Glück auf und Frohe Weihnachten

Spielbericht TV Erlangen-Bruck III : ESV 1927 Regensburg 24:28 (14:11)

„Wir fahrn nach Bruck und wieder zruck und haun an Jägermeister zam“

Im letzten Spiel der Hinrunde wartete auf die Regensburger Lokbesatzung nochmal ein richtiger Brocken. Die dritte Mannschaft der Erlanger, gespickt mit höherklassig erfahrenen Spielern, spielte bis dato eine gute Hinrunde und hatte sogar einen Minuspunkt weniger auf dem Konto als die momentan heimatlosen Bunkerboys. Schien diese Aufgabe bei der durchwachsenen ersten Halbserie der Regensburger nicht schon groß genug zu sein, meldeten sich Fuchs und Müller schon zu vorgezogenen Weihnachtsferien ab. Zu allem Überfluss verletzte sich Groß, bis dato bester Torschütze, beim Sieg gegen Buckenhofen (24:33) und fiel auch aus. Durch diese Ausfälle wurden die Jugendspieler Kainz und Meier für ihre unermüdliche Trainingsarbeit belohnt und durften bei schlechtem Wetter die Auswärtsfahrt mitantreten.

Vor allem im Angriff machten sich die erwähnten Ausfälle bemerkbar. Das Positionsspiel, das vor Wochenfrist noch wie aus einem Guss lief, stotterte und auch das gewohnt starke Umschaltspiel fand in der ersten Viertelstunde kaum bzw nur fehlerbehaftet statt. Aufgrund technischer Fehler kamen die Brooklyner immer wieder zu leichten Toren und konnten sich bis auf 6:2 absetzen. Die folgende Auszeit von Bernie Goldbach rüttelte die Mannschaft zumindest etwas wach und man konnte durch höheres Tempo und verbessertes 1-1 Verhalten im Angriff in Schlagdistanz zu den Hausherren bleiben. Über die Stände 7-4, 9-6 und 12-9 verabschiedete man sich am Ende mit 14:11 in die Halbzeit.

Bekanntlich sind drei Tore im Handball nicht viel, allerdings musste eine deutliche Leistungssteigerung stattfinden, wollte man hier am Ende nicht als Verlierer vom Platz gehen. In erster Linie musste man die eigenen Fehler reduzieren und sich auf die gewohnten Abläufe konzentrieren. 

Angetrieben von dem Gedanken, dass die abendliche Weihnachtsfeier mit zwei Punkten im Gepäck deutlich ausgelassener sein würde, kam die Lokomotive mit mehr Feuer unter dem Kessel aus der Kabine. Nachdem man schnell auf 14-13 verkürzen konnte, stellten sich die Erlanger auf die neuen Herausforderungen ein und legten auch ihrerseits nochmal eine Schippe nach. Das Spiel war nun ausgeglichener, vor allem, da die Regensburger ihre eigenen Fehler fast komplett abstellten.

Beim Stand von 17:17 schaffte es der ESV zum ersten Mal nicht mehr in Rückstand zu liegen. Die erste Führung der Partie holte man in der 54. Minuten, als unsere Schwungschleuder Schalli in Unterzahl zum 21:22 netzte. Dies war die einzige Zeitstrafe einer beidseitig intensiven und fairen Partie, die vom Gespann Prenißl/Späth sehr gut geleitet wurde. Regensburg gewann die Unterzahl mit 3 zu 0 und hatte das Spiel gedreht. Auch eine offensive Deckung der Hausherren konnte dies nicht mehr ändern. Endstand 24:28.

Fazit der Hinrunde: Das Spiel gegen Erlangen Bruck war ein Spiegelbild der ersten Saisonhälfte. Wenn man es schafft die eigenen Fehler und Unkonzentriertheiten niedrig zu halten, dann kann man es mit jedem Gegner der Liga aufnehmen. Allerdings ist man auch ganz schnell in einem Fahrwasser, das höchst gefährlich ist, sollte man die Fehler nicht abstellen können. Der Sieg gegen Bruck hat gezeigt, dass die Mentalität stimmt und man sich mittlerweile auch selbst aus diesen unruhigen Gewässern manövrieren kann. Diesen positiven Schwung nimmt man mit in die wohlverdiente Pause und hofft, dass alle Verletzten bis nächstes Jahr wieder fit sind. 

Es spielten: Miersch, Müller R. (beide TW), Mertens (8/4), Ehlis, Simbeck (beide 5), Meier, Schaller (beide 3), Deml, Faizi, Zulawski, Reber (je 1), Bayer, Oursin, Kainz

BOL
2019/20
Clermont-Ferrand Halle

HG im TV 1861 Amberg e.V. vs. ESV 27 Regensbg.

HG SGS/TV Amberg
BOL

TB 03 Roding vs. ESV 27 Regensbg. II

TB 03 Roding
BL Ost Herren

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