer, Vater und Fuchs zum vorentscheidenden 20:23.

Es wurde noch einmal ungewollt spannend, da man an die offensive Abwehr der Hausherren noch zwei Bälle verlor und selbst zwei hundertprozentige Einwurfmöglichkeiten vergeigte. Am Ende leuchtete ein 22:23 von der Anzeige und das Ziel, sich im oberen Tabellendrittel festzusetzen wurde erreicht. Das Spiel war sicher nichts für Handballästheten, da beide Teams deutlich besser spielen können, aber zumindest spannend bis zum Schluss. Vielen Dank für die grandiose Unterstützung der Fans und vor allem des Fördervereins.

Durch die Spielverlegung am nächsten Wochenende wird der heimische ESV-Bunker vor Weihnachten noch einmal zum Beben gebracht. Der starke Aufsteiger aus Weiden wird an der Dechbettener Brücke vorstellig und fordert die komplette Eisenbahngewerkschaft. Anwurf ist am Samstag (2.12.) um 17:00 Uhr.

Es spielten: Müller R., Neveling (beide TW), Fuchs (11/8), Müller (4), Moritz, Bayer, Groß (je 2), Reber, Vater (je 1), Ehlis, Kainz, Meier, Reitinger, Zink

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